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Die Woche mit Sara. Ein Bild aus dem Leben
 
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Die Woche mit Sara. Ein Bild aus dem Leben [Gebundene Ausgabe]

Carl J. L. Almqvist , Anne Storm
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 158 Seiten
  • Verlag: Kindler; Auflage: 3 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463404575
  • ISBN-13: 978-3463404578
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 91.538 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Carl J. L. Almqvist
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 28.05.2004
Kristina Maidt-Zinke schwärmt von einer "der hübschesten literarischen Ausgrabungen der letzten Zeit" und berichtet von ihrem Verfasser, der nie dem Verdacht entkommen konnte, einen Geldverleiher mit Arsenik vergiftet zu haben. Sollte dem so sein, meint die Rezensentin, so wäre das ein "weiteres, eindrucksvolles Beispiel dafür, dass zwischen Kunst und Moral keine Zwangsverwandtschaft besteht". Der jetzt auf deutsch vorliegende kleine Roman stammt aus dem Jahr 1839, doch auch die Schweden selbst entdeckten erst vor kurzem, dass sie mit Carl Jonas Love Almquist "einen Virtuosen des frühen Realismus" in den Reihen ihrer literarischen Ahnen haben. Die Zeitgenossen jedenfalls, zumindest die damals vorherrschenden Konservativen, hassten ihn; "Die Woche mit Sara" war ein Skandalroman ersten Ranges, weil es sein Autor, ein eigenwilliger "Systemkritiker, Reformpädagoge und Sympathisant der liberalen Opposition", gewagt hatte, eine Frauenfigur zu erschaffen, "die unternehmerisch tätig ist, ohne Begleitung reist, ihre Rechnungen selbst zahlt und ihren Lebensplan samt Kinderwunsch auf das Konzept der freien Liebe gründet" - damals, es war die Zeit der Restauration, war das "nicht nur das Produkt einer kühnen Phantasie, sondern auch eine unerhörte Provokation". Und dann ist da noch Almquist, der wunderbare Erzähler, der eine Hafenszene "mit wenigen, sicheren Strichen so lebendig skizziert, dass man glaubt, die Frische eines Stockholmer Julimorgens zu spüren". Und trotz aller narrativen Brillanz und "Diskurshaftigkeit", versichert Maidt-Zinke, komme der emotionale Gehalt nie zu kurz. Eine Entdeckung höchster Güte!

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2004
Ein kleines Meisterwerk! jubelt Felicitas von Lovenberg und ist besonders begeistert von der Protagonistin dieses "schmalen aber gewichtigen Eheverhinderungsromans". Dieser Sara ist es ihrer Meinung nach zu verdanken, dass der Roman auch anderthalb Jahrhunderte nach seinem Entstehen noch "so unmittelbar und lebendig" daherkommt. Sara gehört für sie deshalb unbedingt zu einer der bemerkenswertesten Frauengestalten der Literatur des 19. Jahrhunderts. Autor Carl Jonas Love Almquist, den die Rezensentin als Vorläufer Strindbergs bezeichnet, erzähle "in einem zügigen Plauderton" die siebentägige Reisebekanntschaft von Protagonistin Sara mit einem jungen Mann namens Albert. Besonders unterhalten fühlte sie sich immer wieder von den pointierten Bemerkungen Saras, die den jungen Albert, lesen wir, immer wieder ins Schwitzen bringen. Die Rezensentin las die Geschichte aber auch als Plädoyer für die Freiwilligkeit aller wahren Liebe. Mit anregender Deutlichkeit und vornehmer Zurückhaltung beschreibe Almquist, "wie zwei Menschen von Fremdkörpern zu Vertrauten" würden. Die Wiederentdeckung dieses "kühnen" Autors", der kühle Dialektik mit einer strahlenden, leidenschaftlichen Sprache zu verbinden wisse, hält sie für dringend geboten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung "Lesen!"

»Ein energischeres Buch über Männer und Frauen, über frei sein und trotzdem lieben zu können, habe ich lange nicht gelesen.«

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Liebe !, 9. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Woche mit Sara (Taschenbuch)
Almquist Carl Jonas Love Die Woche mit Sara rororo tb
ISBN3499239809

Dieser schwedische Autor aus dem 19. Jahrhundert ist in unserer Zeit wieder entdeckt worden; und es ist ein Vergnügen, sein Büchlein über die Liebe zu lesen!

Die Protagonistin Sara, Tochter einer gehobenen Handwerkerfamilie, trifft den Sergeanten Albert auf der Heimreise aus Stockholm auf einem Schiff.

Man kommt ins Gespräch, und es entwickelt sich ein Zwiegespräch zwischen den beiden, wie es ihres gleichen sucht.
Worum geht es? Natürlich um die Liebe!
Aber WIE darüber gesprochen wird, das ist der Reiz , der dieser kleinen Geschichte inne wohnt.

Sara nämlich vertritt zugleich emanzipatorische als auch zukunftweisende Einsichten.
Sie spricht über die Freiheit, die Sicherheit, das Vertrauen, das in der reinen Liebe herrschen soll. Daß keiner den anderen einengt, gängelt, bevormundet oder gar quält, das sind nach ihrer Meinung die Voraussetzungen für die Liebe, wie sie alleine für sie in Frage kommt.
Albert erlebt alle diese Fragen und Gedanken mit größter Überraschung und ist zugleich von ihnen bestrickt, auch von Sara in ihrer reinen, anständigen, unvoreingenommenen, sachlichen und liebenswürdigen, bestimmten Art.

Es ist ein Manifest auf die freie, unabhängige, in Toleranz und von gegenseitiger Zuneigung und Respekt gekennzeichneten Form der partnerschaftlichen Liebe, wie man sich das für alle Zeiten, früher und heute, wünschen würde!
Der Haken dabei ist, dass diese Form durchaus lebbar ist; dass sie aber da endet, wo Kinder geboren werden und damit ein Ende der Freiheit beginnt. Daß diese Form der Freiheit weiter bestehen könnte, ist sicher. Es gehört dazu aber die innere Sicherheit und Zuversicht, alle schweren und guten Zeiten zusammen zu bestehen. Diese Zuversicht, endet oft, wenn der Alltag mit allen Sorgen und Nöten Einkehr hält.
Und so wird es aus der ganz persönlichen Kindheitsgeschichte der Protagonistin auch beschrieben.

Das Buch ist in einer feinen, gepflegten Sprache geschrieben; Dank an die Übersetzerin Anne Storm!

Der Autor erntete zu seiner Zeit Ärger und Spott und musste sein Leben armselig bechließen. Galten zu seiner Zeit doch noch ganz andre Normen und Riten, als er sie beschreibt.

Umso beachtenswerter ist sein Buch, das auch für heutige Zeiten absolut aktuell ist, und manch’ einem Eheberater mit seiner Theorie über die Freiheit und Verantwortung zur Ehre gereichte!

Cl.B.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sara trug blaue Strümpfe!, 21. Mai 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Woche mit Sara. Ein Bild aus dem Leben (Gebundene Ausgabe)
Die Romanhandlung spielt in der ersten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts. Beschrieben wird die Annäherung zweier junger Menschen, während einer Reise durch Südschweden. Zwischen Sara und Albert entspinnt sich ein Dialog. Die selbstbewusste, vernunftorientierte Frau tritt ein für die wirtschaftliche Unabhängigkeit ihrer Geschlechtsgenossinnen, herbeigeführt durch freie Berufswahl, für freie Liebe und spricht sich dezidiert aus gegen die Ehe der herkömmlichen Art. Nach ihrer Beobachtung führt diese zu gegenseitiger Erniedrigung, innerem Leid und seelischen Qualen .Das könne ein Mensch, welcher wirklich liebt, niemals wollen! Der junge Mann ist irritiert, gleichwohl auch fasziniert von dem Plädoyer der Frau, in die er sich heftig verliebt hat und fasst am Ende der Reise einen kühnen Entschluss..........
Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, handelt es sich bei Carl Jonas Love Almqvist um einen sehr reformfreudigen Autoren, der aufgrund dieses Tendenz-Romans 1851 nach Amerika fliehen musste. Die Zeit war noch nicht reif für seine liberalen Vorstellungen.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch, nicht nur aufgrund seines sozialkritischen Ansatzes, sondern auch der hübschen, idyllischen Reisebeschreibung wegen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine junge Frau und ihr Plädoyer für die freie Liebe, 15. Mai 2004
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Woche mit Sara. Ein Bild aus dem Leben (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat der 44 jährige Autor Almqvist im Jahre 1839 geschrieben. Die Neuauflage ist jetzt im Kindler Verlag erschienen. Die Übersetzerin ist Anne Storm. Die Schweden waren damals empört über seine Ansichten die er zur Gleichberechtigung der Frau hatte. Er wurde aus dem Land vertrieben und ist dann ohne besondere Anerkennung in der Neuen Welt im Jahre 1866 gestorben.

Nun zu der Geschichte, die wir in diesem kleinen Besuch erzählt bekommen. Wir treffen auf eine junge Frau, Sara, die an die Liebe glaubt, nicht aber an die Ehe und die Einengung die die Ehe mit sich bringt. Sie empfindet die Ehe mehr als einen Käfig und das führt ihrer Meinung nach dann möglicherweise eines Tages dazu, dass man auch dann zusammenleben muss, wenn man sich nicht mehr sehen kann. Sie findet jeder Partner sollte frei für sich leben, jeder auf seine Weise glücklich werden. Diese Einstellung, zu der man auch heute geteilter Meinung sein kann, war etwas Unerhörtes im neunzehnten Jahrhundert.

Und dann trifft diese junge Glasmeistertochter Sara Videbeck, auf einer Schiffsreise über den schwedischen Mälarsee, den jungen Unteroffizier Albert. Er verliebt sich in sie, macht ihr den Hof. Doch zunächst zeigt die junge Frau ihm die kalte Schulter. Von einem jungen Bauernmädchen erwirbt er einen netten kleinen Ring, schenkt ihn ihr und muss erleben wie sie diesen sofort über Bord wirft. Ein Ring fesselt und das ist nichts für diese Sara. Und unser Sergeant Albert kann nur noch zuhören, eine solch erstaunliche und faszinierende Frau hat er noch nie getroffen. Und doch, bei einem Landgang kommen sie sich schließlich näher. Sie hält ihm ein Plädoyer über ihre Vorstellung der freien Liebe. Sie sagt:" Ich bin beschwingt und frei wie ein Vogel und du kannst sicher sein Albert, dass ich meine Flügel immer behalten werde. Wenn du auch fliegen kannst, ist es gut, aber wenn du bloß ein Schwätzer bist, dann sag es mir gleich auf der Stelle".

Und dann, wie gesagt man schreibt das Jahr 1839, schlägt sie ihm vor in einem ländlichen Gasthof zu übernachten. Er ist von ihr so beeindruckt, dass er sich auf ihre Vorstellungen vom freien und doch gemeinsamen Leben schließlich nach und nach einlässt. Ob das dann alles gut geht? Diese Frage lässt der Autor offen.

Es ist ein kleines, vielleicht ein bisschen altmodisches Buch, etwas verdreht möglicherweise, aber es bereitet dem Leser ein richtiges Lesevergnügen, leider nur für ein paar Stunden.

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