Uwe Sieberts Bildsprache ist gewaltig. Wenn Uwe Siebert die Steppe beschreibt, kann man den Wind regelrecht auf der Haut spüren. Und Uwe Siebert macht endlich Schluss mit weisen Drachen und freundlichen Elfen. In dieser Geschichte geht es richtig zur Sache. Wie im richtigen Leben, möchte man sagen, denn obwohl wir uns im richtigen Leben eher selten mit Schwertern in Stücke hauen, kann der aufmerksame Leser gewiss einige Parallelen zur Realität finden, die dem Buch auch eine lehrreiche Komponente verleihen. Der Held, Larkyen, ist kein Typ, der das Abenteuer sucht. Ein grausames Schicksal zwingt ihn in die Rolle des Kriegers, die auszufüllen er zu lernen hat. Was er tatsächlich lernt, ist zu werden, wer und was er ist. Seit Jahren ist mir keine Fantasy-Story mehr untergekommen, in die ich so gut eintauchen konnte. Das heroische Fantasy-Genre hat in Uwe Siebert einen neuen Meister gefunden!