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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Fantasy Trip aus einer anderen Epoche, 27. August 2010
Eigentlich ist dieser Film vielleicht nur filmhistorisch interessant. Er zeichnet sich weder durch tolle Effekte (nach heutigen, digital geprägten Maßstäben) noch durch eine gute Story aus. Trotzdem liebe ich diesen Film irgendwie. Bakshi hat einfach nur drauflos gemalt und animiert und hat dabei Fremdmaterial, Musik und Soundsamples zu einem emotional geprägten Groovy-Hippie Machwerk verquirlt. Die Köpfe waren früher wohl leichter und freier als heute. Die Erfahrungen, die er hier gemacht hat, konnte er später offensichtlich weiter verwenden ;-) Ich würde auch nicht versuchen, diesen Film, gesellschaftskritisch oder politisch zu deuten, dafür sind viele Metaphern, die der Film sicher hat, viel zu oberflächlich oder zu kurz gedacht. Manches sind nur abgehackte Einzelszenen, die quasi willkürlich in die Handlung gestreut sind. Der Film ist rein Fantasie-getrieben, die Ratio wurde (wohl bewusst) ausgeblendet. Insofern hat sich Bakshi wie einer seiner happy Kobolde oder Elfen verhalten, oder wie sein rotnasiger Zauberer. Alles Figuren, die man sich ruhig mal anschauen kann, wenn man auf Fantasy steht und man mal was komplett anderes sehen will als AVATAR, KAMPF DER TITANEN oder HARRY POTTER. Der Film bekommt von mir 4 Sterne, weil er ein fantasiereiches Machwerk eines frühen (Autoren-)Animationsfilmers ist, der mit Mitteln das Fremdmaterial-Samplings eine eigene Handschrift kreiert hat, vor der ich etwas mehr Respekt habe als vor den Pixelbomben, die man sonst so um die Ohren bekommt. Aber das wird mancher hier vielleicht anders sehen ....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Postapokalyptischer Fantasy-Zeichentrickfilm !, 10. Oktober 2011
Postapokalyptische Stories sind heutzutage nichts Neues mehr, aber zur Zeit der Entstehung des Zeichentrickfilms von Ralph Bakshi (1977) war dies noch originell. Ungewöhnlich wird der Film aber erst durch die Mischung mit Fantasy. Fabelwesen, die sonst eher in frühzeitlichen Fantasy-Geschichten auftreten, spielen die Hauptrollen: Die Erde ist nach einem Atomkrieg verseucht, wodurch die wenigen überlebenden Menschen mutiert sind. In den Gebieten, in denen sich die Strahlung inzwischen verflüchtigt, leben Elfen u. Feen. Die Elfenkönigin gebiert zwei Söhne. Einer ist der Gute (Avatar), der andere der Böse (Blackwolf). Als die Königin stirbt, kämpfen beide mit ihren magischen Kräften um die Macht. Der Gute gewinnt, wonach der Böse im noch verseuchten Land eine Armee aus Mutanten u. aus der Hölle gerufenen Dämonen zusammenstellt. Die Armee ist stark, doch ihr fehlt der Siegeswille, die Motivation. In vorapokalyptischen Ruinen finden sie Waffen u. einen Projektor mit Filmmaterial aus dem 2. Weltkrieg. Mit Hitler-Parolen u. Marschmusik treibt Blackwolf seine Armee an, die anderen Länder zu unterjochen... Der Zeichentrickfilm enthält einige graue, statische Zeichnungen mit durch Rauch u. farbigem Licht animierten Wolkenhimmel. Dies wäre für den Prolog noch in Ordnung, aber man findet solche Szenen auch teilweise mitten im Film. In einigen anderen Szenen bewegen sich die bunten Figuren in grauen, eintönigen Landschaften. Diese, wie auch die mit Hilfe der Rotoskopie-Methode (gefilmte Schauspieler wurden nachgezeichnet) erstellten Szenen wirken unfertig. Die Rotoskopie-Technik von Bakshi war noch nicht ausgereift, denn die Figuren sind hauptsächlich schwarz und wirken dadurch schattenhaft. Sie bewegen sich auf ebenfalls mit Rauch, so wie mit farbigem Licht animierten Hintergrund. Aufgrund der erotischen, düsteren u. brutalen Szenen, so wie dem S/W-Filmmaterial mit Hitler-Parolen handelt es sich um ein Film für Erwachsene. Ein krasser Gegensatz sind jedoch die niedlich gezeichneten Figuren (Avatar, Elinore, die Feen), wie in Kinderzeichentrickfilmen. Dies erweckt den Eindruck, dass Bakshi sich nicht entscheiden konnte, ob es ein Film für Erwachsene oder für Kinder werden sollte. So ist es eher ein Film für eine kleine Zielgruppe von Erwachsenen, die nicht nur Fantasy mögen, sondern im Herzen Kind geblieben sind. Leider wirkt auch Bakshi's nächstes Werk "Der Herr der Ringe" unfertig und ist zudem nicht abgeschlossen. Trotzdem haben beide Filme einen gewissen Kultstatus erreicht. Meiner Meinung hat Bakshi aber erst bei der Zusammenarbeit mit dem bekannten Fantasy-Maler Frank Frazetta an "Feuer und Eis" seinen Höhepunkt (zumindest technisch u. optisch) erreicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Blue Ray Bewertung, 29. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Welt in 10 Millionen Jahren [Blu-ray] (Blu-ray)
Mir hat der Film damals schon gefallen,hat etwas von den Schmermetall-Comics. Die Blue Ray war günstiger als die DVD, hat leider einige Bildstörungen aber akzeptabel. Bild wesentlich besser als VHS.
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