Berlin und Preußen in den Jahren zwischen 1807 und 1815. Am Anfang steht die Niederlage gegen Napoleon bei Jena und Auerstedt. Preußen liegt wirtschaftlich und politisch am Boden. Zugleich aber öffnet gerade die Niederlage den Weg zu wichtigen Reformen, und bei aller materiellen Not erlebt Berlin weiterhin eine erstaunliche kulturelle Blüte im Zeichen von Romantik und bürgerlicher Geselligkeit. Am Ende dann erringt Preußen schließlich doch noch den Sieg über Napoleon, der neuerlichen Machtgewinn, aber nicht die erhoffte Freiheit und Einheit bringt.
Wie schon in Als Poesie gut , seinem hoch gelobten Essay über die Berliner Kulturepoche zwischen 1786 und 1807, wird de Bruyn der Vielfalt und Widersprüchlichkeit von Preußens größter Epoche dadurch gerecht, dass er sie im Spiegel zahlreicher Einzelporträts und Geschichten reflektiert. De Bruyn erzählt dabei von den berühmten Staatsmännern und Generälen der Zeit wie Hardenberg, Gneisenau oder Clausewitz. Mit großer Souveränität schildert er die Schicksale großer Autoren der Romantik wie Kleist, Rahel Varnhagen, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann. Darüber hinaus aber porträtiert er auch so politisch schillernde Figuren wie Theodor Körner oder "Turnvater" Jahn.
Einer der Autoren der Epoche, denen de Bruyns größte Sympathie gilt, ist Adelbert von Chamisso, von dem der Titel des Buches stammt. "Die Zeit der schweren Not" aber darin liegt die Ironie dieses Verses aus dem Jahr 1813 meint nicht die materielle Not nach 1807, sondern die Not eines zum Deutschen gewordenen Franzosen, der inmitten der chauvinistischen Kriegsbegeisterung und restaurativen Tendenzen seiner Zeit zum Außenseiter wird.
Wie schon in Als Poesie gut , seinem hoch gelobten Essay über die Berliner Kulturepoche zwischen 1786 und 1807, wird de Bruyn der Vielfalt und Widersprüchlichkeit von Preußens größter Epoche dadurch gerecht, dass er sie im Spiegel zahlreicher Einzelporträts und Geschichten reflektiert. De Bruyn erzählt dabei von den berühmten Staatsmännern und Generälen der Zeit wie Hardenberg, Gneisenau oder Clausewitz. Mit großer Souveränität schildert er die Schicksale großer Autoren der Romantik wie Kleist, Rahel Varnhagen, Eichendorff und E.T.A. Hoffmann. Darüber hinaus aber porträtiert er auch so politisch schillernde Figuren wie Theodor Körner oder "Turnvater" Jahn.
Einer der Autoren der Epoche, denen de Bruyns größte Sympathie gilt, ist Adelbert von Chamisso, von dem der Titel des Buches stammt. "Die Zeit der schweren Not" aber darin liegt die Ironie dieses Verses aus dem Jahr 1813 meint nicht die materielle Not nach 1807, sondern die Not eines zum Deutschen gewordenen Franzosen, der inmitten der chauvinistischen Kriegsbegeisterung und restaurativen Tendenzen seiner Zeit zum Außenseiter wird.


