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Moviemans Kommentar zur DVD: Ein toller Film in sehr schöner technischer Umsetzung und mit einigen hochinteressanten Extras.
Bild: Das Bild ist sehr schön geworden. Die Farben haben eine natürliche Strahlkraft, wobei der Film die volle Palette nutzt und nach der Katastrophe, wenn Hannah im Krankenhaus erwacht, eine deutlich mattere Komposition einsetzt, die ein wenig Trostlosigkeit verströmt. Die DVD kann den Wechsel vom anfänglichen Teeniefilm zur späteren Katastrophe perfekt nachvollziehen. Rauschen ist nur in minimalem Maße vorhanden und erweist sich als nicht weiter störend. Hin und wieder fallen Kompressionsblöcke im Hintergrund auf (00:55:10), doch auch diese können den Gesamteindruck kaum verzerren. Der Kontrast ist bewusst steil gesetzt und wird als Stilmittel so genutzt. Das sorgt aber natürlich für Momente, in denen helle Flächen deutlich überstrahlen (00:11:10; Brief) und dunkle mit etwas zu niedrigem Schwarzwert daherkommen (00:12:34; schwarzer Pullover vor Nacht). Die Schärfe ist auf hohem Niveau und lässt viele Einzelheiten erkennen. Die Vorlage ist sehr gut erhalten.
Ton: Der Film wartet mit zwei Tonspuren auf. Der DTS-Sound ist dabei etwas feinsinniger, was sich vor allem in den Massenszenen widerspiegelt, wenn man das Gefühl hat, noch mehr mittendrin zu stecken, indem Schreie und andere Geräusche weiträumiger aufgezogen werden und man so ein deutlich größeres Dekor hat. Die Sprachverständlichkeit ist in beiden Tonspuren exzellent. Störungen gibt es nicht, dafür jedoch auch schöne Direktionalität, die ebenfalls wieder in den Panikszenen zum Tragen kommt. Dies sind auch die Szenen, die vor allem bei den Effekten punkten können. Aber auch ansonsten sind Effekte quer über den Film verteilt gut gesetzt, wobei die zweite Hälfte von "Die Wolke" deutlich rüher daherkommt.
Extras: Das Bonusmaterial ist insgesamt gut gelungen. Am Besten gefällt der Audiokommentar des Regisseurs, der ausführlich auf den Film und seine Entstehung eingeht. Das Making Of geht nur knapp über 20 Minuten und besteht zu großen Teilen aus Allgemeinplätzen, aber ein paar gute Textbeiträge des Regisseurs und der Autorin der Vorlage gibt es schon. So erfährt man hier auch, dass die Bahnhofsszene über mehrere Tage hinweg in Belgien gedreht wurde. Das restliche Bonusprogramm ist eher zu vernachlässigen. Die B-Roll kann keine Informationen liefern, die Mini-Featurette ist auch eher überflüssig. Bleiben Textbeiträge zu den Darstellern und der Crew und der Trailer. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Vorbei die einstmals starke Anti-Atomkraftbewegung, fast völlig verschwunden die 'Atomkraft? Nein danke!'-Sticker, wie auch die Erinnerung an die Katastrophen von Harrisburg und Tschernobyl, die Regierung diskutiert gar, den geplanten Atomausstieg zu verzögern. Da ist 'Die Wolke', die Leinwandadaption von Gudrun Pausewangs 1988 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetem Roman, der richtige Film zur richtigen Zeit. Das Individuum in seinem Ausgeliefertsein steht im Mittelpunkt, nicht die Politik wie in der Vorlage. Dieser neue Ansatz sollte ein jugendliches Publikum ansprechen. Nicht zuletzt wegen Paula Kalenberg und Franz Dinda, den Darstellern der 16jährigen Hannah und ihres zwei Jahre älteren Klassenkameraden Elmar. Zwischen Stress mit Eltern, Lehrern und Matheklausuren verspüren sie dieses seltsame Kribbeln, empfinden eine Gänsehaut beim ersten Kuss. Mitten hinein in diese zärtliche Szene schrillt die Alarmsirene. Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk südöstlich von Frankfurt breitet sich eine riesige todbringende Wolke aus. Letzte Chance: ein Zug in Bad Hersfeld. Chaos, Panik, Anarchie greifen um sich. 38.000 Menschen in unmittelbarer Nähe des AKWs sterben sofort, ein paar Kilometer weiter sind Tausende kontaminiert, darunter auch Hannah, die in radioaktiven Regen gerät. Und die Politiker beschwichtigen weiter.
Georg Schnitzler erzählt die Geschichte aus Perspektive der Jugendlichen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten und denen jetzt nur noch eine kleine Zeitspanne bleibt. Mit naiver Kraft versuchen die beiden, die sich in Hamburg wiederfinden, das Schicksal auszutricksen, es gütig zu stimmen. Gegen jegliche Ratio und mit dem Mut der Verzweiflung nehmen sie den Kampf gegen die Radioaktivität auf, die ihren Körper zerfrisst und ihre Seelen verletzbar macht. Sie nutzen das Privileg der Jugend, an das Unmögliche zu glauben, sich an jeden noch so kleinen Strohhalm zu klammern. Vom anfänglich harmlos wirkenden Teenie-Movie über das Genre Katastrophenfilm schlägt Schnitzler den Bogen zum Liebesdrama, wobei es manchmal knirscht in den Übergängen. Die Stärke liegt in der beklemmenden Gegenüberstellung von turbulenten Gefühlswelten und entvölkerten Landschaften im Sonnenschein, in Andeutungen und Details. Wenn Hannah vor dem Spiegel büschelweise Haare ausfallen, sie unter der Gleichgültigkeit der anderen leidet oder am Ende leichten Flaum auf ihrem kahlen Kopf spürt und sich gegen den Wind stemmt, ist der Film emotional beim Zuschauer angekommen. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Die Bilanz der Katastrophe ist schrecklich - innerhalb kürzester Zeit sterben 38.000 Menschen, wie Hannah wurden tausende Andere ebenfalls kontaminiert. Doch so verzweifelt die Lage zu sein scheint, es gibt noch Hoffnung: Zwar wurden Elmar und Hannah auf der Flucht getrennt, doch ihr Wiedersehen nach der Katastrophe erhöht das Vertrauen in ein Leben nach dem Super- Gau...
Produktbeschreibungen
Zwischen Streit mit der Mutter, Stress mit den Lehrern und der Matheklausur kommt es endlich zum heiß ersehnten ersten Kuss mit Elmar! Aber in genau dem Moment, in dem alles perfekt scheint, bricht das Chaos über sie herein: die Alarmsirene schrillt und Elmar erkennt als einziger, dass es sich dabei um einen ABC-Alarm handelt. Auf die Nachricht, dass sich in dem nicht einmal hundert Kilometer entfernten Atomkraftwerk ein Störfall ereignet hat, reagieren alle panisch. Auf eine Situation wie diese war niemand vorbereitet, es gibt keinen Katastrophenplan und die riesige, radioaktive Wolke treibt auf Schlitz zu. Die Menschen versuchen zu fliehen, Hannah holt als erstes Uli von der Grundschule ab und verschanzt sich mit ihm im Haus. Elmar hat ihr noch während des tumultartigen Aufbruchs vor der Schule zugerufen, sie mit dem Auto zu Hause abzuholen, doch zunächst warten die Geschwister auf ihre Mutter, oder zumindest einen Anruf. Als Paula sich bei den beiden meldet, wird die Leitung nach kürzester Zeit unterbrochen, Hannah und Uli sind nun völlig auf