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4.0 von 5 Sternen
Das Lachen der Hyänen, 19. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Wilderer (Taschenbuch)
Johnny Kimathi und Frank Burkell sind Ranger im kenianischen Tsavo-Nationalpark. Sie sollen Elefanten vor gnadenlosen Wilderern schützen, die sich auf der Pirsch nach dem kostbaren Elfenbein befinden. Dabei sind Johnny und Frank nicht zimperlich: Gleich zum Anfang gibt es eine heftige Schießerei mit vielen Toten. Doch ihre eigentliche Bewährungsprobe steht ihnen noch bevor.
Die Mafia macht sich breit in Kenia. Einer ihrer Köpfe ist Al Haji, ein Mann mit guten Kontakten zu Politik und Polizei. Unter dem Deckmantel einer Import-Export-Firma vertreibt er die Stoßzähne der Elefanten in alle Welt. Das Geschäft jedoch läuft schlecht, die Ranger kommen seinen Truppen in der Savanne immer wieder in die Quere. Schnell bekommt Al Haij den Druck seiner ausländischen Auftraggeber zu spüren.
Sie setzen ihm Ricardo vor die Nase, einen flüchtigen Mörder aus Miami, der zudem recht neugierig ist. Ricardo findet heraus, dass Al Haji noch in andere, schmutzige Geschäfte verstrickt ist. Und Ricardo wird klar: Die Ranger müssen einen Denkzettel bekommen.
Schnörkellos erzählt Meja Mwangi seine Geschichte. Gekonnt verkettet er seine beiden Erzählstränge - zum einen Al Haijs Verbrechen, zum anderen den Kampf von Johnny und Frank - zu einem spannenden Roman. Obwohl es um Mafia, Schmuggel und Schutzgelderpressung geht, ist „Die Wilderer" kein Krimi im klassischen Sinn, wohl aber eine Geschichte über kriminelle Machenschaften und organisiertes Verbrechen in Kenia.
Erschreckend ist seine oftmals nüchterne Beschreibung der alltäglichen Gewalt: Wilderer werden erschossen, Erpresserbanden plündern und brandschatzen Geschäfte, wenn die fällige Rate nicht gezahlt wird. Das Gesetz, die Polizei - es gibt sie nur am Rande. Auge um Auge, Zahn um Zahn - was bei den Tieren in der Savanne gilt, scheint auch für die Menschen zu gelten. „Ich will ihnen eine Dosis ihrer eigenen Medizin verpassen. Einen Hauch von Terror." sagt Johnny am Ende des Buches. Eine Aussage, die man als Leser beklemmenderweise nicht nur versteht, sondern unterstützt. Ein beunruhigendes Buch, das die Sinne schärft für das Leben in einem Land, in dem das organisierte Verbrechen herrscht und in dem die Hyänen sich lachend über die Kadaver stürzen.
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5.0 von 5 Sternen
Wilderer und andere Verbrecher, 9. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Wilderer (Taschenbuch)
Meja Mwangi, ein Kenianer, zeigt in "Die Wilderer" (metroUT 218 - "The Bushtrackers", 1979) was für ein hervorragender Erzähler er ist. Thema sind die Wilderer im Tsavo-Nationalpark und das Vordringen des Verbrechens in Kenia. Die beiden Nationalpark-Ranger John Kimathi und Frank Burkell versuchen die dortigen Tiere - insbesonders jedoch Elefanten und Nashörner - vor Wilderern zu schützen. Dieswe treten jedoch immer besser organisiert und mit immer besseren Waffen ausgestattet auf. John Kimathi ersucht um Entlassung aus der Rangertruppe, um das Verhältnis zu seiner Frau nicht mit dem gefährliche und zeitintensiven Rangerdasein zu belasten. Er übernimmt von seinem Onkel ein kleines Geschäft in Nairobi und muß bald schmerzlich feststellen, daß in Nairobi Schutzgelderpresser am Werk sind. Mit seinem zu Hilfe gerufenen Freund und Ex-Kollegen Frank Burkell nimmt er den Kampf auf. Über die brutalen Verbrecher finden sie den Weg zu den Hintermännern sowohl was den Schmuggel mit Elfenbein als auch die Schutzgelderpressung betrifft und müssen feststellen, daß das organisierte Verbrechen sich in Kenia bereits etabliert hat. "Die Wilderer" sind ein exzellenter Roman eines Kenners der afrikanischen Verhältnisse. Es ist zu hoffen, daß - nachdem John Kimathi wieder in den Dienst der Nationalpark-Ranger eintritt - vom Unionverlag vielleicht noch andere Bücher vonn Meja Mwangi mit den beiden Nationalpark-Rangern in deutscher Sprache veröffentlicht werden.
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5.0 von 5 Sternen
Die Wilderer, 13. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Wilderer (Taschenbuch)
Meja Mwangis Roman "Die Wilderer" beschreibt den aussichtslos erscheinenden Kampf zweier Ranger, Kimathi und Burkell, gegen die organisierte Wilderei in Kenia.
Im Verlauf ihrer Bemühungen stoßen sie immer tiefer in den Sumpf der diversen kriminelllen Machenschaften der Hintermänner vor, denen es an internationalen Kontakten nicht mangelt! Drogenhandel, Korruption und Schutzgelderpressung sind nur einige Beispiele dafür.
Selbst ein versuchter Ausstieg Kimathis aus dem immer lebensgefährlicher werdenden Beruf macht ihr Leben vor den organisierten Kriminellen nicht sicherer, die auch vor Mord und Vergewaltigung - Kimathi verliert dadurch seinen Onkel und seine junge Ehefrau - nicht zurückschrecken!
Aus dieser Situation heraus beginnen sie schließlich den bedingungslosen Kampf gegen diese organisierten Banden, der ihnen auch einen Erfolg bringt.
Keinen endgültigen zwar, das wäre in Anbetracht der Globalisierung des organisierten Verbrechens wohl utopisch. Aber was zählt ist, daß sie es den internationalen Banden so schwer wie möglich machen und ihnen möglichst viele Verluste beibringen, sodaß die Kontrolle über sie nicht endgültig verloren wird.
Denn dann ist auch ein Teilsieg ein Sieg!!!
Fazit: Sehr aktuell und unbedingt empfehlenswert!
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