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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Meister - leider nicht auf dem Höhepunkt seines Könnens., 21. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zahl des Tiers. (Broschiert)
Ich weiß nicht, was mit den großen klassischen SF-Autoren los ist - da schreiben sie Jahrzehnte (wie Asimov oder Heinlein) einen tollen SF-Roman nach dem nächsten und verspüren am Ende ihres Lebens das Bedürfnis, all ihre Werke in einen Gesamtkontext zusammenzuschreiben. Da die einzelnen Geschichten aber ursprünglich nicht vor diesem Hintergrund verfaßt wurden, paßt das Ganze hinten und vorne nicht. Dieses Buch ist - obwochl immer noch ganz unterhaltsam - ein Beispiel dafür, was mit Heinleins Spätwerk nicht stimmt: Unglaublich vollgestopft mit allen möglichen Konzepten und allen noch auffindbaren Charakteren aus seinen früheren Werken wird die Geschichte zur Nabelschau und läßt dabei den Leser unbefriedigt zurück. Wie so oft bei Heinlein erscheinen die Charaktere trotz einzelner angedeuteter Schwächen geradezu überirdisch nett und einsichtig im Umgang miteinander; dazu besitzen sie jede Menge spaßige Gadgets und verborgene luxuriöse Schlupfwinkel... und was Heinleins Fixierung auf freien Geschlechtsverkehr mit allem, was sich auf zwei Beinen bewegt angeht (Familiäre Bindungen wieder mal kein Hindernis): so richtig habe ich noch nie verstanden, was das sollte. Tja, was bleibt sind einige spannende und vergnügliche Szenen (ich mochte den "Wizard of Oz-Teil"). Das Ende bleibt etwas unbefriedigend: was genau mit den bösen Buben vom Anfang passiert, weiß ich immer noch nicht; Hauptsache am Ende sind alle von Onkel Bobs Romanfiguren am Kaffeetisch versammelt und haben sich ganz lieb - der nächste Geschlechtsverkehr "jeder gegen jeden" kann nicht weit sein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Konfuses, zielloses Geschreibsel, 23. Februar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Zahl des Tiers. (Broschiert)
Ja, da hat der gute Herr Heinlein ja mal einen ganz schönen Bock geschossen. Von Anfang an bekommt der Leser den Eindruck, daß der Author nicht so recht wußte wohin seine Geschichte ihn denn nun führen sollte. Herr Heinlein erfindet in seinem feinen Büchlein eine Maschine, in der man in praktisch beliebig viele Universen reisen kann. In Nullzeit. Mit jedem beliebigen Universum ist wirklich jedes gemeint, beispielsweise eines, das in einem Buch vorkommt, indem Protagonist A neulich abends geschmökert hat. Tja, das wars dann auch. Der Rest des Buches geht dabei drauf, daß sich die Figuren über allerlei sinnloses Zeug unterhalten und nette soziale, aber völlig überflüssige Gruppenspielchen spielen. Mann, mann. Und das auf grob 750 Seiten, die ich mit allergrößter Begeisterung nach dem Lesen in den Mülleimer entsorgt habe...
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Heinlein bestes Buch, 14. August 2000
Rezension bezieht sich auf: Die Zahl des Tiers. (Broschiert)
Anders, als vielfach zu lesen ist, gehört 'Die Zahl des Tieres' zu den besten Titeln des Genres. Der Autor stellt in einem großen Wurf seine ganz persönliche Multiversumstheorie vor. Jedes denkbare Universum existiert auch. Und dies gilt auch für die Welten, die er und andere als Autor sich ausgedacht haben. Insbesondere gilt dies auch für Bourroughs Marsromane um John Carter. Wir werden uns sicherlich noch mit der Frage beschäftigen müssen, ob Heinlein mit dieser Vision nicht vielleicht - schlicht recht hat. Denn jede Multiversumstheorie wird sich die Frage stellen müssen, wie weit der Rahmen der Wirklichkeit denn bitteschön gespannt zu sein hat. Doch auch ohne diesen philosophischen Exkurs handelt es sich um einen rasant geschriebenen Roman. Die vielfache Ablehnung, die das Werk - wie viele der Alterswerke Heinleins - erfährt, dürfte sich aus drei Quellen speisen: - Enttäuschten Liebhabern des (doch recht altbackenen) Frühwerks - Ablehnung der ausgefeilten Charakterdarstellungen und Dialoge als nicht SF-gemäß - keine enge Anbindung an die technizistische Schule, der er entstammt. Fazit: Ein Buch, daß jeder echte Liebhaber das Genres gelesen haben muß.
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