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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einzigartige Aufnahme,
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Neben allen anderen am Markt befindlichen Gesamtaufnahmen, ist dies mit Sicherheit die Beste!Ich kann mir nichts Vergleichbares vorstellen! Auf ein dickes Libretto-Booklet kann man meines Erachtens bei einer deutschsprachigen Oper getrost verzichten. Künstlerisch - höchstes Niveau. Einziger Kritikpunkt: Leider war es Karl Böhm aus unerfindlichen Gründen nicht möglich für diese Aufnahme drei Knaben aufzutreiben - das trübt den blauen Zauberflöten-Himmel mit drei kleinen Wölkchen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Brav, aber nicht mehr erste Wahl,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
1955 wollte die Firma Decca mit der Konkurrenz von EMI und Deutscher Grammophon gleichziehen, die beide bereits sehr erfolgreiche Gesamtaufnahmen der Zauberflöte veröffentlicht hatten. Das ist nicht wirklich gelungen:Die Aufnahme unter Herbert von Karajan (EMI, Wien 1950, Dermota, Seefried, Kunz, Lipp, Weber) überzeugt bis heute durch ihre süffige Lebendigkeit, die unter Ferenc Fricsay (DGG, Berlin 1954, Haefliger, Stader, Fischer-Dieskau, Streich, Greindl) durch ihre Innenspannung und Eleganz. Karl Böhm dagegen lässt einen sehr trockenen, akademischen Mozart spielen, wenig inspiriert mit teilweise sehr langsamen Tempi. Im Gegensatz zu seiner zweiten Aufnahme (DGG, Berlin 1964) wird dies auch nicht durch überragende Einzelleistungen der Interpreten (Wunderlich, Fischer-Dieskau, Crass) ausgeglichen. Dafür ist die Qualität der Sänger ausgeglichener: Léopold Simoneau war einer der besten und elegantesten Mozarttenöre der 50er Jahre, v. a. ein überragender Ferrando und Don Ottavio. Auch sein Tamino ist musikalisch erstklassig, leidet jedoch unter seinem extrem starken Akzent. Hilde Güden dagegen ist eine charmante, mädchenhafte Pamina und damit Evelyn Lear in der zweiten Aufnahme überlegen. Walter Berry hat die Rolle des Papageno geprägt wie kaum ein anderer, hat ihn z. B. unter Klemperer und Sawallisch kernig und mit viel Humor gesungen. Hier, ganz am Anfang seiner Karriere, hat er noch nicht diese Souveränität, dieses Augenzwinkern in der Stimme, singt noch zu brav. Wilma Lipp hatte bereits fünf Jahre früher unter Karajan die Königin der Nacht gesungen, wie hier mit geradezu hysterischer Energie. Allerdings hat ihre Stimme inzwischen an Kraft etwas eingebüßt, sie klingt jünger und weniger majestätisch. Kurt Böhme schließlich singt den Sarastro musikalisch wenig differenziert - keine seiner besseren Aufnahmen. Die Nebenrollen sind gut besetzt, wobei ich allerdings schade finde, dass die drei Knaben mit Frauenstimmen besetzt sind, nicht mit echten Knabenstimmen. Schade auch, dass in dieser Ausgabe sämtliche Sprechtexte fehlen. Insgesamt also eine solide Aufnahme, die aber inzwischen von vielen besseren überholt worden ist - neben den schon erwähnten (Karajan I, Fricsay, Böhm II, Klemperer, Sawallisch) auch von beiden Solti-Einspielungen) oder auch Östman. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nostalgisch schön!,
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Diese Aufnahme der "Zauberflöte" aus dem Jahr 1954 zählt trotz kleiner Einschränkungen für mich zu den schönsten.Karl Böhm leitet die Wiener Philharmoniker mit eher langsamen, getragenen Tempi, unaufdringlich und elegant durch die Partitur. Leider ist das Klangbild durch die damalige Tontechnik ein wenig dumpf und trocken, so dass der wunderbare Farbenreichtum des Orchesters nicht ganz optimal zur Geltung kommt. Da auch die Dialoge fehlen, wirkt die ganze Aufnahme etwas konzertant. Für mich persönlich ist das allerdings nicht schlimm, da die Dialoge auf Platten oft furchtbar gesprochen werden, und dann sind mir keine auf jeden Fall lieber als schlechte. Bei der vorliegenden Einspielung wären sie allerdings sicher vorzüglich gelungen, da es sich doch fast ausschließlich um Größen des Wiener Mozart-Ensembles handelt, die in ihren Rollen viel Bühnerfahrung mitbrachten. Leopold Simoneau besaß eine wunderbare lyrische Tenorstimme, und er singt den Tamino sensibel und mit viel Eleganz. Hilde Güden gestaltet die für mich schönste Pamina aller Aufnahmen, warm und rein im Ton, nobel phrasiert, voller menschlicher Größe. Walter Berrys Papageno, sein erster auf Platte, verzichtet auf alberne Outrage, sein Vogelfänger ist fröhlich, gefühlvoll und einfach schön gesungen. Kurt Böhmes sonorer Bass erfüllt die Rolle des Sarastros mit Wärme und Würde, ein reifer Oberpriester, der durch Stimmgewalt Respekt gebietet. Vor allem die drei Damen sind auch positiv zu erwähnen: Judith Hellwig führt mit heller jugendlich-dramatischer Stimme das Terzett an, zu dem auch die blutjunge Christa Ludwig und Hilde Rössl-Majdan gehören. Eine ausgesprochen stimmige Mischung. Nicht ganz ideal empfinde ich Wilma Lipps Königin der Nacht, die gut gesungen ist, aber für meinen Geschmack eine etwas zu leichte Stimme hat. Diese Königin ist mir zu soubrettig und nicht dramatisch genug, was aber Geschmackssache ist. Auch die drei Knaben sind mit jungen Damen besetzt, was damals Tradition hatte und auf jeden Fall die bessere Variante ist, als wenn man dafür drei Kinder verwendet, die stimmlich zu schwach sind. Eine Aufnahme aus einer vergangenen Epoche, schön und gediegen, immer wieder ein Genuss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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