Wie unten bereits erwähnt, scheint mir dieses Buch als ungeeigneter Einstieg in die Strugatzki-Welt. Neben "Picknick am Wegesrand" habe ich nur diesen Roman gelesen und war erstaunt ob der unterschiedlichen Erzählstile dieser beiden Romane. (Womöglich auch der Übersetzung zuzuschreiben) Im ersteren wählten die Strugatzkis die "einfache", teils primitive Sprache "einfacher" Leute, in "Die Wellen erstîcken..." gestaltet sich die Erzählung als Überlieferung von Dokumenten, Interviews, Zwischenkommentaren usw. Als Einstieg deshalb weniger geeignet, da die Geschichte in einer von früheren Werken erstellten Umgebung/Welt erzählt wird. Auf eine einführende Beschreibung wird deshalb verzichtet, man findet sich gleich mitten im recht seltsamen und höchst ansprechenden Geschehen einer detektivischen Aufklärungsarbeit. Leider erfährt man recht selten Einzelheiten über die einzelnen Schauplätze und wird nur über die Geschehnisse eingeweiht. Die skurille Welt gestaltet sich sehr ungewohnt, weshalb das eigene Vorstellungsvermögen hie & da aufgrund plötzlicher Beschreibungen beinahe "unpassender" Personen und Völker in Zweifel geraten könnte, es sei denn, man hat die entsprechenden Bücher der Strugatzkis bereits gelesen. Ergo: Geschichte genial spannend und immer wieder überraschend mit erstaunlichem Einfallsreichtung. Gewisse Passagen werden aber erst in Nachhinein klarer: man ist auf einleuchtende Erklärungen angewiesen, welche manchmal erst danach auftauchen.