Anders, als vielfach zu lesen ist, gehört 'Die Zahl des Tieres' zu den besten Titeln des Genres.
Der Autor stellt in einem großen Wurf seine ganz persönliche Multiversumstheorie vor. Jedes denkbare Universum existiert auch. Und dies gilt auch für die Welten, die er und andere als Autor sich ausgedacht haben. Insbesondere gilt dies auch für Bourroughs Marsromane um John Carter.
Wir werden uns sicherlich noch mit der Frage beschäftigen müssen, ob Heinlein mit dieser Vision nicht vielleicht - schlicht recht hat. Denn jede Multiversumstheorie wird sich die Frage stellen müssen, wie weit der Rahmen der Wirklichkeit denn bitteschön gespannt zu sein hat.
Doch auch ohne diesen philosophischen Exkurs handelt es sich um einen rasant geschriebenen Roman.
Die vielfache Ablehnung, die das Werk - wie viele der Alterswerke Heinleins - erfährt, dürfte sich aus drei Quellen speisen:
- Enttäuschten Liebhabern des (doch recht altbackenen) Frühwerks
- Ablehnung der ausgefeilten Charakterdarstellungen und Dialoge als nicht SF-gemäß
- keine enge Anbindung an die technizistische Schule, der er entstammt.
Fazit:
Ein Buch, daß jeder echte Liebhaber das Genres gelesen haben muß.