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Die Wohlgesinnten
 
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Die Wohlgesinnten [Broschiert]

Jonathan Littell
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1 (23. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827007895
  • ISBN-13: 978-3827007896
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 182.681 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Jonathan Littell
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte, studierte in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation Aktion gegen den Hunger (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Marginalienband ist eine gute Lektüreergänzung zu Littells monumentalem Meisterwerk. Allerdings wurde das Erscheinen des Buches im Internet, wie kaum ein anderes Buch, begleitet und kommentiert. Der Verlag hat dem Buch eine eigene Webseite gewidmet (www.diewohlgesinnten.de) und die FAZ hat einen "readingroom" online, der in seinem Umfang und Gestaltung Maßstäbe setzt (http://readingroom.faz.net/littell/).

Auf diesen Webseiten findet man sowohl die Organigramme, als auch das grosse Interview, das Pierre Nora mit Littell führte. Allein dieses Interview macht die Hälfte des Marginalienbands aus. Die Webseiten bieten noch viel mehr weiterführende Informationen und Anregungen zu weiterer Lektüre. Sie sind beide sehr empfehlenswert.

Doch gerade wegen dieser ausführlichen Webseiten ist der Marginalienband eigentlich nur für Leser ohne Internet, oder für Leute, die ungern am Bildschirm lesen zu empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
erschien anläßlich der deutschen Veröffentlichung und enthält daher noch nicht die internationale Diskussion zu dem Buch. Also: ein zunächst einmal sehr französisch gepflegter Diskurs, u.a. auch in dem Interview, in dem die Fragen oft länger sind als die Antworten Littells. Der Inhalt: Zwei Briefe Littells an seine Übersetzer, vom Autor erstellte Organigramme (SS, RSHA etc), ein von Pierre Nora geführtes Interview, eine Diskussion zwischen Claude Lanzmann unjd Jürg Altwegg sowie zwei Aufsätze "Die Wohlgesinnten und die griechische Tragödie. Eine makabre Wiederaufnahme der Orestie von Aischylos" von F.Mercier-Leca und "Das Wesen des 'großen Wahnsinns' begreifen?" von J. Klein. Besonders lesenwert ist der Aufsatz Mercier-Leca's, die zahlreiche Zusammenhänge aber auch Brüche zum griechischen Mygthos herausarbeitet, die mir nachträglich das Buch Littells noch einmal in einem neuen Licht erschienen ließen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Old Fritz
Format:Broschiert
"Die wirkliche Gefahr sind die gewöhnlichen Menschen, aus denen der Staat besteht. Die wirkliche Gefahr bin ich, seid ihr."

Littell zeigt mit atemberaubender Klarheit und Schärfe, dass jeder Mensch zum staatlich sanktionierten Mörder wird, wenn die Umstände ihm Straffreiheit garantieren.
Es waren eben nicht Monster, Ungeheuer oder ungebildete Kretins, welche die Verbrechen befahlen oder ausführten. Es waren gebildete, studierte Deutsche wie Aue, die glaubten im Namen einer Ideologie Recht zu haben. Sie taten was sie taten nicht unbedingt gern oder mit Freude. Aber sie hatten den Befehl, den führten sie mit preußischer Korrektheit aus.
Das Bild des dumpfen Nazis, mit dem wir Nachgeborenen gern unser Gewissen beruhigen, stimmt nicht und hat noch nie gestimmt.
Ich glaube, noch mehr nach der Lektüre dieses Buches, dass je ferner die Erlebnisgeneration ist, desto fruchtbarer ist der Geist des "Übermenschen".
Wäre ein Krieg mit deutscher Beteiligung bis 1990 denkbar gewesen? Warum ist er es heute? Gehen wir nicht Schritt für Schritt unter dem Mantel der Humanität wieder zur Schablone des deutschen Geistes über, an dem die Welt genesen soll?

Wer dieses Buch mit wachem Verstand gelesen hat, muss sich wie erschlagen fühlen von der Wucht dieser Geschichte, fiktiv, aber als Blaupause auf unzählige Deutsche zwischen 1933 - 1945 nutzbar. Es war kein Vernichtungskrieg in deutschem Namen, es war ein Vernichtungskrieg durch Deutsche, zuallererst Deutsche. Dies schonungslos, drastisch und schmerzbereitend dargestellt zu haben, ist der große Verdienst von Jonathan Littell.
Trotzdem nur 4 von 5 Sternen. Warum? Nach meinem subjektiven Empfinden tritt das sexuelle Desaster des Helden, insbesondere im letzten Drittel des Buches, zu sehr in den Vordergrund. Für die Aussage und die Erzählweise wäre dies nicht notwendig gewesen.

Trotzdem: BRILLIANT!!!
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