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Die Welt hinter Wien: Fünfzig Expeditionen
 
 

Die Welt hinter Wien: Fünfzig Expeditionen [Kindle Edition]

Martin Leidenfrost
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Martin Leidenfrost ist Österreicher und lebt seit 2004 im slowakischen Grenzort Devínska Nová Ves, auf der langsam vernarbenden Naht des Eisernen Vorhangs. Von dort sind es nur wenige hundert Meter nach Österreich, dreißig Kilometer nach Ungarn und fünfzig in die Tschechische Republik. »Die Welt hinter Wien« versammelt Geschichten aus einer Gegend, die auf vier Staaten, vier Staatssprachen und Dutzende Ethnien verteilt ist, und doch liegt alles ums Eck. Das Gebiet bezeichnet den mitteleuropäischen Zentralraum zwischen Alpen und Karpaten, irgendwo um die Städte Wien und Bratislava, Györ und Brno herum. Sie hat einige Bezeichnungen erhalten, Namen wie »Centrope« etwa, doch kaum ein Bewohner empfindet diesen von Grenzen zerfurchten Raum als eine organische Region. Von Devínska Nová Ves aus betrachtet erscheint sie indessen als eine natürliche Einheit. Ein Jahr lang tauchte Leidenfrost Woche für Woche in eine andere Sphäre, in eine andere Sprache, in ein anderes Milieu ein. Aus der Summe dieser Wanderungen entstand das Porträt einer verblüffend vielfältigen Region. »Die Welt hinter Wien« erzählt von Anziehung und Abstoßung, von Stammesfehden und Megalopolen-Utopien, von der Schönheit, Traurigkeit und Wirklichkeit der europäischen Integration. »Die Welt hinter Wien« ist das Buch zur Serie, die im Spectrum der Tageszeitung Die Presse erschienen ist und mit dem Journalistenpreis »Writing for CEE 2007« ausgezeichnet wurde.

Über den Autor

Martin Leidenfrost, geboren 1972 in Amstetten, studierte Buch und Dramaturgie an der Wiener Filmhochschule und an der Filmhochschule Babelsberg. Drehbuchautor (u. a. Struggle, 2003 Cannes, sélection officielle, un certain regard) und freier Autor von Essays, Reportagen, Feuilletons und Kolumnen. Lebt und arbeitet heute in Devínska Nová Ves in der Slowakei, 40 km von Wien.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 654 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 133 Seiten
  • Verlag: Picus Verlag (15. Dezember 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B006MCRUOO
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #29.922 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
So nah und doch so fern 25. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich schade, dass zwei Hauptstädte, die so nah sind, sogar über die Donau verbunden sind, in den Köpfen der Menschen so weit voneinander weg sein können.
Vielleicht bedurfte es der Initiative der "Presse", die jeden Samstag eine Geschichte abdruckte, um dem einen oder anderen zu zeigen, welche Welt es "hinter" Wien zu entdecken gibt. Ein ganz tolles Buch, das zum Ausprobieren und Entdecken einlädt. Und das war ja auch die Absicht.
Wirklich empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Immer noch eine andere Welt 12. Januar 2010
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einen etwas ungewöhnlichen Wohnort hat sich der österreichische Journalist Martin Leidenfrost ausgesucht: Er lebt in Devinska in der Slowakei, nur 1 km von der österreichischen Grenze entfernt (eine ganz normale Brücke über den Grenzfluss March gibt es nicht - hier liegt schon das 1. Problem!) Devinska ist - nebenbei bemerkt - ein Vorort der slowakischen Hauptstadt Bratislava.
Auch wenn er einmal von seinem "slowakischen Exil" spricht (offensichtlich aber freiwillig gewählt!), scheint es dem Autor in diesem "Exil" ganz gut zu gefallen. Wien ist nicht weit entfernt, gleichzeitig kann Leidenfrost von Devinska aus problemlos zu seinen Reisen durch die Slowakei aufbrechen, die den wesentlichen Inhalt des Buches bilden.
Ganz leicht tut sich der Autor dabei trotzdem nicht, denn der Österreicher (nicht natürlich der Autor selbst) betritt die Slowakei als "Kolonisator" - wegen seiner Kaufkraft: Dass dabei ganz gehörig "abgecasht" wird, kritisiert der Autor in seinen Texten - etwa an der H&M-Filiale in Bratislava, die ihre Textilien teurer verkauft als in Wien!
In seinen - übrigens glänzend geschriebenen - Reportagen kommt der Autor vom Hundertsten ins Tausendste; immer aber geht es ihm um eine Landschaft, die uns letztlich immer noch ziemlich fremd, auch wenn sie ganz nahe ist (die gefühlte Entfernung zwischen Wien und Bratislava sei größer als umgekehrt!) - es geht um die Mitte Europas zwischen Alpen und Karpaten, um die Achse zwischen Wien und Bratislava, zwischen Györ und Brünn.
Hier geht es zwar wirtschaftlich aufwärts, aber die Probleme sind geblieben: die Roma-Ghettos; die Plattenbausiedlungen in Bratislave; die koreanischen Arbeiter (in einem Ghetto lebend) des KIA-Werkes in Zilina usw.
Ein beeindruckendes Buch, das die Reiselust weckt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der unbekannte Osten 11. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Autor hat sich einem Experiment ausgesetzt: die 'frisch vernarbte Naht des Eisernen Vorhangs' ganz aus der Nähe zu betrachten, von einem Standpunkt an der slowakisch-österreichischen Grenze aus, der die neue Mitte Europas im Kleinen und Kleinsten und in ihrer dabei so faszinierenden Vielfalt ausmacht. Von hier aus erkundet er unbekanntes europäisches Terrain, atmet seinen Lebensrhythmus, lässt es auf seine Sinne wirken, lauscht der Zeichensprache der Fremde im frei gewählten Exil. Die Sprache, in der Martin Leidenfrost sein Erleben dieses Experiments erzählt, gibt in berückenden Bildern und einer sogartigen Farbgebung sein Wahrnehmen wieder. Man möchte seine Hand nehmen und immer weiter mit ihm Richtung Osten gehen. Die hohe Kunst der Reisereportage: einfach wunderbar.
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