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Produktinformation
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Es muss eine Leserschaft geben für dergleichen, denn dies ist bereits der zweite Band, den Eichborn herausgibt. Sie hören schon: Der Rezensent gehört nicht unbedingt zu dieser Gemeinde. Dabei: Ich habe viel angestrichen, wundervolle Funde lassen sich machen. Der Satz Werner Heisenbergs etwa: "... denn wo kein Inhalt mehr nach Gestaltung drängt, hilft es nichts, neue Formen zu erfinden." Vielleicht so etwas wie die Erklärung für Kapuscinskis Schreiben. Vermuteter Antrieb von Kapuscinski Lesern: Wir letzten gebildeten Europäer hören uns beim Denken zu und kein Franzose wird uns einreden, es handle sich auch bloß um weißes Rauschen. --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Welthaltig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Welt im Notizbuch (Taschenbuch)
Als Ryszard Kapuscinski Polen verliess, um als Korrespondent von der Welt zu berichten, begann sie sich in viele Staaten aufzulösen. Zu Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts verabschiedeten sich die Kolonisierten von den Kolonisten. Es entstand die sogenannte Dritte Welt. Die Unabhängigkeit, zunächst gefeiert, erwies sich als schmerzhafter Prozess. Die jungen Staaten gerieten ins Magnetfeld des Kalten Krieges.An dieser Bruchstelle setzen die Berichte Kapuscinskis ein. Die Frage ist müssig, ob es sich hier um Journalismus oder Literatur handelt. Es ist beides und das Tragische daran ist, dass uns diese Form des Journalismus abhanden kommt. Ein Journalismus, der dem Leser kulturelle Hintergründe und geschichtliche Zusammenhänge vermittelt, der den Menschen Anteil nehmend in seiner Lebenswelt zeigt, kurz, der den Blick erhellend auf die Welt richtet. Es ist ein Journalismus, der eines benötigt, was in unserer medial übersäuerten Welt fehlt: Zeit, viel Zeit. Kapuscinski nimmt sie sich und setzt sich aus. Er will kennen lernen, wovon er berichtet. Er will mit den Menschen zusammen leben und vor allem auch leiden. Er will wissen, was Hunger, Krankheit, Siechtum, Kälte, Nässe und Hitze bedeuten. Der Tod lauert, es ist Krieg. Es sind schmutzige, schäbige, kleine und blutige Kriege. Er muss sie am eigenen Leibe ertragen. Er berichtet darüber. Indem er davon berichtet, leidet er mit. Es ist nicht unsere geordnete Welt, deren Frieden auch durch hässliche Tagesschaubilder nicht gestört wird, die er uns zeigt. Er weiss, dass wir in Ruhe konsumieren wollen. Auch diese Bilder, welche uns die mediale Unterhaltungsmaschine frei Haus liefert und die so rasch von der Werbung weg gedrängt werden. Das vorliegende Buch, fragmentarisch zusammengestellt, enthält Erinnerungen, Notizen, Gedanken, Beobachtungen, Betrachtungen, Erkenntnisse, die der Autor in den Jahren 1989-96 aufgezeichnet hat. Sie zeigen, wie er arbeitet, wovon er sich leiten lässt, welche Sprachform er für angemessen hält. Sie zeigen aber auch wie die Veränderung der politischen Landschaft seit 1989 ins Bewusstsein einsickert, was die sprunghafte Entwicklung von Kommunikations-und Informationstechnologie in einer sogenannt globalisierten Welt bedeuten. Auch für den Reporter, auch für seine Arbeit und sein Leben. Aus seinem Berichtsfeld reflektiert er zurück in die uns bekannte und vertraute Welt. So nimmt er auch Kunst und Kultur in den Blick, schreibt über das Vergehende und Bleibende. Es ist ein Buch mit philosophischer Tiefe, geschrieben von einem leidenschaftlich engagierten Menschen. Der Leser möge sich darin finden.. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Welt im Notizbuch,
Rezension bezieht sich auf: Die Welt im Notizbuch (Gebundene Ausgabe)
So wie auch die anderen Werke Ryszard Kapuscinskis, ist dieses ausgezeichnet!!Es ist spannend geschrieben und sehr informativ. Gerade dadurch, daß K. selbst aus einem armen Land stammt und für seine Recherchen kaum finanzielle Mittel zur Verfügung hat, sind seine Aufzeichnungen so authentisch; er erlebt das, was er schreibt von "ganz unten" mit, und begibt sich nicht von einem Luxushotel aus auf Stipvisite in die betreffenden Gebiete. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Welt im Notizbuch,
Rezension bezieht sich auf: Die Welt im Notizbuch (Gebundene Ausgabe)
So wie auch die anderen Werke Ryszard Kapuscinskis, ist dieses ausgezeichnet!!Es ist spannend geschrieben und sehr informativ. Gerade dadurch, daß K. selbst aus einem armen Land stammt und für seine Recherchen kaum finanzielle Mittel zur Verfügung hat, sind seine Aufzeichnungen so authentisch; er erlebt das, was er schreibt von "ganz unten" mit, und begibt sich nicht von einem Luxushotel aus auf Stipvisite in die betreffenden Gebiete. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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