*Seit vierundzwanzig Stunden hatte er nicht mehr geschlafen. Seine Hände zitterten vor Kälte, dennoch presste er das Fernglas fest an seine brennenden Augen. Der kleine Kreuzer mit dem rostroten Anstrich ankerte nun schon seit einer Stunde westlich der Nordergründe.
Sie hatten dort drüben etwas an einer Winsch heruntergelassen. Das straff gespannte Seil dehnte sich im Wellengang. Die Männer drüben auf dem Schiff schienen im unruhigen Wasser nach etwas zu suchen. Doch was war so interessant hier draußen ...?*
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Zum Inhalt: Unbequem, unbeugsam und äußerst aufsässig ist Björn Larsen - vor allem, wenn es um den Schutz des Wattenmeeres geht. Dort draußen, zwischen den Inseln, kreuzt seit geraumer Zeit scheinbar ziellos ein rostrot gestrichenes Schiff unter schwedischer Flagge. Larsen befürchtet Gefahren für die Umwelt, doch die Nationalparkverwaltung reagiert nicht auf seine Warnungen.
Als auf den Leiter der Behörde ein Briefbombenanschlag verübt wird und zudem Björn Larsen spurlos verschwindet, übernimmt das LKA die Ermittlungen. Und diese führen zurück in die längst vergangen geglaubten Zeiten des großen Widerstandes gegen Atomkraft und Umweltzerstörung - und bald tauchen Zweifel zur vermuteten These auf: Ist Larsen wirklich der gesuchte Attentäter? Oder ist er selber in Gefahr - und alle, die ihn kennen und unterstützen?
Unterdessen wird eine Leiche aus dem Wilhelmshavener Hafenbecken geborgen. Hauptkommissar Trevisan ist momentan nahezu auf sich alleine gestellt, denn fast die Hälfte seines Kommissariats ist krank oder im Urlaub. Zusammen mit seinen beiden verbliebenen Kollegen nimmt er die Ermittlungen auf. Und schon bald ist Trevisan überzeugt, dass sein neuer Fall Teil eines geheimnisvollen Komplotts ist.*
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Fazit: Ein weiterer, beeindruckender Kriminalroman aus der Feder von Ulrich Hefner - ebenso überzeugend wie der Vorgänger "Der Tod kommt in Schwarz-lila" (auch erschienen im Leda-Verlag).
Kennen Sie Wangerland? Nein? - Also: Koffer packen, diesen Roman einpacken und hinreisen :-)
*An der Wiege des Windes,
dort wo die Sonne das Wasser berührt,
glutrot und in vibrierender Luft,
strömen die Kraft und die Energie
mitten hinein in die durstige Seele.*
Ein großes Lob an den Autor und den Leda-Verlag für diesen Ostfriesland-Krimi -
in der Hoffnung auf würdige Fortsetzungen --
Gruß & Empfehlung -- Reinhard Busse