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Produktinformation
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Grundlage des Werkes sind diesmal Senecas wunderbare Briefe an Lucilius, philosophische Erbauungsliteratur und ethischer Ratgeber der gehobenen Sorte. Nach überwiegender Meinung heutiger Forscher verfasst eher als zur Veröffentlichung gedachte Kunstbriefe, denn als Teil einer echten Korrespondenz. Nichtsdestotrotz entwirft de Crescenzo eine fingierte Rahmenhandlung, in der er gemeinsam mit einer natürlich hübschen, jungen Archäologin in seinem Keller auf die Antworten des Lucilius stößt, die er den nach Themengruppen ausgewählten und teilweise stark gekürzten Briefen Senecas gegenüberstellt.
Dabei entsteht ein unterhaltsamer und manchmal durchaus kontroverser Dialog, in dem den überwiegend stoisch geprägten Ansichten des alten Seneca über seine Lieblingsthemen wie Tod, Zeit, Glück und Freundschaft ein teilweise zweifelnder, aber dennoch selbstbewusster Lucilius/de Crescenzo gegenübertritt, der die Ratschläge am Ende jedes Seneca-Briefes überprüft, kommentiert und hier und da auch in Frage stellt.
In den jeweils eingeschobenen kurzen Gesprächen mit der Archäologin geht dann der "echte" de Crescenzo auf die immer wieder überraschende Aktualität der von Seneca angeschnittenen Probleme ein und benutzt seine Komplizin recht schamlos als Stichwortgeberin, um dem Leser noch einmal ungeschminkt die Welt aus der Sicht seiner vermeintlichen, stets überaus eitel daherkommenden Altersweisheit zu erklären.
Der dozierende Ton de Crescenzos, bar jeden Selbstzweifels, hinterlässt nach der Lektüre einen schalen Nachgeschmack, der das Vergnügen an der pfiffigen und auch virtuos gehandhabten Grundidee des Buches doch erheblich schmälert. In diesem Falle sei dem Leser dazu geraten, sich mit einer guten Übersetzung den wirklich lesenswerten Originalbriefen zu widmen: sie benötigen keinen derartigen Kommentar. --Burkhard Steinmüller
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Philosophie für Anfänger,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit und das Glück (Taschenbuch)
Ein mit Witz geschriebenes Buch, welches, wie ich denke, für so manchen den Einstieg in die Philosophie bedeuten kann, zumal Themen mit Ewigkeitsgültigkeit behandelt werden in gut verständlicher Sprache. Schliesslich sieht sich De Crescenzo ja auch als Übersetzer der akademischen Werke in die Volkssprache, weshalb man auch getrost über die Vereinfachungen des Briefwechsels hinwegschauen kann.
Diejenigen jedoch, die in der Philosophie schon über ein gewisses Allgemeinwissen verfügen, werden in diesem Buch vermutlich höchstens einen guten Roman sehen und sich lieber gleich dem ungekürzten "originalen" Briefwechsel widmen. Ich jedoch kann das Buch allen empfehlen, welche sich Gedanken über das Leben mit all seinen Facetten machen, in der philosophischen Geschichte und den Erkenntnissen der grossen Philosophen aber noch nicht so bewandert sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Voller Gedanken,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit und das Glück (Gebundene Ausgabe)
Ein hilfreiches Buch. In einer eher dünnen Rahmengeschichte berichtet DeCrescenzo, wie er bei Ausgrabungen unter seinem Haus an Briefe von Lucilio an Seneca gekommen sei. Es handle sich dabei um die Antworten auf Briefe von Seneca, die bereits existieren. All diese Briefe befassen sich mit Themen, die sowohl zu Senecas, als auch in unserer Zeit aktuell sind, z.B.: "Von der Zeit", "Vom wahren Reichtum", "Von der Scham", und so mancher Gedanke kann einem persönlich weiterhelfen. Alles in allem ein sehr schönes Buch, empfehlenswert auch auf italienisch, wegen der leichten Sprache und der kurzen Kapitel.
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4.0 von 5 Sternen
Philosophie in die Moderne übersetzt,
Rezension bezieht sich auf: Die Zeit und das Glück (Gebundene Ausgabe)
Ideal für die, die Seneca und seine Philosophie mögen, aber nicht verehren, denn die beiden Protagonisten machen sich ein bisschen lustig über ihn. Und die Idee, die verschollenen Antwortbriefe an Lucilius in einem römischen Keller zu finden, scheint mir auch etwas gewagt. Außerdem merkt man, wie eitel DeCrescenzo ist, ganz der italienische Latin lover, auch noch mit 70.
Vier Sterne für Einfallsreichtum und die wunderschöne Gestaltung des Buches. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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