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Die Wohlgesinnten: Roman Gebundene Ausgabe – 23. Februar 2008


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1392 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag (23. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827007380
  • ISBN-13: 978-3827007384
  • Originaltitel: Les Bienveillantes
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 6,1 x 21,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (117 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 180.689 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Seit Goldhagens Hitlers willige Vollstrecker hat kein Buch, das sich mit dem Holocaust beschäftigt, für so viel Aufsehen gesorgt wie Jonathan Littells Die Wohlgesinnten. Hymnischer Beifall begleiten das Erscheinen des Werks in Deutschland ebenso wie vernichtende Fundamentalkritik.

Weswegen sich die Gemüter so erhitzen? Littell verfasst diesen Roman über den deutschen Vernichtungsfeldzug in Osteuropa aus der Sicht eines Täters. Es ist der zynische Jurist Dr. Max Aue, der als Mitglied des Sicherheitsdienstes und SS-Offizier unmittelbar an den schlimmsten Verbrechen des Nationalsozialismus beteiligt ist. Zudem verwebt Littell in seinem ersten Roman aufs Engste Fakten und Fiktion. Die einen erheben ihn dafür zum künftigen Träger der kollektiven Erinnerung an den Holocaust, die anderen werfen ihm eine irrwitzige Geschichtsfälschung, ja eine Glorifizierung des Nationalsozialismus vor.

"Ihr Menschenbrüder, lasst mich euch erzählen, wie es gewesen ist." So beginnt der Prolog ("Toccata") des Autors, der zugleich den Anspruch des Werkes definiert - bereits mit diesem ersten Satz hat sich Littell den Vorwurf der Hybris strenger Kritiker eingehandelt hat. "Es", so rechnet der Erzähler vor, das sind 18.722 Tote, die von Juni 1941 bis Mai 1945 Tag für Tag starben - jede 4,6 Sekunden ein Toter: "eine gute Meditationsübung". Als "Erinnerungsfabrik" bezeichnet sich der Erzähler selbst, und man ist geneigt, ihm Recht geben, angesichts der fast 1.400 folgenden Seiten. Er beteuert, dass die Aufzeichnungen "frei von jeglicher Reue sein werden...Ich habe meine Arbeit getan, mehr nicht" - ein zweiter Schlag in die Magengrube einiger Kritiker, versprach doch der Autor im Prolog gerade die Aufdeckung der Motive der Henker.

Littell breitet das beeindruckende, vor allem aber verstörende, streckenweise pornografische Panorama eines Krieges aus, der in knapp sechs Jahres Osteuropa fast vollständig zerstörte. Erzählt von einem klassisch gebildeten Offizier, der trotz aller humanistischen Wurzeln zum Mörder wurde. Einfache Unterscheidungen zwischen Gut und Böse gibt es nicht. So lesen wir neben den NS-Verbrechen auch von den Massenerschießungen durch das sowjetische Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten (NKWD), von Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung durch Ukrainer, von psychotischen Wehrmachtsoffizieren. Akribisch flicht Littell die organisatorischen Strukturen von Wehrmacht, Reichssicherheitshauptamt, KZ-Lagerverwaltungen, Befehlsketten der SS und vieles mehr in sein Epos ein. Allein diese umfassende Darstellung in einem literarischen Werk ist einzigartig.

"...ihr seid nicht besser", deklamiert schließlich der frühere SS-Offizier und spätere Spitzen-Fabrikant. Dieses Fazit, das der Autor seinem Erzähler in den Mund legt, bleibt unbefriedigend. Zwar kann der Leser das Ergebnis einer außerordentlichen Fleißarbeit über Verlauf und organisatorischen Unterbau des Ostfeldzuges im Detail nachlesen. Warum sich aber der Bildungsbürger Dr. Max Aue so leicht zu einem effizienten Rad im Getriebe der Vernichtungsmaschinerie wandeln konnte, bleibt letztlich unklar. Ob das Buch also, wie Jorge Semprún voraussagt, in 50 Jahren maßgeblich die Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust prägen wird, muss sich erst noch erweisen. -- Henrik Flor, Literaturtest

Der Verlag über das Buch

"Dieses Buch ist Stoff für die nächsten fünfzig Jahre.Wir hätten eine etwas bessere Welt, wenn jeder es lesen würde." Claus Peymann, in Lesen! ZDF -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

155 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Reuter am 5. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Was für ein Brocken! Was für ein Werk! An Kühnheit kaum zu überbieten. An Komplexität und Vielschichtigkeit beeindruckend. Ein 1400-Seiten Roman über das anspruchsvolle Thema des 2. Weltkriegs und des Holocaust. Erzählt ausgerechnet aus der Perspektive eines SS-Offiziers. Geschrieben von einem jungen französischen Juden. Obendrein ein Debütroman. Man muss schon einige Superlative versammeln, um den Roman "Die Wohlgesinnten" von Jonathan Littell zu beschreiben. Allein schon beim Durchblättern mag man in die Knie gehen: 1400 eng bedruckte Seiten im Blocksatz. Nirgendwo die Spur eines auflockernden Dialoges mit zerfransten Zeilenenden. Stattdessen eine Flut von völlig identisch aussehenden Seiten, im Anhang ein 30-Seitiger Glossar mit den Fachtermini der Deutschen Wehrmacht und eine Konkordanz der Dienstgrade der SS, der Wehrmacht und der Polizei. Nimmt man noch das Inhaltsverzeichnis hinzu, ausschließlich bestehend aus Bezeichnungen der Musik und des Tanzes wie "Courante" und "Sarabande", weiß man: dieser Mann meint es ernst.
Da werden die Literaturwissenschaftler einiges zu bearbeiten haben, wenn erst einmal das empörte Geblöck des Feuilletons verstummt ist. Denn einen Vorwurf kann man Littell sicher nicht machen: dass er es sich leicht gemacht habe und dass er bloß provozieren wolle. Oder dass er gar politisch verdächtig wäre. Dazu ist dieses Riesenwerk viel zu komplex und viel zu genau.
Denn es geht ja nicht darum - wie manche Kritiker gerne glauben machen wollen - dass mit der Erzählung der Judenvernichtung aus der Perspektive eines SS-Manns letzte Tabus fallen sollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Mueller am 13. Februar 2014
Format: Taschenbuch
Zunächst mal zu den allgemeinen Kritikpunkten: Es wurde z.B. bemängelt, dass die Figur Max Aue unglaubwürdig sei, da zu paradox, einerseits ein Intellektueller, anderseits ein überzeugter, kaltblütiger SS-Offizier. Allerdings sollte man sich dann auch fragen, ob das nicht auf sehr viele Führungsfiguren der Nazis oder auch anderer totalitärer Systeme zutreffen würde. Oder direkt gefragt: war denn ein Heydrich, ein Dr. Goebbels oder ein Göring auf ihre Weise nicht mindestens genauso “irreal“ oder genrehaft? Natürlich ist diese Figur vom Autor so hinkonstruiert worden, dass es möglich ist (möglich, nicht zwingend), sich mit ihr ein Stück weit zu identifizieren, trotz aller Perversität und Skrupellosigkeit. Mit einer realen Figur wäre das schlecht möglich gewesen. Und dass dennoch historisch so exakt und mit einem tiefen Blick in Details und Zusammenhänge geschrieben wird, hätte ich vorher gar nicht erwartet, bzw. gar nicht für möglich gehalten, in dieses faktische Grundgerüst eine fiktive, spannende Handlung einzuflechten (bis auf ganz bewusste Ausnahmen wie der Nasenbiß). Zumindest kann ich das dort sagen, wo ich z.B. über die Speer-Biographie ausreichend Hintergrundwissen zu haben meine. So wurde etwa ein Ausspruch eines Speer-Mitarbeiters beim Anblick eines Zwangsarbeiterlagers 1:1 übernommen, da es die Szene perfekt beschrieben hat. In solchen Fällen war eine dichterische Steigerung also gar nicht notwendig und ein guter Autor muss so etwas dann auch erkennen und umsetzten.

Dass das Buch anderseits von Gewalt- und Sexszenen überlagert wird, würde ich so auch nicht behaupten.
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99 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Pyrrhon am 26. März 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Roman, beim dem man sich fragt, warum der erst jetzt geschrieben wurde. Er erzählt die Geschichte des SS-Offiziers Dr. Max Aue, der nolens volens in die Verstrickungen der NS-Menschenvernichtungsmaschinerie involviert wird. Er ist beteiligt an der Judenvernichtung in der Ukraine, er entkommt knapp dem Kessel von Stalingrad und ist später Sonderbeauftragter von Himmler für die Konzentrationslager. Aus seiner Sicht erlebt man den Krieg im Osten und den Untergang des Dritten Reiches hautnah mit.
Mit tiefem Einfühlungsvermögen erzählt Littell in der Ich-Form, also aus der Sicht des SS-Mannes. Seine Beweggründe, seinen Weltanschauung, sein Antrieb, seinen Probleme mit seinem "Job". Dieser einzigartige historische Roman wird nie langweilig, im Gegenteil: ich las die gut 1300 Seiten in knapp einer Woche. Bestimmt wird er die Leser spalten: in die Moralisten, die mit erhobenem Zeigefinger vor Verharmlosung, Beschönigung oder Schleichwerbung für den Nationalsozialismus warnen werden und solchen, die sich unvermittelt fragen: wie hätte ich mich anstelle von Dr. Aue verhalten? Von Beschönigung kann keine Rede sein: die Situation bei den Judenvernichtungen ist wohl derart realistisch geschildert, dass man manchmal innehalten muss. Die Schilderungen aus Stalingrad klingen so, als wäre Littell selber dabeigewesen: man spürt Trostlosikeit, Hunger, Kälte, Verzweiflung. Gnadenlos stellt Littell die Dinge dar, wie sie eben waren, und das mit einer überaus beeindruckenden Sachkenntnis.
Littell wollte den Nationalsozialismus und den Rassenwahn aus der Sicht der Zeit und der Täter darstellen. Ohne zu werten, ohne davon etwas gutzuheißen - der Verdacht entsteht nicht. Das ist das einzigartige an diesem Roman.
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