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Die Welt des Parmenides: Der Ursprung des europäischen Denkens
 
 
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Die Welt des Parmenides: Der Ursprung des europäischen Denkens [Taschenbuch]

Karl R. Popper , Arne Friemuth Petersen , Sybille Wieland , Dieter Dunkel
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492240712
  • ISBN-13: 978-3492240710
  • Originaltitel: The World of Parmenides
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 342.007 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Karl R. Popper
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Behauptung, die Philosophie des Vorsokratikers Parmenides markiere den "Ursprung des europäischen Denkens", wird manchen zum Widerspruch reizen. Sie kann aber -- obwohl mit Parmenides in der europäischen Philosophiegeschichte seit Aristoteles oft recht harsch ins Gericht gegangen wurde -- immerhin auch manchen Zeugen für sich in Anspruch nehmen, so etwa Martin Heidegger. Gerade den aber bei der Parteinahme für einen Denker mit dem kritischen Rationalisten Karl Raimund Popper auf der selben Seite zu sehen, das ist schon einigermaßen überraschend. Doch zur Beruhigung: Die Parmenides-Interpretationen Heideggers und Poppers unterscheiden sich gewaltig.

Wie entschieden Poppers Lesart von Beginn an alles andere als eine ontologische ist, wird deutlich in den wenigen Sätzen, die der Herausgeber Arne F. Petersen aus seiner Erinnerung an eine Diskussion Poppers mit dem Studenten Petersen zitiert: "Parmenides war weder ein Sprachanalytiker noch ein Ontologe, sondern ein Kosmologe. Sein 'Sein' hat nichts mit Ontologie zu tun. Der Satz 'es ist' oder die logische copula erscheint mir leer. Sie könnte höchstens Teil der formalen Logik sein, aus der nur Tautologien abgeleitet werden können. Ich halte deshalb Ontologie für ein leeres Wort (...) Wenn wir also darüber zu sprechen wünschen, welche Dinge existieren (...), dann schlage ich in Anlehnung an Parmenides vor, dass wir besser beraten wären, hier von Kosmologie zu sprechen."

Während Heidegger Parmenides als Seins-Philosophen verstanden wissen wollte und sein Denken so gründlich deutete, bis es ihm seine ontologische Substanz offenbarte, meint Popper -- darin ebenso fleißig --, in Parmenides einen frühen Vertreter des kritischen Rationalismus ausmachen zu können. Dem werden Popperianer bereitwillig folgen, Ontologen wird es die Haare sträuben. Wohl dem, der unbefangen an die Lektüre geht. Der nämlich wird belohnt nicht nur mit gewohnt logisch-präzisen Analysen, sondern auch -- und das ist nun wirklich überraschend -- geradezu poetischem Sprachverstand. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Ein Leben lang hat sich der aus Wien stammende Philosoph Karl R. Popper mit den Vorsokratikern Parmenides, Xenophanes, Heraklit und anderen auseinandergesetzt. Europa verdankt ihnen die Grundlegung seiner Philosophie, seiner Wissenschaft und seines Humanismus. In dieser einzigartigen Sammlung von Texten wird deutlich, wie die Urväter der Philosophie und Naturwissenschaft Probleme durchdacht haben. Popper zeigt in seiner klaren Sprache die erstaunliche Vielfalt und ungebrochene Aktualität frühgriechischen Denkens.
"Parmenides öffnete mir die Augen für die poetische Schönheit der Erde und des gestirnten Himmels. Er lehrte mich, sie mit neuem Forscherblick zu betrachten." (Karl R. Popper)

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4.0 von 5 Sternen Wurzeln westlichen Denkens, 29. Juli 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Welt des Parmenides: Der Ursprung des europäischen Denkens (Taschenbuch)
Bei diesem Werk handelt es sich um eine Sammlung von Essays von Sir Karl Popper, in denen er sich mit der philosophischen Schule der Vorsokratiker auseinandersetzt.

Im Philosophieren der Vorsokratiker wie Thales, Xenophanes, Parmenides etc. sieht Karl Popper nicht nur den Ausgangspunkt seiner eigenen Philosophie des kritischen Rationalismus (er hat die vorsokratischen Philosophen mit 16 Jahren zum ersten Mal gelesen und sie haben sein Denken wesentlich beeinflusst), ihr Denken bildet für ihn auch den Keim und Ursprung unserer westlichen Zivilisation und Wissenschaft: er vermutet, dass die vorsokratischen Schulen als eine der ersten eine Tradition der kritischen Diskussion begründet haben (im Gegensatz zu Religionen oder anderen Schulen, in denen abweichende Auffassungen nicht toleriert, sondern negativ sanktioniert wurden, wie z.B. durch Ausschluß). Kritische Diskussion wurde nicht nur toleriert, sondern sogar ausdrücklich gefördert im Sinne der Zielsetzung, dadurch der Wahrheit näher zu kommen - worin nicht zuletzt auch eine der Wurzeln unseres Ideals der Toleranz zu sehen ist.

Aber nicht zuletzt deshalb bewundert Popper die Vorsokratiker - und das ist bekanntlich seine große Leidenschaft - weil sie kühne, unseren Erfahrungshorizont überschreitende Theorien über unseren Kosmos und seine Entstehung entworfen haben - Theorien, die die Basis für spätere wichtige wissenschaftliche Entdeckungen waren - wie z.B. die von Kopernikus, Newton, Galilei... Man merkt Popper an, dass gerade darin sein Herzblut liegt, und seine Begeisterung überträgt sich geradezu auf den Leser. Wie stark das Denken dieser Philosophen noch immer im modernen Denken nachwirkt, demonstriert Popper an bestimmten Grundannahmen, die den Theorien der modernen Physik zugrunde liegen.

Popper schreibt, wie man das von ihm gewohnt ist, in einer wunderbar klaren, gut verständlichen Sprache, in der man ihm auch als Nicht-Philosoph fast immer folgen kann. Er schildert die verschiedenen Kosmologien dieser Philosophen und macht anhand von diesen die weiterreichende Bedeutung ihres Denkens deutlich. In seiner Begeisterung ist ihm eine gewisse Detailverliebtheit eigen: oft geht er sehr ausführlich auf die diversen Interpretationen einzelner Fragmente ein, um seine Version abzusichern, was allerdings im Anhang geschieht und so den Lesefluss nicht weiter stört. - Schwieriger ist sein recht langer Aufsatz über die Nachwirkungen der Vorsokratiker in der modernen Physik: als Nicht-Physiker fehlen einem ganz einfach die Voraussetzungen zu tieferem Verständnis. Da es sich um eine Aufsatzsammlung über die Jahre handelt, wiederholen sich zudem die Themen: so finden sich gleich mehrere Essays über Parmenides, die zwar jeweils dasselbe zum Ausdruck bringen - andererseits aber wiederum auf jeweils eigene Art und Weise.
Ein Buch, das also - trotz der verständlichen Sprache - nicht immer ganz einfach zu lesen ist; für einen an Popper interessierten jedoch eine unverzichtbare Ergänzung seiner anderen Schriften, da hier die Wurzeln seines Denkens noch einmal ganz deutlich zu Tage treten. Daher - trotz gewisser Schwächen: vier Sterne !

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Poppers Lieblingsphilosophen, 25. Juli 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Welt des Parmenides: Der Ursprung des europäischen Denkens (Taschenbuch)
Bei diesem Werk handelt es sich um eine Sammlung von Essays von Sir Karl Popper, in denen er sich mit der philosophischen Schule der Vorsokratiker auseinandersetzt.

Im Philosophieren der Vorsokratiker wie Thales, Xenophanes, Parmenides etc. sieht Karl Popper nicht nur den Ausgangspunkt seiner eigenen Philosophie des kritischen Rationalismus (er hat die vorsokratischen Philosophen mit 16 Jahren zum ersten Mal gelesen und sie haben sein Denken wesentlich beeinflusst), ihr Denken bildet für ihn auch den Keim und Ursprung unserer westlichen Zivilisation und Wissenschaft: er vermutet, dass die vorsokratischen Schulen als eine der ersten eine Tradition der kritischen Diskussion begründet haben (im Gegensatz zu Religionen oder anderen Schulen, in denen abweichende Auffassungen nicht toleriert, sondern negativ sanktioniert wurden, wie z.B. durch Ausschluß). Kritische Diskussion wurde nicht nur toleriert, sondern sogar ausdrücklich gefördert im Sinne der Zielsetzung, dadurch der Wahrheit näher zu kommen - worin nicht zuletzt auch eine der Wurzeln unseres Ideals der Toleranz zu sehen ist.

Aber nicht zuletzt deshalb bewundert Popper die Vorsokratiker - und das ist bekanntlich seine große Leidenschaft - weil sie kühne, unseren Erfahrungshorizont überschreitende Theorien über unseren Kosmos und seine Entstehung entworfen haben - Theorien, die die Basis für spätere wichtige wissenschaftliche Entdeckungen waren - wie z.B. die von Kopernikus, Newton, Galilei... Man merkt Popper an, dass gerade darin sein Herzblut liegt, und seine Begeisterung überträgt sich geradezu auf den Leser. Wie stark das Denken dieser Philosophen noch immer im modernen Denken nachwirkt, demonstriert Popper an bestimmten Grundannahmen, auf denen bestimmte Theorien der modernen Physik basieren, und die bei den Vorsokratikern bereits angelegt sind.

Popper schreibt, wie man das von ihm gewohnt ist, in einer wunderbar klaren, gut verständlichen Sprache, in der man ihm auch als Nicht-Philosoph fast immer folgen kann. Er schildert die verschiedenen Kosmologien dieser Philosophen und macht anhand von diesen die weiterreichende Bedeutung ihres Denkens deutlich. In seiner Begeisterung ist ihm eine gewisse Detailverliebtheit eigen: oft geht er sehr ausführlich auf die diversen Interpretationen einzelner Fragmente ein, um seine Version abzusichern, was allerdings im Anhang geschieht und so den Lesefluss nicht weiter stört. - Schwieriger ist sein recht langer Aufsatz über die Nachwirkungen der Vorsokratiker in der modernen Physik: als Nicht-Physiker fehlen einem ganz einfach die Voraussetzungen zu weiterem Verständnis. Da es sich um eine Aufsatzsammlung über die Jahre handelt, wiederholen sich zudem die Themen: so finden sich gleich mehrere Essays über Parmenides, die zwar jeweils dasselbe zum Ausdruck bringen - aber wiederum auf jeweils eigene Art und Weise.
Ein Buch, das also - trotz der verständlichen Sprache - nicht immer ganz einfach zu lesen ist; für einen an Popper interessierten - zu denen ich mich rechne - jedoch eine unverzichtbare Ergänzung seiner anderen Schriften, da hier die Wurzeln seines Denkens noch einmal ganz deutlich zu Tage treten. Daher - trotz gewisser Schwächen: vier Sterne !

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Überblick über die Philosophie der Vorsokratiker Thales, Xenophanes, Parmenides, usw., 3. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Welt des Parmenides: Der Ursprung des europäischen Denkens (Taschenbuch)
Popper stellt kurz die wesentlichen Gedanken der vorsokratischen Philosophen vor. Die Gedanken der Vorsokratiker haben später u.a. Kopernikus, Newton, Galilei und damit unser abendländisches Denken stark geprägt! Der Autor erkennt diese Philosphen haben versucht mit Logik und der Beobachtung der Umwelt das weltliche und das kosmische Geschehen zu erklären. Jede Richtung hatte dabei ihre eigenen nachvollziehbaren Ansätze.

Poppers ausführliche Interpretationen und Einordnungen gingen mir aber viel zu weit, seine persönlichen Thesen sind teilweise sehr anspruchsvoll und verwischen mir zu sehr das eigentliche Bild der klugen antiken Köpfe!

Für Studenten der Philosophie sicherlich lesenswert, sonst eher nicht!
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