Die Wissenschaft bei Douglas Adams gleich in einem ganzen Buch zu besprechen, ist durchaus mutig. Denn der vor ein paar Jahren gestorbene Kultschriftsteller nahm mit seinem respektlosen Humor ja gerade auch die Wissenschaft aufs Korn. Und warum sollten literarische Scherze und Schrullen Gegenstand ausführlicher Reflexionen sein?
Alexander Pawlak, Philosoph und Physiker sowie Redakteur beim renommierten wissenschaftlichen Physik Journal, zerstreut mögliche Zweifel schnell. Zum einen lassen sich Adams Themen didaktisch instrumentalisieren, indem man mit den frechen Erzählungen spannend seriöse Naturwissenschaft verpacken und unter die Leute bringen kann; zum anderen geben sie aber auch selbst Anlässe, in den Wissenschaften herumzubohren. Einige Stichwörter sollen hier genügen: Planeten, "unendliche Unwahrscheinlichkeiten", Paralleluniversen, Supercomputer, Raumfahrt und die wichtigsten wissenschaftlichen Theorien, nämlich Quantenphysik, Relativitätstheorie und Evolutionstheorie.
Pawlak verknüpft die harten Erkenntnisse und Probleme geschickt mit Aspekten aus Adams Werk. Übrigens hatte Adams, der ein guter Freund des Evolutionsbiologen Richard Dawkins war, auch ein großes persönliches Interesse an den Wissenschaften. (Pawlak hat sogar eine Liste von populärwissenschaftlichen Sachbüchern zusammengestellt, die in einem Regal standen, als Adams vor diesem stehend ein TV-Interview gab.)
Das Buch ist amüsant geschrieben und ruft viele Erinnerungen an Lektüre-Highlights hervor; aber auch mit dem Werk von Douglas Adams weniger Vertraute werden diese Lektüre schätzen.