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Die Zeitmaschine, 4 Audio-CDs [Audio CD]

Herbert G. Wells , Martin M. Schwarz , Hans Eckardt
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Hörbuchproduktionen; Auflage: 1 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896141996
  • ISBN-13: 978-3896141996
  • Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 13,1 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.163.010 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Herbert G. Wells
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Reisen durch die Zeit - heute in der Science Fiction ein zwar immer noch spannendes, aber eher abgegrastes Thema -- waren Ende des letzten Jahrhunderts noch völliges Neuland. Als H.G. Wells, einer der frühen Meister der phantastischen Literatur, 1895 mit Der Zeitmaschine seinen bedeutendsten Roman fertigstellte, schuf er damit in der Tat einen zukunftsgerichteten Meilenstein und das Buch sprühte geradezu vor Einfällen, angesichts derer man aus heutiger Sicht vor Wells Phantasie nur den Hut ziehen kann.

Seine Geschichte des englischen Zeitgenossen, der mit Hilfe einer eher simpel konstruierten Maschine in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen kann und letztlich im Jahre 802.701 hängenbleibt, begeistert immer noch, und das trotz eher schlichter technischer Vorstellungen oder leicht angestaubter Sprache. Gebannt von Wells Erzählkraft erlebt man die Welt der Eloi und Morlocks, in der die einen das (durchaus wörtlich zu nehmende) Futter der anderen sind. Und man erlebt den Einfluß unseres verblüfften Zeitreisenden auf diese Welt, verursacht durch seine ergreifende Liebesbeziehung mit einer Eloi.

Doch Wells Geschichte einer Zwei-Klassen-Gesellschaft - allmächtige Morlocks und scheinbar glückliche, aber völlig unterjochte Eloi - ist weit mehr als einfache Unterhaltung. Wie in vielen seiner Werken prangert Wells hier soziale Mißstände an und ermahnt seine Leser mit kritischen Visionen zur Vorsicht vor künftigen Entwicklungen. Und obwohl seine Bücher in der Frühphase des Kapitalismus entstanden, kann man diese Warnungen auch heute noch ernst nehmen. So darf gerade unter Berücksichtigung der Erscheinungszeit seiner Bücher (das vorliegende entstand ja immerhin noch, wenn auch knapp, im letzten Jahrhundert!) Wells als Musterbeispiel wie auch als einer der Urväter für anspruchsvolle Science Fiction dienen, selbst wenn der Begriff der SF damals noch unbekannt war. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

»Wells’ Einfluss auf die Science-Fiction ist einzigartig. Seine Einfälle und Visionen – darunter die Zeitmaschine selbst – zählen heute zum Inventar des Genres.«
getAbstract Dezember 2008

»Ein Klassiker, den jeder mal gelesen haben sollte.«
Maxi 12/2008

»Die schnörkellose Taschenbuchausgabe der ›Zeitmaschine‹ bietet einen der wohl faszinierendsten Klassiker der Literatur zu einem fairen Preis an. Wer das Buch bisher noch nicht in seiner Sammlung hatte, kann hier getrost zugreifen. Der Roman ist allemal wert.«
Ralf Steinberg, fantasyguide.de 28.08.2008

»Der englische Schriftsteller Herbert George  Wells wurde durch seine Romane [...] zum Mitbegründer der modernen Science-Fiction. [...] H.G. Wells wies in seinen Erzählungen auf die Auswirkungen menschlichen Handelns hin und kritisierte durch seine düsteren Zukunftsvisionen seine zeitgenössische Gesellschaft.«
Buchreport 11.08.2011 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Gut zehn Jahre nach seinem Erscheinen sah ich als ungefähr zehnjähriger Junge den gleichnamigen Film mit Rod Taylor und Yvette Mimieux in den Hauptrollen im Kino (so etwas gab es damals noch!), und dieser Streifen hat mich bis auf den heutigen Tag nicht losgelassen...
Viele Jahre später legte ich mir den Roman von H. G. Wells zu und hatte prompt die Bestätigung dafür, warum ich diesen Film immer so sehr geliebt habe:
Es ist nicht nur die äußerst intelligente gesellschaftliche Kritik dieses Buches, die es hat so zeitlos werden lassen, es bezieht seine Aktualität auch durch die Tatsache, daß es ungefähr sechs Jahre(!) vor Erscheinen der "Speziellen Relativitätstheorie" von 1905 die einsteinsche Idee von der Zeit als vierte Dimension expressis verbis vorwegnimmt.
Natürlich ist mir klar, daß auch das nicht unbedingt die Größe eines Romans ausmacht. Wir haben vielmehr eine Geschichte vorliegen, die, und das sei hier nur am Rande bemerkt, nicht nur in ihrer Kürze gut erzählt ist, sondern sich im Kern mit der ewigen Frage des "Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir" auseinandersetzt. In unserer uns Menschen ganz zu eigenen Hybris neigen wir dazu, unsere jeweilige Generation als den augenblicklichen Höhepunkt einer seit Menschengedenken währenden Entwicklung zu begreifen. Damit räumt dieses Buch komplett auf...
Nach H. G. Wells entwickeln wir uns (oder: werden wir uns entwickeln) nicht vorwärts, sondern auf lange Sicht rückwärts in tiefste Barbarei, bis hin zur Versklavung einer Schicht (hier: Rasse), die letztlich in Kannibalismus gipfelt.
Natürlich, und das ist sicherlich typisch für die Zeit der Entstehung dieses Buches, kommt jemand daher, der die Geknechteten aus dem Dunkel ihres gleichgültigen Daseins ins Licht der Erkenntnis und somit der Selbstbestimmung führt. Das ist eine der Kernaussagen dieses Romans.
Wenngleich sich meine letzten Ausführungen lesen wie eine philosophische Abhandlung auf laienhaftem Niveau (was sie ja auch sind), bietet dieses Buch doch ungleich viel mehr:
Eine (wie eingangs erwähnt) gut erzählte Geschichte, die unabhängig aller Gesellschaftskritik vom Anfang bis zum letzten Abschnitt zu fesseln vermag.
Abschließend sei mir an dieser Stelle vielleicht ein ganz persönlicher Kommentar gestattet:
Im letzten Drittel des Romans gibt es ein Kapitel, das mit "Der sterbende Planet" übertitelt ist. Wells beschreibt hier eine Welt in einer noch sehr viel ferneren Zukunft, in der unser Zentralgestirn ungefähr ein Drittel des Himmels einnimmt (auch das deckt sich wieder mit den heutigen physikalischen Erkenntnissen, denen zufolge sich die Sonne zu einem "Roten Riesen" verändern wird). Die hier entwickelte Zukunftsvision unseres eigenen sterbenden Planeten Erde ist in ihrer von Trostlosigkeit bestimmten Schilderung derart intensiv und gleichermaßen eigenartig schön, daß dieses Kapitel zum absolut Schönsten gehört, das ich jemals gelesen habe.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das 1895 erschienene Buch "Die Zeitmaschiene" von H.G.Wells ist einer der besten Zukunftromane, die ich gelesen habe.

Vor allem ist beeindruckend, dass Wells schon zu damaliger Zeit, vor über 100 Jahren, einen auch noch für den heutigen modernen Menschen spannenden und keineswegs veralteten Science-Fiction Roman verfasst hat. So war er beispielsweise seiner Zeit weit vorraus, wenn er sich in seinem Buch auf die vierte Dimension, die Zeit, bezieht, die wissenschaftlich erst noch von Einstein erforscht wurde.

Auch seine überraschende Zukunftsdarstellung des Jahres 802701 ist ein Beweis für die Phantasie und den Einfallsreichtum von H.G. Wells. In der Zukunft angekommen trifft der Reisende, wie der Held des Romans genannt wird, nicht etwa auf eine hochtechnisierte Gesellschaft, die alle Wissenschaften perfektioniert hat und ihm die Antworten auf all seine Fragen geben könnten, sondern findet sich plötzlich in einem paradisischen Garten wieder, in dem die Früchte an den Bäumen hängen und nur noch vereinzelte schon verfallene alte Bauten stehen. Die Zivilisation scheint verschwunden zu sein. Und tatsächlich trifft er nur auf auf kleine menschenähnliche Wesen, die Eloi, deren Sprache äußerst primitiv ist und deren alleiniges Vergnügen darin besteht den ganzen Tag zu schlafen, zu spielen oder die von den Bäumen hängenden Früchte zu essen. Ein scheinbares Paradies, das sich der Reisende aber anders vorgestellt hatte. Doch als die erste Nacht herein bricht, verhalten sich die Eloi seltsam. Sie wirken verängstigt und ziehen sich zum Schlafen in eines der alten Gebäude zurück. Bald muss der Reisende den Grund für dieses merkwürdige Verhalten erfahren, die Morloken, eine unter der Erde lebende Kreatur mit roten Augen, die sich nicht von Früchten ernährt, sondern von Fleisch - dem Fleisch der Eloi ...

Meiner Meinung nach ist "Die Zeitmaschiene" ein sowohl spannender, als auch äußerst interessanter Roman, der sich vielleicht manchmal einer veraltet wirkenden Sprache bedient, selbst aber keineswegs veraltet ist. Man erfährt auf eindruckende Weise, wie Wells einen Science-Fiction Roman verfasste, der seiner damaligen Zeit weit und unserer Gegenwart möglicherweise noch immer voraus ist. Ein sehr gutes Buch, das es auf jeden Fall Wert ist heute noch gelesen zu werden.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Wenn ein Mensch im Traum das Paradies durchwanderte und man gäbe ihm eine Blume als Beweis, dass er dort war und er fände beim Aufwachen diese Blume in seiner Hand - was dann?"
Coleridge

H.G. Wells gehörte zu den produktivsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Er schrieb politische Aufsätze, Sachbücher, ernste und realistische Romane und Erzählungen wie diese hier - damals hießen sie phantastisch, heute stehen sie zumeist unter dem Genrebegriff Sci-Fi. Allerdings würde ich dabei bleiben, sie phantastisch zu nennen, denn es geht entschieden mehr um ihre Folgen und ihre theoretischen Hintergründe, als um die Technik selbst.

Wells war beides, Autor und Publizist. Er engagierte sich stark gegen die politischen Strömungen seiner Zeit und war im Zeitalter der großen technischen Innovationen ein Kritiker des bedingungslosen, empirischen Technikoptimismus. Deswegen kann man viele seiner Bücher sowohl als phantastische Erzählungen, aber auch als kritische Visionen lesen, je nach belieben. Keine dieser Seiten drängt sich einem auf.
Das prägnanteste an diesem Buch ist Wells völlige stilistische Neutralität. Keine stumpfte Neutralität, sondern eine elegante Neutralität - ein knapper, angenehmer Stil, wie der von Oscar Wildes, nur eben völlig neutral.

Denn Wells erzählt eigentlich nicht, er berichtet. Um eine glaubwürdige Authentizi-(und irgendwie auch Intensi-)tät zu erreichen, wählt er eine Perspektive und einen Ton, der anschaulich, aber doch fern vom Geschehen ist.

Es steckt viel in diesem kurzweiligen Roman (144 Seiten, großzügig bedruckt, etwa wie bei Camus Der Fremde). Denn dafür, dass er 1895 geschrieben wurde, ist er sprachlich und inhaltlich kein bisschen zurückgefallen. Zwar fehlt ihm Dramatik und eine gewisse moderne Actionlastigkeit, aber gerade das Fehlen dieser Faktoren, seine formvollendete Komprimiertheit, hat ihm vermutlich eine so lange Aktualität und Faszination beschert.
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