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Lange war es ruhig um die Bananafishbones. Zur Erinnerung: Das Trio aus Bad Tölz wurde über Nacht berühmt durch Come To Sin, welches Anfang 1998 als Titelsong für einen im Kino sowie Fernsehen ausgestrahlten C & A-Werbespot lief und wenig später die Charts enterte. Danach verblasste zunehmend ihr Stern, der so schnell aufgestiegen war. Schade, denn die 1994 gegründete und nach einem Cure-Song benannte Gruppe ist keine Retortenband, sondern setzt sich aus versierten Musikern mit einer Vorliebe für handgemachte Klänge zusammen. Das stellen sie, die unter anderem 1995 für Easy Day und 2002 für Auf Herz und Nieren die Filmmusik beigesteuert hatten, einmal mehr mit diesem Soundtrack unter Beweis. Auffällig: die Bananafishbones singen, abgesehen von dem aus ihrem Album 36 qm (2004) ausgekoppelten Stück Snowflakes, diesmal durchwegs in Deutsch! Dabei greifen sie in den Texten den Inhalt des Filmes auf. Dort kämpfen junge Fußballer gegen den coolen Gonzo, der ihnen ihre beste Mittelfeldfrau wegschnappt. Stilistisch verpacken die Bones das Ganze in abwechslungsreiche Musik mit griffigen Melodien ("Du kannst mich mal" kommt gar im psychedelischen Beatles-Sti daher!). Bisweilen werden auch Textzeilen aus den Filmdialogen in die Lieder eingebunden.
Neben zehn Bandtiteln gibt es sieben Score-Stücke, welche Bananafishbones-Sänger/-Gitarrist/-Keyboarder Peter Horn zusammen mit Andrej Melita komponiert hat. Letzterer zeichnete bereits für die Filmmusik zu 180 Grad, Planet B - Mask Under Masks, Was ist bloß mit meinen Männern los? oder Opus verantwortlich. Auch diese instrumentalen Beiträge der Zwei sind durchwegs gelungen, da die Bandbreite von akustisch über orchestral bis Trash Metal reicht und stets originelle Spannungsbögen aufweist. Alles in Allem sind die 53 Minuten 44 Sekunden durchwegs eine kurzweilige Angelegenheit. Aber das nützt nichts, wenn die Zielgruppe den Deutschrock jener älteren Herren, deren Sound so gar nichts mit dem der Anfang 2005 angesagten, deutsch singenden Jungspunde von Juli (Hit: Geile Zeit), Silbermond (Hit: Symphonie) oder Wir sind Helden (Hit: Denkmal) zu tun hat, nicht kauft. Deshalb bedarf es keiner hellseherischer Fähigkeiten, dass mit den Bananafishbones - ungeachtet ihres Könnens! - weiterhin nur ein einziger Song in Verbindung gebracht wird und sie als One-Hit-Wunder angesehen werden! -- Thomas Hammerl
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