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Die Welt ist im Kopf
 
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Die Welt ist im Kopf [Gebundene Ausgabe]

Christoph Poschenrieder
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 341 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (26. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067410
  • ISBN-13: 978-3257067415
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 234.142 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christoph Poschenrieder
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Arthur Schopenhauer hat sein Manuskript schon vor Monaten bei Verleger Brockhaus abgeliefert, doch der will "Die Welt als Wille und Vorstellung" einfach nicht wie vereinbart drucken. Erbost reist der junge Philosoph aus Weimar ab und startet eine Italienreise. Christoph Poschenrieders Debütwerk ist kein philosophischer Roman, sondern viel mehr: In "Die Welt ist im Kopf" steckt die gesamteuropäische Politik von 1818, die Österreichs reaktionärer Außenminister Fürst Metternich - mit einem starken Geheimdienst im Rücken - dominiert. Daneben gibr es die zarte Liebesgeschichte zwischen Schopenhauer und der Venezianerin Teresa. Getragen wird die Mischung aus Liebes- und Geheimdienstroman von einem angenehm ironischen Tonfall, der schon mal schärfere Züge annehmen kann. So angesichts der Posse um die geheimdienstliche Überwachung Schopenhauers, der auffällig wird, weil er einem Kutscher untersagt, sein Pferd auszupeitschen. Die absurden Konsequenzen dieser Tat führen nicht nur zur Demissionierung eines bibliophilen Geheimpolizisten, sondern auch zur Machtstabilisierung Metternichs in Europa ... (jw)

Kurzbeschreibung

Genug studiert - nun will er leben: Eine monatelange Reise führt den jungen Schopenhauer von Dresden nach Venedig, von Goethe zu Lord Byron, über schroffes Gebirge und weite Täler ins Labyrinth der Kanäle - in den Strudel der Wirklichkeit.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Schopenhauer und das winterliche Venedig. Ach herrje: Weltverdruss, Melancholie, Einzelgängertum, gar Menschenverachtung, Frauenverachtung sowieso... Das kann ja heiter werden. Wird es auch.

Christoph Poschenrieder, selbst Philosoph und Schopenhauers Werk verbunden, ist ein wunderbares Romandebüt gelungen. Lassen Sie sich nicht abschrecken: dieses Buch ist nicht erdenschwer oder gar unverständlich, setzt keine Kenntnisse über Schopenhauers Werk voraus und nimmt uns mit der Leichtigkeit eines Könners auf Schopenhauers Reise nach Italien mit, nach Venedig, wo er der Versuchung widersteht, Lord Byron, den angeschlagenen Falken, seine Aufwartung zu machen, obwohl er Goethes Empfehlungsschreiben nah am Herzen trägt. Denn noch und für lange Zeit ist er der verkannte Niemand, der mit vollem Kopf und leeren Händen reist. Erbost hat er Sachsen Richtung Süden verlassen. Sein Verleger Brockhaus hat es nicht geschafft, sein epochales Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung" zum vereinbarten Zeitpunkt auf den Markt zu bringen. Das bringt den jungen Mann auf die Palme, ihn, der ein bedeutender Philosoph ist, daran zweifelt er nicht, der aber auch herkunftsgeprägt seiner Krämerseele einen Teil der Erhabenheit opfern muss.

Verbannen wir also das bekannte Bild des alten Philosophen mit den wilden Haaren aus unseren Köpfen, und begeben wir uns mit einem finanziell gutgestellten, weltgewandten, jungen und verhalten abenteuerlustigen Mann mit blonden Locken auf eine teils mühsame, teils kurzweilige Postkutschenreise über die Alpen ins gelobte Land der Deutschen. Schon auf der Reise gerät er ins Visier der Metternich'schen Geheimpolizei. Wir schreiben das Jahr 1818; nicht nur Venetien ist im gierigen, nimmersatten Griff der Habsburger, dessen karikaturreifen Staatsdiener (Paul Flora hat sie wunderbar gezeichnet) noch eine wilde Hatz auf ihn und seine Freunde anzetteln werden. Aber da hat er Dank des wackeren Gondoliere des frustrierten, doch stets seinen Neigungen verhafteten Lord Byrons bereits das Gondelfahren gelernt, einen charakterstarken Hund begraben, die Liebe zu Teresa gelebt, Unmengen von Würsten verzehrt, Masken getragen, unzählige Male "Lascia la spina" gehört und ist in der Lagunenstadt so heimisch geworden, dass er erwägt, für lange Zeit zu bleiben. Doch kaum entschieden, hindern schlechte Nachrichten aus Sachsen den Denker daran, zu tun, was er am liebsten will.

Mehr oder weniger sei diese Geschichte erfunden, erklärt der Autor in einem kurzen Nachwort. Wahr ist, dass Schopenhauer im Herbst 1818 nach Italien reiste und auch in Venedig Station machte, ein Empfehlungsschreiben von Goethe in der Tasche, an welche Person auch immer. Vermutlich gab es auch eine Teresa und ganz sicher natürlich Lord Byron, der sich zur selben Zeit in Venedig aufhielt. Wahr ist wohl auch, dass der Philosoph Byron nie getroffen hat, was er sein ganzes Leben lang bedauert haben soll. Der Rest ist - mehr oder weniger, siehe oben - der Fantasie Poschenrieders zu verdanken und seinem Talent zum Geschichtenerzählen. Bitte mehr davon! Die Gebrauchsanweisungen für Computersoftware sollen gefälligst andere schreiben.

Helga Kurz
24. Februar 2010
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich diesem Roman widmen möchte, wird sich vielleicht die Frage stellen, ob ein Vorwissen über Schopenhauer notwendig sei, um ein besseres Verständnis für diesen Roman entwickeln zu können. Ich würde sagen, ein klitzekleines Vorwissen, ein grobes Bild von Schopenhauer und seiner Philosophie sind von Nutzen, aber nicht zwingend notwendig um diesen Roman lesen zu können.

Der Leser begleitet Schopenhauer auf seinem Wege von Dresden nach Italien und während seines Aufenthaltes in Venedig. Es zeichnet sich dabei das Bild eines jungen Mannes, der nach 4 jähriger Arbeit an seinem Werk, endlich leben möchte.

Im Laufe der Handlung begegnen wir mehreren Figuren, die ich aber als wenig nachhaltig empfunden habe, sie tauchen auf, wirken etwas verschwommen, nicht unsympathisch.

Sehr gespannt war ich während des Lesens auf die Begegnung zwischen Lord Byron und Schopenhauer und als sie kam, war sie so schnell vergangen, das ich fast schon enttäuscht war, da ich ahnte, dass sie sich nicht wiederholen würde. Vor dem Lesen dieses Buches ging ich davon aus, dass Lord Byron eine dominantere Rolle spielen würde, was aber letztendlich nicht der Fall war. Ich hätte ihn gerne zusammen mit Schopenhauer erlebt und nicht getrennt von ihm. Es sind 2 junge Männer die zur selben Zeit in Venedig leben, von denen der eine den anderen kennt, dieser aber keine Ahnung von der Existenz des einen hat. Wäre es anders gewesen, wenn Schopenhauers Werk schon erschienen wäre?

Schopenhauer verliebt sich in Teresa und hier hatte ich das Gefühl, dass er sich nur zu dieser Frau hingezogen fühlte, um die Theorien seiner eigenen Philosophie zu überprüfen.

Ich hatte mich auf eine recht trockene Lektüre eingestellt und war sehr positiv überrascht, dass die Geschichte mit viel Humor erzählt wurde.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor aufzeigen wollte, dass Philosophen nicht immer eingestaubte, humorlose, nur über Bücher sitzende Menschen sind. Falls es wirklich seine Absicht war, so ist es ihm gelungen.

Von der ersten Seite an war ich von der Sprache fasziniert und diese alleine stellt schon einen Grund dar, das Buch zu lesen. Es ist immer wieder der besondere Ausdruck der verwendet wurde.

Ein unterhaltsames Buches mit einem etwas anderen Schopenhauer, den ich insgesamt sehr sympathisch fand. Einige der Nebencharaktere hätte ich gerne intensiver kennen gelernt und das Treffen zwischen Schopenhauer und Byron hätte etwas länger ausfallen können. Ein Buch das ohne Philosophiekenntnisse gelesen und verstanden werden kann und dem ich gerne meine Empfehlung aussprechen möchte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Oliver S
Format:Gebundene Ausgabe
Hier wird nicht die Welt vermessen, sondern ein kleines Fenster geöffnet um sich einem Mann zu nähern, der zu Lebzeiten wie danach viel hat über sich ergehen lassen müssen. Nun sind es genau 150 Jahre her: Arthur Schopenhauers Todestag. Mit diesem Buch werden wir zu seinen Anfängen geführt, quasi die Geburtsstunde seines philosophischen Schaffens. Doch seine Lehre steht nicht so sehr im Mittelpunkt, eher sein (unbekanntes) Wesen, seine erste Liebe, seine Zweifel und sein spannendes und bewegtes Umfeld. Beim name dropping erkennt man durchaus Parallelen zum modernen Kult(ur)leben: Parties, Intrigen, Neid & Show. Kurioserweise spielt dies alles in Venedig: eine Stadt die schon damals eher Kulisse und Projektion war als Inspiration und Motor der Kunstszene.

Christoph Poschenrieder schreibt in seinem Debüt mit viel Liebe zum Detail und hohem Unterhaltungswert. Keine abgehobene oder schwülstige Huldigung, kein Zusammentragen von Wäschelisten, sondern kunstvoll ineinander gewobene Episoden, Passagen und Satzschöpfungen, die man so noch nicht x-mal gelesen hat.
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Schopenhauer auf der Reise nach Venedig
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Leicht und philosophisch
Arthur Schopenhauer ist erzürnt...nein, nicht erzürnt...er brennt vor Wut. Sein Verleger Brockhaus hat es auf die Spitze getrieben. Es reicht! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2010 von silverincu
"Meide den Dorn, pflücke die Rose" (aus einer Händel Oper)
"Wir haben Träume; ist nicht etwa das ganze Leben ein Traum?"
(Arthur Schopenhauer, in: Die Welt als Wille und Vorstellung)

Wir schreiben das Jahr 1818. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2010 von kpoac
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