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5.0 von 5 Sternen
der "Liebe" auf der Spur, 10. April 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Wurzeln der Liebe: Wie unsere wichtigsten Emotionen entstehen (Gebundene Ausgabe)
Der Autor befasst sich mit der der Physiologie der Geburt, der Bedeutung der Mutterliebe sowie den Faktoren der sexuellen Attraktivität und des Verliebtseins.
Die moderne Physiologie legt einen ganzheitlichen Blick auf die Sexualität nahe. Odent weist immer wieder auf Querverbindungen zwischen Geburt, Stillen und Sexualleben hin.
Es weist vieles darauf hin, dass es eine kurze, aber entscheidende Phase direkt nach der Geburt gibt, deren Verlauf und Gestaltung weitreichende Auswirkungen auf unsere spätere Liebesfähigkeit hat.
Die Liebe zwischen Mutter und ihrem Kind ist der Prototyp aller anderen Erscheinungsformen der Liebe (z.B. Vaterliebe, romantische Liebe, platonische Liebe, sexuelle Liebe). Dabei spielt das Hormon Oxytozin eine wesentliche Rolle. Der Autor bezeichnet dieses als das "Hormon der Liebe". Er beschreibt die verschiedenen Funktionen dieses Hormons. So zum Beispiel stimuliert Oxytozin die Kontraktionen der Gebärmutter und setzt damit die Geburt des Babys und die nachfolgende Ausstoßung der Planzenta in Gang. Außerdem löst es den sogenannten Milchejektionsreflex aus und hat auch Einfluss auf die Mutter-Kind-Beziehung.
Der Oxytozinspiegel der Mutter steigt, sobald sie die Hungersignale ihres Babys empfängt. Während das Baby trinkt, ist der Oxytozinspiegel ungefähr so hoch wie während eines Orgasmus.
Damit das komplexe hormonelle Gleichgewicht für die Geburt erreicht werden kann, muss der Verstand vollkommen "abgeschalten" sein. Der Autor spricht von der Drosselung der Neokortikalen Aktivität. Dadurch, dass sich die Gebärende vollkommen von der Außenwelt abkapselt, gerät sie in einen für die Geburt optimalen Zustand. Sprache, insbesondere vernunftbetonte Sprache, helles Licht sowie das Empfinden, beobachtet zu werden, aktiviert den Neokortex und sollte unbedingt vermieden werden.
Die Gebärende während der Wehen auf verstandesbetonten Dinge anzusprechen, sie mit grellem Licht zu umgeben, ihr das Gefühl des Beobachtetseins und der Schutzlosigkeit zu vermitteln - dies alles behindert den Geburtsverlauf.
Das Gebären setzt ein Gefühl der Sicherheit voraus, damit die Aktivität des Verstandes gedrosselt wird.
Der Rückzug in eine Intimsphäre lockert die Verhaltenszensur und -kontrolle und wirkt sich positiv auf den Geburtsverlauf aus.
Eine Geburt wird schwieriger und gefährlicher, wenn eine Frau die beständige Überwachung ihrer Körperfunktionen mitbekommt, sodass ihr Neokortex aktierviert wird.
Im Verlauf der Geburt stellen sich bei der Mutter und beim Baby zur gleichen Zeit hochspezifische hormonelle Gleichgewichte ein. Sämtliche daran beteiligte Hormone erfüllen in der ersten Stunde nach der Geburt eine ganz bestimmte Funktion, ehe sie abgebaut werden.
Bei der Geburt herrscht haben Hormone aus der Adrenalin-Familie (die oft als Aggressionshormone betrachtet werden) Einfluss darauf, wie sich die Interaktion zwischen Mutter und Baby unmittelbar nach der Geburt gestaltet. Die Spiegel dieser Hormone erreichen bei der Mutter während der allerletzten Gebärmutterkontraktionen vor der Geburt ihren Höchststand. Dies ist der Grund, warum die Frau, sobald der "Fötusejektionsreflex" einsetzt, in der Regel eine aufrechte Haltung einnimmt, voller Energie ist und den plötzlichen Drang verspürt, etwas oder jemanden zu packen. Oft hat sie auch das Bedürfnis, ein Glas Wasser zu trinken, als wäre sie eine Rednerin, die vor großes Publikum tritt. Die Adrenalinausschüttung sorgt unter anderem dafür, dass die Mutter ihrem neugeborenen Baby hellwach begegnen kann.
Mütter sind vom Blick ihres neugeborenen Babys fasziniert und verzückt. Ist die Geburt möglichst ungestört erfolgt, so ist das Baby bei der Geburt hellwach und hat weit geöffnete Pupillen. Die großen Augen sind wie ein Signal an die Mutter. Der Augenkontakt zwischen Mutter und Baby hat für den Aufbau der Mutter-Kind-Beziehung eine wichtige Funktion.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
tolles Buch, sehr interessant, 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wurzeln der Liebe: Wie unsere wichtigsten Emotionen entstehen (Gebundene Ausgabe)
Gerade für werdende Mamas, die ihr Kind zuhause oder im Geburtshaus gekommen wollen, sehr empfehlenswert. Aber auch für die Klinik Mamas, damit sie mehr Selbstvertrauen in ihre Fähigkeit ein Kind (alleine) gebähren zu können bekommen! Ihr Kind wird es Ihnen danken!
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10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Männer in der Gynäkologie..., 20. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wurzeln der Liebe: Wie unsere wichtigsten Emotionen entstehen (Gebundene Ausgabe)
Natürlich ist es lobenswert, dass Männer wie Odent die verheerenden Schäden, die männliche Kollegen in Gynäkologie und Geburtshilfe angerichtet haben, wiedergutmachen wollen. Man merkt aber auch bei ihm, dass die eigentlichen Experten eben doch nur die Frauen sein können, die selber entbunden und gestillt haben. Der absolute Gipfel der Traurigkeit ist, das Odent meint, stillende Frauen hätten keine Lust auf Sex. Die Lösung sieht er darin, dass der Mann fremdgeht. Als stillende Mutter möchte ich ihn darüber aufklären, dass es höchstens die Müdigkeit ist, die einen lustlos macht und das dem Problem schnell abgeholfen werden kann, indem die junge Mutter in ihrem Alltag unterstützt wird.
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