Das Erscheinen dieser Zauberflöte trifft ungefähr mit der Aufnahme von Karl Böhm zusammen, nur sind die Besetzungen anders - hier singt die herrliche Kms. Irmgard Seefried eine frauliche und gescheite Pamina, Anton Dermota war jahrzehntelang in Wien "der Tamino", und Erich Kunz, bei dessen Papageno das Sprichwort gilt: "Eulen nach Athen zu tragen" - meiner Meinung der beste Papageno bis in die 70er Jahre, Kms. Hermann Prey meinte einmal, man müsse bei dieser Partie in Wien, sich das Publikum erst "erkunzen". Wilma Lipp ist auch hier eine wirklich sternflammende Königin, aus der später eine frauliche und lange Jahre innige Pamina wurde, Emmy Loose singt auch hier die Papagena, wie immer gut, denn auch diese Partie wird oft unterbewertet, in gesanglicher Hinsicht - und Sena Jurinac als Erste Dame (bei ihr merkt man nicht, wie schwer diese, oft als klein angesehene Partie wirklich ist), Der Sprecher von George London unheimlich souverän und auch der Sarastro von Ludwig Weber ist gut bei Stimme, nur ein Haken - Gesamtaufnahmen sind sie nicht, weder die von Dr. Böhm als auch die von H.v.Karajan nicht, weil die Dialoge fehlen, bei dem Erscheinen dieser Aufnahme waren 19 Platten angeboten, also noch 78er Geschwindigkeit als LP. Leider singen bei beiden Aufnahmen nicht die Wiener Sängerknaben die 3 Knaben, was bei der Schallplatte gut geht, und auch in Wien - bis heute - gemacht wird. Aber als Ganzes ist dies Zauberflöte nur zu empfehlen, kein Dialog ist besser als ein schlechter Dialog. Also schnell zugreifen