Nach Lektüre sowohl des Buches als auch der Zeitung selbst fiel mir das Schlagwort der "Doppelstrategie" ein. Etwas amüsiert erfahre ich (als früherem SPD-Mitglied und Juso-Aktivist), daß das Ding noch immer gilt. Die eine Seite der Strategie scheint sich mittlerweile auf Regierungs- und Geheimdienstkreise verlagert zu haben. (Etwa, wenn man mit Polizeipräsidenten und abkommandierten Rathaus-Beamten "zivilcouragiert" den "Kampf gegen Rechts" zelebriert.) Die andere Seite, "die Straße", verlagert ihre Aktivitäten z.B. auf das Abfackeln von Druckereien, etwa die der der Jungen Freiheit oder das "gute Zureden" auf Kiosk-Besitzer und Bahnhofsbuchhandlungen, doch bitte den "demokratischen Zorn" zu beachten, der auf sie zukommen könne, wenn sie weiter die Junge Freiheit führen würden. Natürlich: Herr Braun hat selbstredend eine weiße Weste. Diese Herrschaften haben immer und zu allen Zeiten eine weiße Weste. Aber: Die JF selbst hat dankenswerter ein anderes Buch herausgegeben, aus dem zu erfahren ist, mit wem er verkehrt, mit was für Gestalten sich die alte Tante SPD mittlerweile umgibt. Auch das bei Amazon erhältlich. Nach Lektüre: Pfui Teufel. Was läßt hoffen?: Das die Junge Freiheit die einzige Zeitung in Deutschland ist, bei der die Auflage noch oben geht. Der Stern des Mainstreams geht in eine andere Richtung. Bye bye Braun,