Aus der Amazon.de-Redaktion
Wonder Boys gehört zu der Kategorie Film, in der das Leben des Helden an einem Wochenende von mehr Wendungen und Überraschungen durcheinander gebracht wird, als es den meisten von uns im ganzen Leben passiert.
Professor Grady Tripp (Michael Douglas) ist ein alterndes Wunderkind, das in seinem Leben einen Roman zu Stande gebracht hat. Er arbeitet an einem kleinen College in Pittsburgh und kämpft mit seinem zweiten Roman, an dem er seit sieben Jahren arbeitet und der bereits mehr als zweitausend Seiten umfasst, ohne dass ein Ende in Sicht wäre. Am Morgen des literarischen Festivals des Colleges wird Grady von seiner Frau verlassen. Am gleichen Abend verkündet seine Geliebte (Frances McDormand), dass sie schwanger sei (sie ist nicht nur der Kanzler des College, sondern auch die Frau von Gradys Boss). Gradys unersättlicher Herausgeber (Robert Downey Jr.) ist ebenfalls in der Stadt. In seinem Schlepptau seine Verabredung, ein Transvestit. Er ist entschlossen, das mit Spannung erwartete neue Buch zu lesen. Dann ist da noch die attraktive Studentin (Katie Holmes), die mehr als willig zu sein scheint, Gradys Schmerz zu stillen. Und dann gibt es da noch James Leer (Toby Maguire), den sarkastischen und brillanten Studenten, der zum Katalysator von Gradys verlorenem Wochenende wird, dass einen schon bald sterbenden blinden Hund, ein gestohlenes Auto und die Jacke, die Marilyn Monroe trug, als sie Joe DiMaggio heiratete, beinhaltet.
Genug der wilden Fantasien? Das ist aber erst der Anfang, und in den Händen von Regisseur Curtis Hanson (L.A. Confidential) und Drehbuchautor Steve Kloves (Die fabelhaften Baker Boys), wird Wonder Boys Sie nach mehr lechzen lassen. Hanson und Kloves haben Michael Chabons Roman geschickt adaptiert und seine witzige und melancholische Essenz herausgearbeitet. Dadurch haben sie eine lebhafte, unsentimentale und auf eine düstere Weise komische Geschichte geschaffen.
Die Charaktere mögen nicht gerade vom Glück überschüttet sein, aber sie bemitleiden sich ganz sicher nicht selbst. Douglas spielt den passiven Haschischraucher Tripp mal trocken und sarkastisch und mal so richtig von Herzen. Allein diese Darstellung entschädigt für all die Jahre, in denen Douglas nur den Helden spielte. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, ihn mit der allen Schicksalsschlägen trotzenden McDormand zu paaren, ist brillant -- beide bringen die Komplexität und die Geschichte ihrer Beziehung mit einem einzigen Blick oder einer einzigen Bewegung auf die Leinwand. Und unter der Anleitung von Hanson ist der Rest der Besetzung in ihrer Darstellung wahrhaft außergewöhnlich: Maguire in einer bahnbrechenden Vorstellung und Downey mit einer manischen Glanzleistung.
Das Ende von Wonder Boys mag ein wenig zu glatt sein, aber nach allem, was die Charaktere durchgemacht haben, ist ein glückliches Ende eine gerechte Belohnung. --Mark Englehart
Video Jakob Kurzinhalt
Sieben Jahre sind vergangen, seitdem der etwas verschrobene Literatur-Professor Grady Tripp mit seinem Debütroman zum Star aufgestiegen ist. Sieben Jahre arbeitet er nun schon am Nachfolgewerk, doch nach 2000 Seiten steckt er im absoluten Kreativitätsloch. Aber das ist noch nicht alles: Sein ganzes Leben steckt in einer tiefen Krise. Seine Frau hat ihn verlassen (es war die dritte), die Geliebte ist schwanger, sein Schützling erschießt den Hund seines Chefs, sein Verleger will Erfolge sehen und kommt mit einem Transvestiten zum alljährlichen Literaturfest. Wie schlimm kann es noch kommen? Viel schlimmer...
VideoMarkt
Das Leben des alternden Englisch-Professors Grady Tripp ist ins Stocken geraten. Wie sein Roman, der mit Hilfe vieler Joints inzwischen über 2000 Seiten umfasst und nicht fertig werden will. Und das obwohl Grady vor Jahren für sein Debütwerk als Wunderknabe gefeiert wurde. Da verlässt ihn mitten in seiner Lethargie die dritte Frau, die Gattin seines Chefs erwartet ein Kind von ihm, und sein homosexueller Verleger will sein Manuskript. Als ihn da auch noch sein Student und genialer Literat, James Leer, in bizarre Ereignisse verstrickt, ändert sich alles...
Video.de
Regisseur Curtis Hanson, der zuletzt mit der James-Ellroy-Verfilmung "L.A. Confidential" begeisterte, begibt sich mit dieser pointenreichen Midlife-Crisis-Humoreske erstmals in Komödien-Gefilde. Dabei besticht das Werk neben seiner starken Darsteller, wie etwa dem wunderbar gegen den Strich besetzten Michael Douglas, vor allem durch seine Intelligenz, pointenreichen Dialogwitz und gemächliches Tempo. Womöglich könnte aber gerade diese unspektakuläre Aufmachung des hochgelobten Werks das breite Publikum verschrecken.
Blickpunkt: Film
Grady Tripp, Englischprofessor und ehemaliger Starautor, sitzt in der Klemme: Sein Buch wird nicht fertig, seine Frau hat ihn verlassen und die Gattin seines Chefs erwartet ein Kind von ihm. Da tritt der talentierte Student James in Tripps Leben und verstrickt ihn in bizarre Ereignisse. Pointenreiche Midlife-Crisis-Humoreske.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Scharfsinnig-seelenvolle Komödie über einen Professor in der Midlifecrisis vom Regisseur von "L.A. Confidential".
Kurzbeschreibung
Sieben Jahre sind vergangen, seitdem der etwas verschrobene Literatur-Professor Grady Tripp mit seinem Debütroman zum Star aufgestiegen ist. Sieben Jahre arbeitet er nun schon am Nachfolgewerk, doch nach 2000 Seiten steckt er im absoluten Kreativitätsloch. Aber das ist noch nicht alles: Sein ganzes Leben steckt in einer tiefen Krise. Seine Frau hat ihn verlassen (es war die dritte), die Geliebte ist schwanger, sein Schützling erschießt den Hund seines Chefs, sein Verleger will Erfolge sehen und kommt mit einem Transvestiten zum alljährlichen Literaturfest. Wie schlimm kann es noch kommen? Viel schlimmer...
Produktbeschreibungen
Ein knappes Jahrzehnt ist es her, seit der verschrobene Literatur-Professor Grady Tripp Michael Douglas seinen ersten und einzigen Roman veröffentlichte. Aber einst als Wonder Boy gefeiert, kann sich der müde Mann inzwischen nur noch wundern. Darüber, dass ihn gerade schon wieder eine Ehefrau verlassen hat - die dritte. Dass sein neues Buch immer noch nicht fertig ist - nach über 2000 Seiten Manuskript. Und dass mit James Leer Tobey Maguire einer seiner Studenten bedrohliche Anzeichen zum genialen Autoren zeigt, während mit Hannah Green Katie Holmes eine andere Schülerin bedrohliche Andeutungen zu gutem Sex macht. Eindeutig zu viele Entscheidungszwänge für einen, der die Lebenslethargie liebgewonnen und dessen Tages bester Freund tatsächlich der Joint ist. Dabei ahnt der rammdösige Mittfünfziger Grady noch nicht einmal, dass er an diesem Wochenende förmlich zum Erwachsenwerden und Wachsein gezwungen zu werden scheint, als der alljährliche Literatur-Wettbewerb "Wordfest" ansteht. Dafür werden Gradys sehr spleeniger Lektor Crabtree Robert Downey Jr. und Gradys sehr geschwängerte Geliebte Sara Frances McDormand schon sorgen...