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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So nah und doch so fern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Welt hinter Wien: Fünfzig Expeditionen (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich schade, dass zwei Hauptstädte, die so nah sind, sogar über die Donau verbunden sind, in den Köpfen der Menschen so weit voneinander weg sein können.Vielleicht bedurfte es der Initiative der "Presse", die jeden Samstag eine Geschichte abdruckte, um dem einen oder anderen zu zeigen, welche Welt es "hinter" Wien zu entdecken gibt. Ein ganz tolles Buch, das zum Ausprobieren und Entdecken einlädt. Und das war ja auch die Absicht. Wirklich empfehlenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer noch eine andere Welt,
Von Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Welt hinter Wien: Fünfzig Expeditionen (Gebundene Ausgabe)
Einen etwas ungewöhnlichen Wohnort hat sich der österreichische Journalist Martin Leidenfrost ausgesucht: Er lebt in Devinska in der Slowakei, nur 1 km von der österreichischen Grenze entfernt (eine ganz normale Brücke über den Grenzfluss March gibt es nicht - hier liegt schon das 1. Problem!) Devinska ist - nebenbei bemerkt - ein Vorort der slowakischen Hauptstadt Bratislava.Auch wenn er einmal von seinem "slowakischen Exil" spricht (offensichtlich aber freiwillig gewählt!), scheint es dem Autor in diesem "Exil" ganz gut zu gefallen. Wien ist nicht weit entfernt, gleichzeitig kann Leidenfrost von Devinska aus problemlos zu seinen Reisen durch die Slowakei aufbrechen, die den wesentlichen Inhalt des Buches bilden. Ganz leicht tut sich der Autor dabei trotzdem nicht, denn der Österreicher (nicht natürlich der Autor selbst) betritt die Slowakei als "Kolonisator" - wegen seiner Kaufkraft: Dass dabei ganz gehörig "abgecasht" wird, kritisiert der Autor in seinen Texten - etwa an der H&M-Filiale in Bratislava, die ihre Textilien teurer verkauft als in Wien! In seinen - übrigens glänzend geschriebenen - Reportagen kommt der Autor vom Hundertsten ins Tausendste; immer aber geht es ihm um eine Landschaft, die uns letztlich immer noch ziemlich fremd, auch wenn sie ganz nahe ist (die gefühlte Entfernung zwischen Wien und Bratislava sei größer als umgekehrt!) - es geht um die Mitte Europas zwischen Alpen und Karpaten, um die Achse zwischen Wien und Bratislava, zwischen Györ und Brünn. Hier geht es zwar wirtschaftlich aufwärts, aber die Probleme sind geblieben: die Roma-Ghettos; die Plattenbausiedlungen in Bratislave; die koreanischen Arbeiter (in einem Ghetto lebend) des KIA-Werkes in Zilina usw. Ein beeindruckendes Buch, das die Reiselust weckt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der unbekannte Osten,
Rezension bezieht sich auf: Die Welt hinter Wien: Fünfzig Expeditionen (Gebundene Ausgabe)
Dieser Autor hat sich einem Experiment ausgesetzt: die 'frisch vernarbte Naht des Eisernen Vorhangs' ganz aus der Nähe zu betrachten, von einem Standpunkt an der slowakisch-österreichischen Grenze aus, der die neue Mitte Europas im Kleinen und Kleinsten und in ihrer dabei so faszinierenden Vielfalt ausmacht. Von hier aus erkundet er unbekanntes europäisches Terrain, atmet seinen Lebensrhythmus, lässt es auf seine Sinne wirken, lauscht der Zeichensprache der Fremde im frei gewählten Exil. Die Sprache, in der Martin Leidenfrost sein Erleben dieses Experiments erzählt, gibt in berückenden Bildern und einer sogartigen Farbgebung sein Wahrnehmen wieder. Man möchte seine Hand nehmen und immer weiter mit ihm Richtung Osten gehen. Die hohe Kunst der Reisereportage: einfach wunderbar.
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