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Die Zeit der Gaben: Zu Fuß nach Konstantinopel: Von Hoek van Holland an die mittlere Donau. Der Reise erster Teil
 
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Die Zeit der Gaben: Zu Fuß nach Konstantinopel: Von Hoek van Holland an die mittlere Donau. Der Reise erster Teil [Broschiert]

Patrick Leigh Fermor , Manfred Allié
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 4 (1. Dezember 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596169569
  • ISBN-13: 978-3596169566
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.022 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Patrick Leigh Fermor
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

18 Jahre alt ist Patrick Leigh Fermor, als er sich aufmacht, Europa zu erkunden. Sein Ziel vor Augen, er will nach Konstantinopel, wandert er zunächst von Hoek van Holland rheinaufwärts. Tief hinein nach Deutschland geht die winterliche Reise, durch Wiesen und Wälder, verschneite Städte, die Donau entlang, nach Wien und Prag, bis in die ungarischen Marschen. Es ist das Jahr von Hitlers Machtergreifung. In seiner poetischen und präzisen Sprache lässt Patrick Leigh Fermor vor unserem inneren Auge das alte Europa erstehen, das wenige Jahre später in Schutt und Asche versinken wird.

Über den Autor

Patrick Leigh Fermor, 1915 geboren, unternahm 1933 als achtzehnjähriger eine legendäre Reise zu Fuß von Rotterdam nach Constantinopel. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Verbindungsoffizier in Griechenland und auf Kreta gegen die deutsche Besatzung. Er reiste in die Karibik, wo sein erster und einziger Roman entstand. In der englischsprachigen Welt als Reiseschriftsteller hochgeachtet, lebt er heute in Griechenland, in einem Haus, das er selbst entworfen und gebaut hat.Manfred Allié, geboren 1955 in Marburg a. d. L., übersetzt Literatur, u.a. Scott Bradfield, Ralph Ellison, Richard Powers, Yann, Martel und Michael Innes. Er lebt in der Eifel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wirkliches Geschenk 23. Juli 2007
Format:Gebundene Ausgabe
In früheren Jahrhunderten führte die Grand Tour die Söhne des britischen Adels an die Höfe und zu den Kunstschätzen Kontinentaleuropas. Als Patrick Leigh Fermor an einem trüben Dezembertag des Jahres 1933 zu einer Wanderung durch Mittel- und Osteuropa nach Konstantinopel - heute: Istanbul- aufbricht, hat der 18-Jährige, der von allen Schulen geflogen ist, wohl eher eine Flucht als eine Bildungsreise im Sinn.

Trotz schulischer Misserfolge keineswegs ungebildet und ungeheuer wissbegierig, findet Fermor immer wieder Mentoren, die sich seiner annehmen und ihn mit Empfehlungsschreiben an befreundete Familien weiterreichen. Irgendwann vermerkt er überrascht, dass zur Abwechslung derzeit nur gute Nachrichten über ihn kursierten. Offensichtlich ist er mit Charme und einem immensen Talent für Freundschaften gesegnet. Alle, die mit ihm zu tun haben, mögen ihn - mir selbst ging es genauso. Überall findet Fermor gastfreundliche Aufnahme, man drängt ihn zum Bleiben. So zieht sich seine Reise in die Länge , insgesamt dauert sie über drei Jahre. Und in dieser Zeit hat Patrick Leigh Fermor sich selbst und seinen Lebensplan gefunden. Als er seine Reise (Teil 1: Die Zeit der Gaben; Teil 2: Zwischen Wäldern und Wasser) in den 70er Jahren aufzeichnet, ist er längst ein erfolgreicher Schriftsteller.

Fermor nimmt seine Reise, wie sie kommt, und ist offen für alles. Er reist mit Binnenschiffern auf dem Rhein, werkt mit bayerischen Holzknechten, übernachtet in Bauernhöfen, Scheunen und Obdachlosenasylen und bewegt sich dort mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie in Adels- und Bohèmekreisen. In Wien zum Beispiel muss Fermor tagelang auf eine Geldsendung warten. Im Asyl der Heilsarmee lernt er Konrad, einen friesischen Pastorensohn kennen, der aussieht wie Don Quichote und ein merkwürdig altertümliches Englisch spricht. Konrad rät ihm, seine Dienste als hausierender Porträtzeichner anzubieten. Hinreißend komisch schildert Fermor diese Episode, die im übrigen ihren Mann ernährt. Und als die erwartete Geldsendung schließlich eintrifft, stattet Fermor seinen Freund Konrad mit einer Pfundnote als Startkapital zum Einstieg ins lukrative Schmuggelgeschäft aus. Solche und ähnliche Episoden, die Schilderung seiner Reiseerlebnisse und -bekanntschaften haben mir weit besser gefallen als die essayistischen Passagen, die kulturgeschichtlichen Reflexionen und die ausführlichen Beschreibungen von Schloss- und Kirchenarchitekturen, die natürlich aus sehr lesenswert sind.

Einen großen Reiz der Lektüre macht das Zeit- und Lokalkolorit aus - und der fremde Blick auf Bekanntes, zumindest soweit es deutsche Regionen betrifft. Ein knappes Jahr nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sind die Nazis allgegenwärtig im deutschen Alltag. Fermor gibt seine jugendliche Ahnungslosigkeit zu. Auf den jungen Briten, der später als Kriegsheld von sich reden macht, wirken die Nazi-Umtriebe eher als eine groteske Variante von Folklore denn als ernstzunehmende Bedrohung.

Seit Gottfried Seumes Spaziergang von Leipzig nach Syrakus hat mich keine Wanderung mehr so fasziniert. Neben der Frische von Fermors Reisegeschichte wirkt Wolfgang Büschers Deutschlandreisebuch ziemlich blasiert und die vielen Jakobspilgerbücher eher überflüssig.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine wunderbare Wanderung 21. Dezember 2007
Von A. hofer
Format:Broschiert
"Was für ein Tag zu Verreisen", diese Worte sind der Beginn einer wunderbaren Wanderung des gerade achzehnjährigen Paddy Leigh-Fermor, mit dem ehrgeizigen Ziel Konstantinopel zu Fuß zu erreichen. Entkommen aus der Enge der englischen Oberschulen , gerade mit dem notwendigsten ausgestattet führt der Weg des "Schulversagers" durch das Mitteleuropa der dreißiger Jahre, knapp nach Hitlers Machtergreifung. Durch kleine Städte ,Felder, Wiesen und Wälder geht die Reise. Paddy Leigh-Fermor ist in der Tradition der Wanderstudenten unterwegs,er marschiertauf Landstraßen, fährt mit Flußschiffern am Rhein mit und leert einige Flaschen Schnaps mit den rauhen Gesellen an Bord. Fast überall trifft er auf überwältigende Gastfreundschaft, und auch die Kultur kommt beim literarisch hochgebildeten Fermor nie zu kurz.Für den Leser ist das Buch ein eine geistige Wanderung durch eine längst vergangenes Epoche . Manchmal läßt Paddy Leigh- Fermor zwischen den Zeilen ein wenig Wehmut über das im zweiten Weltkrieg endgültig untergegange Mitteleuropa durchblicken. Es ist Reisebericht der klassischen Art, voll mit historischen Details, ein Leseabenteuer pur, welche seine Fortsetzung im zweiten Band findet.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein klasse Buch 5. Mai 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Patrick Leigh Fermor: Kriegsheld und Bohemian, verehrt von Chatwin und Theroux.
Ich habe Fermor`s Zeit der Gaben auf einer Reise durch Österreich und die Slowakei gelesen. Sein Buch zu lesen war neben den sagenhaften Eindrücken der Gipfel der Tour. Fermor schreibt herrlich. Mal in der Form eines 18 Jährigen unerfahrenen College Boys und dann ist er wieder der weise, erfahrene Mann der einem Kultur und Landschaft auf fabelhafte weise näherbringt. Fermor besitzt einen gewaltigen Wissenskanon, so dass man sich zum Teil als Leser eines Kultur und Geschichtslexikons fühlt.
Ich verehre das Buch und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Er sollte sich übrigens nun mal beeilen da er schon über 90 ist...
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