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Die Wende - Wie die Renaissance begann [Gebundene Ausgabe]

Stephen Greenblatt , Klaus Binder
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

23. April 2012
Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis und dem National Book Award

Bestsellerautor Stephen Greenblatt führt uns in seinem neuen Buch an die Zeitenwende zwischen dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Renaissance. Er folgt dabei den Spuren von Lukrez' „De rerum natura” – einem antiken Text, der zu Beginn des 15. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde, das Denken der Menschen radikal veränderte und die Welt in die Moderne führte.

An einem kalten Januartag des Jahres 1417 fällt dem Humanisten Poggio Bracciolini in einem deutschen Kloster ein altes Manuskript in die Hände. Damit rettet er das letzte vorhandene Exemplar von Lukrez’ antikem Meisterwerk „De rerum natura” vor dem Vergessen, nicht ahnend, dass dieses Buch die damalige Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird. Denn der antike Text mit seinen unerhörten Gedanken über die Natur der Dinge eröffnet den Menschen des ausgehenden Mittelalters neue Horizonte, befeuert die beginnende Renaissance und bildet die Basis unserer modernen Weltsicht.

Farbenfroh und spannend beschreibt Stephen Greenblatt, wie die Verbreitung des Buches die Renaissance beeinflusste und bedeutende Künstler wie Botticelli und Shakespeare, aber auch Denker wie Giordano Bruno und Galileo Galilei prägte. Greenblatt bietet einen neuen Blick auf die Geburtsstunde der Renaissance, der zugleich zeigt, wie ein einzelnes Buch dem Lauf der Geschichte eine neue Richtung geben kann.


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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine von Greenblatt meisterhaft inszenierte Verführung.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Neidisch kann man werden, über die erzählerische Eleganz, in der einer der vielfältigsten und umstrittensten Stoffe der europäischen Philosophie- und Literaturgeschichte hier entfaltet wird.« (Süddeutsche Zeitung, 19.12.2012)

»Brillant. Eine famose Studie. Knapp 300 Seiten brillante Wissenschaftsprosa.« (Der Standard (A), 12.05.2012)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen Greenblatt ist Professor für Englische und Amerikanische Literatur und Sprache an der Harvard Universität. Als führender Theoretiker des New Historicism ist er einer der angesehensten Forscher zu Shakespeares Werk sowie zu Kultur und Literatur in der Renaissance. Greenblatt ist der Herausgeber der Norton Anthology of English Literature, Gründer und Mitherausgeber der Zeitschrift Representations sowie Autor mehrerer Bücher, darunter die hochgelobte Shakespeare-Biographie Will in der Welt (2004). Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem James Russell Lowell-Preis der Modern Language Association. Er lebt in Cambridge, Massachusetts, und in Vermont.

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86 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hier ist der Weg das Ziel 7. Mai 2012
Von Wolfgang Stroebl TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt erhielt für sein Buch "The Swerve" (im Deutschen nicht ganz entsprechend als "Die Wende" tituliert) die beiden wichtigsten Literaturpreise der USA: den Pulitzer-Preis und den National Book Award.

Wie hier schon mehrfach ausgeführt, geht es in "Die Wende" um die Wiederauffindung eines Gedichts des Titus Lucretius Carus, genannt Lucrez, im 15.Jahrhundert durch den Humanisten Poggio Bracciolini in einem deutschen Kloster. Lucrez' Werk ist der ausführliche Text "De rerum natura" ("Über die Natur der Dinge"), der in poetischen Metren eine Lebenseinstellung feiert, die sehr nahe an jener der griechisch-antiken Epikureer liegt. Im Zentrum des Lebens stehen Lust und Lebensfreude, es gibt kein Leben nach dem Tod, Gott (bzw. die Götter) interessiert sich nicht für uns. Alles in der Natur und im Universum besteht aus Atomen, die zufällig Strukturen bilden und wieder auflösen, so eben auch den Menschen.
Greenblatt versucht nachzuweisen und zu belegen, wie dieser Text nach seiner Wiederauffindung eingeschlagen hat, wie er die Lebenseinstellung und die Denkweisen der folgenden Generationen beeinflusst und verändert hat und - so meint zumindest der Autor - die Moderne begründet hat. Nun: verständlich wird Greenblatts Interesse an dem Stoff, wenn man weiß, dass der Autor der Hauptvertreter des "New Historiciscm" ist - einer literaturwissenschaftlichen Strömung, die einen Text in den Kontext zu seiner Zeit und den anderen kulturellen Hervorbringungen setzt.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von franks
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Zwar liegt es Greenblatt fern, eine Kriminalgeschichte des Christentums zu schreiben - dies hat Karl-Heinz Deschner bereits erledigt. Dennoch kommt dem Leser “Der Name der Rose” in den Sinn, wenn Greenblatt kenntnisreich von den Sitten und Gebräuchen in mittelalterlichen Klosterskriptorien schreibt.
Es ist schon Ironie der Geschichte, dass gerade dort einige antike Texte überdauert haben, u.a. auch “De rerum Natura” vom Epikur-Schüler Lukrez. Ironie der Geschichte ist auch, dass es sich bei der Hauptfigur des Buches um einen apostolischen Schreiber handelt, der seinem Sinn für antike Schönheit frönt und nach 1000 Jahren Dornröschenschlaf das Gedicht von Lukrez im 15. Jh. aus einer Klosterbibliothek nach Florenz schafft.
Es scheint mir beinahe, als wollte Greenblatt diesem Werk zu einer zweiten Wiedergeburt verhelfen, indem er seine Kernaussagen ausführlich und gut verständlich darstellt, es gleichsam aus dem Dunstkreis von Altphilologen zu befreien versucht. Geschichtlichen Kontext zu erweitern und begreifbar zu machen, liegt Greenblatt unverkennbar am Herzen:
Er zieht den Bogen vom öffentlichen Leben Roms v.u.Z. mit seinen öffentlichen Bibliotheken über die karolingischen Minuskeln aus der Zeit Karls des Großen bis ins Jahrhundert des Konstanzer Konzils, einer geradezu irrwitzigen Großveranstaltung von Fürsten und Päpsten des ausgehenden Mittelalters. Spätestens an dieser Stelle musste ich wieder an Deschner denken, in dessen Werk diese Großveranstaltung der Weltgeschichte ebenfalls deutlich zur Sprache kommt.
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55 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiederentdeckung von Lukrez und Epikur 23. April 2012
Von Caliban TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses gut geschriebene Buch hat in den Vereinigten Staaten das Werk von Lukrez "De rerum natura" De rerum natura /Welt aus Atomen: Lat. /Dt. in breiten Kreisen sehr populär gemacht. Lukrez führt darin vor allem die Philosophie des Epikur in sehr kunstvoller Weise aus. So erklärt sich auch der englische Titel "Swerve", der eine englische Übersetzung des zentralen Begriffs der Lehren Epikur darstellt, des clinamen (Ablenkung): Nach Epikur müssen nämlich sämtliche Atome im All der gleichen Fließrichtung (von "oben nach unten") folgen und könnten sich nie zu Materie zusammenfinden, wenn sie nicht durch einen Zufall von ihrer Bahn abgelenkt würden und aufeinanderprallten. Dieser Zufall ist für Epiker und Lukrez bekanntlich die naturwissenschaftliche Grundlage menschlicher Freiheit. Das vorliegende Buch erzählt sehr anschaulich, wie der Autor selbst als Student durch eine Billigausgabe auf Lukrez aufmerksam wurde, wie aber auch der Humanist Poggio im 15. Jahrhundert eine der letzten erhaltenen Lukrezmanuskripte in einer klösterlichen Bibliothek in Deutschland aufspürte, herausgab und sogleich lesen konnte. Jeder Lateinschüler mit fortgerücktem Wissen weiß gerade letzteres zu schätzen; denn "de rerum natura" zählt zu den schwierigsten Texten überhaupt.
Im vorliegenden Werk wird dann die Buchkultur der Antike, aber auch des Humanismus spannend dargestellt. In einem Kapitel erläutert der Verfasser schließlich die Lehre Epikurs aus der Sicht des Lukrez.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Thema verfehlt
Nachdem ich schon einige Bücher über die Renaissance gelesen hatte, hatte ich mich auf die Lektüre dieses Buches gefreut. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dirk Fuisting veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein interessantes Buch, nicht mehr und nicht weniger...
Eines ist sicher - der Autor ist von der Materie, über die er schreibt, begeistert. Und sie ist auch interessant, die Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit, als man -... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Bert Seyringer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen gutes Buch, grauenhafte Übersetzung
Das Buch gefällt mir sehr gut, auch wenn sich haltlose Spekulationen und Ausmalungen mit nichtssagenden Allgemeinplätzen und wohlfeilen Klischees abwechseln, ist die... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von J. Well veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannender kann man Sachbücher nicht schreiben
Spannender kann man Sachbücher nicht schreiben. Greenblatt schafft es, anhand es Schicksals eines einzigen Buches (oder besser Manuskriptes) viele ganz große Fragen der... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von C.P. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Wende
Ein sehr interessantes Buch, wirft neues Licht auf unsere dunkele Vergangenheit. Für alle zu Empfehlen die unsere Geschichte besser kennenlernen mögen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von R. Maciejewski veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Wende
Das ist ei so grandioses Buch, das jeder Humanist in seinem Bücherschrank haben sollte. Toll, das ich es sofort bei Amazon gefunden habe
Vor 5 Monaten von ullmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein spannender weiter bogen
mich hat dieses buch sehr beeindruckt. herr greenblatt schaut in alle winkel dieser zeit, versucht stränge davor und danach aufzuzeigen, zieht schlüsse und stellt auch... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von marnie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Wende - Wie die Renaissance begann
Stephen Greenblatt schreibt spannend und auf jeder Seite mitreißend das Ende des Mittelalters und den Beginn der Renaissance. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Franz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beginn der Moderne
Das Buch ist ein "Glücksgriff", da es höchst kompetent den Beginn der Moderne im Abendland schildert. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Wolfhard H. König veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Falsches Etikett
Der Klappentext verheisst etwas vom Kaliber IM NAMEN DER ROSE, doch weit gefehlt. Greenblatt, Professor für Englische und Amerikanische Literatur an der Harvard... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Uwe Ditzen veröffentlicht
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