Dieses Buch ist ein guter und leicht zu lesender Roman. Das Lesen im Großen und Ganzen geht leicht von der Hand und macht nach kurzer Zeit wirklich Spaß. Doch warum gebe ich keine 5 Sterne? Das hat folgende Gründe:
1. Es gibt diverse Stellen im Buch, die schwer zu lesen sind. Das liegt vor allem daran, dass der Autor einige schriftliche Stilmittel benutzt, die den Lesefluss zeitweise eher beeinträchtigen und man muss die Stelle mehrfach lesen um zu verstehen, was er genau ausdrücken möchte. Dies geht einher mit Punkt 2...
2. Die elfische Sprache. Der Autor macht sehr häufig Gebrauch von Wörtern der elfischen Sprache. Diese werden aber leider nur selten direkt im Text erklärt. Im Anhang befindet sich zwar ein umfangreiches Wörterbuch, doch bei der Dichte an Wörtern macht es keinen Spaß ständig nach hinten zu blättern. Gleiches gilt übrighends für die Kapiteltitel, die komplett in "elfisch" gehalten sind. Ich habe auch keinen einzigen nachgeschlagen.
3. Die Welt. Ob die Welt nun geklaut bei Autor A oder B ist sei mal dahin gestellt, sie ist in sich stimmig und nachvollziehbar. Auch hier sind die Namen der Orte des Geschehens, abgesehen von einigen Menschenstädten oder Ork-Dörfern, sehr "elfisch". Das ist allerdings nicht weiter schlimm, da es sich gut in die Geschichte einfügt. Problemetisch ist nur, dass die mitgelieferte Karte, welche gleich 3x zur Verfügung steht (je 1x vorne und hinten im Umschlag und 1x im Anhang), unheimlich unübersichtlich ist. Sie ist zwar schön gezeichnet, allerdings sind einige Orte schwer zu lesen (Schrift undeutlich) und sie zeigt nicht alles, was in der Geschichte vorkommt. Dennoch bekommt man einen Überblick über die Welt und weiß in etwa, wo welche Szene spielt.
Diese drei Punkte kosten dem Buch den 5. Stern. Aber gerade die elfische Sprache und die nur ausreichende Karte sind Dinge, die man hätte verhindern können.
Im Großen und Ganzen ist die Geschichte aber in sich stimmig, macht Spaß zu lesen und überrascht ab und zu sogar mal mit eher unerwarteten Wendungen, auch wenn man sich einige Elemente schon nach den ersten Kapiteln denken kann, die erst gegen Ende aufgelöst werden.
In den negativen Rezensionen hier liest man oft Vergleiche mit den X-Men oder ähnlichem. Durchaus merkt man, dass vieles in diesem Buch mehr oder weniger "geklaut" ist, aber heutzutage gibt es bereits so viele Fantasy Bücher, Filme und Spiele, da ist es ziemlich schwer etwas zu verwenden, dass nicht "geklaut" ist. Der Vergleich mit den X-Men rührt daher, dass die Zauberer eine spezielle Fähigkeit haben und nur einige wenige "Standardfähigkeiten" in ihrer Ausbildung lernen. Die Fähigkeiten sind aber längst nicht so futuristisch wie bei den X-Men und ich finde den Ansatz auch deutlich interessanter als die übliche "jeder-kann-alles-lernen"-Magie bei der alle Zauberer am Ende eierlegende Wollmilchsäue werden. Von daher, für mich persönlich, definitiv eher ein positiver Aspekt als ein anegativer.