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Die Zarin
 
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Die Zarin [Taschenbuch]

Ellen Alpsten
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 669 Seiten
  • Verlag: Heyne (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453878078
  • ISBN-13: 978-3453878075
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.661 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ellen Alpsten
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Alpsten baut nie abreißende Spannung auf.« (AUGSBURGER ALLGEMEINE )

Kurzbeschreibung

Sie folgt Peter dem Großen auf seinen zahllosen Kriegszügen, bringt ihm ein gutes Dutzend Kinder zur Welt und muss erdulden, dass die meisten wieder sterben. Sie kämpft um Peter, sie liebt ihn, sie betrügt ihn – Zarina Katharina I. ist eine Frau von außergewöhnlicher Kraft.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ellen Alpsten wuchs in Kenia und Deutschland auf, das vorliegende Buch ist ihr Romandebüt.
Das Leben der Zarin Katharina I., der Frau Peter des Großen, zeichnet sie farbenprächtig nach - von der Kindheit als deutschstämmige Leibeigene, über die Flucht aus dem Haus des Besitzers, an den sie von ihren Eltern verkauft wird, eine Ehe, bis sie Zar Peter kennenlernt, mit dem sie viele Jahre verbunden bleibt.
Zu Anfang des Buches erschien mir Vieles als zu zwanghaft herbeigeführt, zu märchenhaft.

Für mich wurde das Buch richtig packend, seit Martha (den Namen Katharina gab ihr erst Peter) die Geliebte Peter I. wurde, Mutter seiner Kinder, spätere Ehefrau und Zarin.
Sie bringt 12 Kinder zur Welt, nur 2 davon erreichen das Erwachsenenalter.
Das Leben am Hof wird eindrucksvoll geschildert - Trinkgelage, wilde Feiern, aber auch die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung Russlands.
Peter I. war weder treu noch gerecht, er konnte unerträglich grausam sein zu Feinden oder Menschen, die er für Feinde hielt. Aber auch seine Anhänglichkeit an Freunde wird gezeigt, seine oft kindische Ausgelassenheit und sein Streben, aus Russland ein modernes Land zu machen. Katharina ist der menschliche-herzliche Gegenpol, sie wird oft gedemütigt durch offen ausgetragene Liebschaften Peters.
300 Jahre liegen zwischen dem Leben Katharinas und dem unsrigen, aber auch heute vermögen die geschilderten Ereignisse, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
Allen, die gern spannend geschriebene, historische Bücher mögen, sei dieser Roman heiß empfohlen.

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine Seele am Zarenhof 23. März 2007
Format:Taschenbuch
Wenn Russland etwas im Überfluss hatte (und hat), dann sind es Menschen. Sie lebten in Leibeigenschaft, nur dem Willen und der Gnade des allmächtigen Zaren untergeordnet. So wurde auch Martha geboren, als Kind eines Deutschen Bauern im livländischen Baltikum, nahe Marienburg.

Für ein paar Silberlinge an einen reichen Kaufmann verscherbelt, findet sich Martha mit ihrem Leben als Dienstmagd und erzwungene Bettgenossin ab, bis sie sich aus diesen Klauen befreien kann und in Marienburg ein neues Leben beginnt. Verheiratet mit einem schwedischen Dragoner, gerät sie mitten in die Scharmützel der russischen Truppen, die Marienburg im Grossen Nordischen Krieg erobern. Sie wird von Oberst Scheremetjew gerettet, an Fürst Menschikow weitergegeben, wo sie schließlich das Interesse des Zaren aller Russen, Peter I erregt, der sie in sein Zelt holt, zu seiner Geliebten macht, und schließlich auch zu seiner Zarin und Kaiserin aller Russen.

Ein rasanter Aufstieg, den man ins Reich der Tellerwäscher verbannen müsste, wäre er nicht wahr.

Peter I war ein Kind seiner Zeit und Machiavelli hätte seine Freude an ihm gehabt. Sein Leben war bestimmt vom Großen Nordischen Krieg zwischen Russland und Schweden um die Besitzungen in Finnland, Karelien und dem Baltikum. Nebenbei fand er Zeit für umfangreiche Neuerungen im Reich. Bildung lag ihm am Herzen, er scheiterte jedoch an der Größe seines Reiches und an der Festhaltung der Leibeigenschaft.

Immerhin verwirklichte er seinen Traum von einer eigenen Stadt: Sankt Petersburg. Um den Höfen in Paris und Wien nachzueifern und endlich als gleichberechtigt in Europa angesehen zu werden, baut er sich sein persönliches Versailles am Ufer der Newa. Hunderttausende von Zwangsarbeitern wurden in ganz Russland rekrutiert, die unter entsetzlichen Bedingungen dem Sumpf und Marschland Sankt Petersburg entrissen.

Sankt Petersburg war die europäischste Stadt Russlands. Ihre Paläste der Fürsten, Prinzen und Offiziere waren an Prunk kaum vorstellbar. Riesige Vermögen wurden ausgegeben um bacchantische Fress- und Sauforgien zu feiern während die Leibeigenen (die Seelen) Steuern auf alles zu entrichten hatten, sich zu Tode schufteten, bei Dürre und Kälte wie die Fliegen starben. So war es immer und so würde es immer sein. Niemand wagte das in Frage zu stellen.

Peters Widerspruch zwischen seinem Bildungshunger, seinen modernen Ansichten und Ideen, seinem Freigeist und seiner Brutalität, seiner Inkonsequenz, Maßlosigkeit und sexuellen Gier war einzigartig.

Die Sitten am Zarenhof waren rau. Sehr rau. Abstoßende Tischgebaren, lächerliche Kostümierung und Clownsschminke der Frauen - darüber lachte man an Europas Höfen am meisten. Am besten wurde das festgemacht am Besuch Peters und Katharinas beim preußischen Soldatenkönig in Berlin, wo das leider nicht mehr existente Schloss Monbijou völlig demoliert zurückgelassen wurde. Bezeichnenderweise hat es den russischen Beschuss im zweiten Weltkrieg nicht überstanden. Als Gastgeschenk nahmen Peter und Katharina das berüchtigte Bernsteinzimmer mit nach Sankt Petersburg, wo es im Katharinenpalais eingebaut wurde.

Martha, die nach ihrer Konvertierung zum orthodoxen Glauben nun Katharina Alexejewna hieß, gebar dem Zaren zwölf Kinder; die Söhne, allesamt schwächlich, starben noch im Kinderbett, nur zwei Töchter überlebten. Von jedermann geliebt und respektiert, bewahrt sich die einstige "Seele" ihr schlichtes Gemüt, lernt weder lesen noch schreiben, begleitet Peter aber stets bei seinen Feldzügen, kümmert sich um die Verwundeten, trinkt selbst Peter unter den Tisch und weiß sich ihre Buhlerinnen vom Leibe zu halten. Trotz ihrer niederen Herkunft, bleibt sie am überreichen Tische des Zarenhofes gefangen, wohl erkennend, das ein einziger, taubeneigroßer Stein ihrer unzähligen Geschmeide das Leben von 1000 Seelen hätte bezahlen können, schafft es aber nicht, einen konsequenteren Weg zu gehen, noch die Zusammenhänge zu erkennen.

Ellen Alpsten hat ein grandioses Zeitgemälde erschaffen, durch das ich mich gerne gewühlt habe. Ein paar Lücken taten sich zwar auf, weil wohl nicht alles im Leben der Katharina historisch belegt und nachvollziehbar ist, was dem Roman keinen Abbruch tut. Jeder Satz ist treffend platziert. Jede Szene lebt. Ich fühlte mich 100prozentig wahlweise nach Sankt Petersburg oder Moskau versetzt, ins Feldlager auf dem persischen Feldzug oder ins brennende Marienburg.

"Die Zarin" ist ein kleines Meisterwerk und stilistisch ausgezeichnet geschrieben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mitreissend, fesselnd 6. September 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ellen Alpsten macht es unmoeglich, sich der Welt Marthas zu entziehen.
Schon nach den ersten Seiten blieb mir nichts anderes uebrig, als weiter zu lesen.
Martha gibt trotz ihrer schlechten Ausgangsposition nie auf, erlebt schreckliches, liebt innig und erreicht unglaubliches. Mitreissend, fesselnd, sehr zu empfehlen.
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Imposantes Zeitgemälde
Die Zarin ist ein großartiger historischer Roman mit einer faszinierenden Frauengestalt. Mit der ersten Seite bin ich in das Leben der Martha eingetaucht und mit der letzten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2008 von K. Osterhausen
Ein bißchen viel des Guten - für lüsterne Laien
Dieser Roman - auf dem Klappentext als "Epos" beschrieben - hat zumindest in dieser deutschen Übersetzung mehrere Schwächen: konzeptionell bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2008 von Christina Gerstäcker
Geschichte vom Feinsten
Ich möchte mich den bisherigen Top-Bewertungen anschließen und nur kurz meine Eindrücke zusammenfassen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2007 von Schäferchen
From servant maid to Empress - the extraodinary story of Catherine I...
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Veröffentlicht am 25. August 2007 von Amelrode
Historischer Schmöker.......
.....mit wahrem Hintergrund. Die Geschichte des Bauernmädchens Martha, die zu Katharina der Großen, Zarin von Russland, wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. September 2006 von K. H.
Hervorragendes, jedoch anspruchsvoll zu lesen!
Ein hervorragendes Buch. Als ich die ersten 10 Seiten las, war ich ersteinmal verwirrt, bis ich erkannt habe, dass es ein Ausschnit ist, der kurz vor Zar Peters Tod ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2006 von L.M.
Vom Aufstieg einer Bauerntochter
Aus der einfachen Bauerntochter Martha wird Katharina I. von Russland - eine nicht ganz neue Geschichte. Schon die Gebrüder Grimm erzählen uns derartiges. Lesen Sie weiter...
Am 17. November 2005 veröffentlicht
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.
Die Geschichte von Martha, Tochter eines baltischen Leibeigenen, die von ganz unten, nach ganz oben kam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2005 von "latintin"
absolut ergreifend
ich habe dieses buch regelrecht verschlungen. man fühlt sich aufgrund der detailgetreuen erzählung mitten in der handlung. man riecht, man fühlt, man sieht... Lesen Sie weiter...
Am 23. Februar 2005 veröffentlicht
Beeindruckend!
Für Fans der historischen Romane für mich ein "Muss". Mit einer Sprache, so bildgewaltig, daß ich mich wie "mittendrin" fühlte, zog mich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2005 von S. Schmiedel-Steincke
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