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Die Weiterbildungslüge: Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken
 
 

Die Weiterbildungslüge: Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken (Gebundene Ausgabe)

von Dr. Richard Gris (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (11. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593386798
  • ISBN-13: 978-3593386799
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 23.282 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

01.08.2008 / Harvard Business Manager: Gestern warst du noch Bäcker, heute reparierst du den Ofen "Seine Trainerkollegen werden Gris vermutlich hassen. Und ihm heimlich recht geben."

15.08.2008 / Financial Times Deutschland: Einbildung ist auch eine Bildung "Der Trainer Richard Gris hält sämtliche Kurse und Seminare, in denen sich Mitarbeiter weiterbilden sollen, für Augenwischerei und Geldverschwendung ... Um diese These zu untermauern, fährt er reichlich psychologische und biologische Untersuchungen auf, die er leicht lesbar präsentiert."

01.09.2008 / Emotion: Weiterbildung, die wirklich nützt "Der Autor plädiert für mehr Trainingsmaßnahmen direkt am Arbeitsplatz."

29.09.2008 / Wirtschaftswoche: Train the Trainer "Mit mutigen Thesen und bissiger Ironie schreibt der Autor gegen die herrschende Weiterbildungsdoktrin von Politikern und Personalentwicklern an."

01.10.2008 / ManagerMagazin: Die Leeranstalten "Ein furioser Rundumschlag gegen die wuchernde Branche der betrieblichen Weiterbildung."


ManagerMagazin, Oktober 2008

„Ein furioser Rundumschlag gegen die wuchernde Branche der betrieblichen Weiterbildung.“

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Gefährliche Fleissarbeit, 9. Januar 2009
Richard Gris, Die Weiterbildungslüge", campus verlag

Der Verdienst des Buches ist, dass es unsolide Vorgehensweisen in der Personalentwicklung sowohl auf der internen wie der externen Seite aufs Kritischste betrachtet:
Da wird von manipulativen Techniken gesprochen, um am Ende positive Teilnehmer-bewertungen zu bekommen, von ungerechtfertigt hohen Honoraren, von "kongruentem Lügen" im Interesse der Aquise von Aufträgen, von "Blendern und Bluffern" in der Branche, die bestenfalls der PE-abteilung ihre Daseinsberechtigung verschaffen.
Da wird auf die Unveränderbarkeit von Persönlichkeit hingewiesen und dass "aus dem Maulwurf kein Königstiger", aus dem hässlichen Entlein kein Schwan" und aus der Sonnenblume keine Rose" werden kann. Wobei er später beklagt, dass neue Verhaltensweisen (waren die nicht unveränderbar?) wegen der Gruppendynamik keine Chance haben. Er spricht davon, dass zweifelhafte Ansätze wie "Trainieren mit Tieren" zum Trendthema werden oder dass Teilnehmer/innen zwangsverpflichtet werden, anstatt dass im Hintergrund vernünftige Führung stattfindet. Und davon, dass zuwenig Erfolgsmessung stattfindet, was allerdings sowieso -wie Gris feststellt- in Zahlen nicht messbar und zudem manipulierbar ist.
Gris stellt viele kritische Fragen nach dem Sinn von Weiterbildung und Coaching, die eine gute Grundlage für die Formulierung von Qualitätsstandards darstellen.

Bedenklich ist nur, welche Folgerung er daraus zieht. Da muss er sich z.B.fragen lassen:
Ist jede Form (erwachsenen-)pädagogischer Arbeit, weil sie in Zahlen nicht messbar ist, sinnlos? Und trifft die Kritik für alle verschiedenen (er differenziert hier an keiner Stelle) Trainingsansätze zu?

Natürlich gibt es auch ein Kapitel zum alternativen, leider nicht praktizierten (?) Konzept, das er orakelt und das den Trainer "in den Olymp" bringen könnte: Das Training-on-the-job wie Mentoringprogramme, kollegiales Coaching, "Gruppentraining an Praxisfällen" mit Auswertungsworkshops zum Entwickeln von praxistauglichen Instrumenten. Konzepte, die für viele qualifizierte und erfahrene Profi-Trainer längst Standard sind!

Gris scheint lange Jahre mit Ansprüchen an seine Arbeit herangegangen zu sein, die er nun als nicht realistisch erkannt hat, nämlich dass Personalentwicklung als "Reparaturbetrieb" funktionieren könnte. Er hat sich getäuscht und so ist die Ent-täuschung sicher groß und der Grundton entsprechend verbittert bis aggressiv. Trainer, die solch defizitärem Ansinnen noch nie gefolgt sind und mit Erfolg andere Beratungs- / Trainingsansätze -z.B. das beschriebene und nicht neue "Training-on-the-job"- entwickelt haben, wissen sich von unrealistischen und ethisch bedenklichen Anliegen der Auftraggeber im Rahmen der Auftragsklärung auch abzugrenzen.

Am 6.1.09 war in der Frankfurter Rundschau ein Artikel von ehemaligen Manager der Pharma-industrie, der die dortigen Strategien und Praktiken Die Tricks der Pillendreher... Krankheiten erfinden, aber nicht heilen" aufdeckt und kritisiert. Das ist tatsächlich ein Skandal! Daraus zu schließen, Medikamente helfen grundsätzlich nicht, wäre genauso gefährlich wie ein Buch mit dem Untertitel "Warum Seminare und Trainings Kapital vernichten und Karrieren knicken"

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63 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Diskussion ist angestossen - aber nicht mehr, 17. August 2008
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Weil der Autor weiterhin als Coach und Trainer arbeiten möchte, zieht er es vor, die Branchenkollegen und Auftraggeber nicht unter seinem richtigen Namen anzugreifen. Das muss man natürlich akzeptieren, auch wenn ich es nicht ganz begreife. Denn wie wollen ihn die Kunden finden, die seine Ansichten teilen? Unter all den Tausenden von Unternehmen, die zusammen über 25 Milliarden Euro für Seminare und Coachings ausgeben, finden sich ja auch solche, die sich der Misere durchaus bewusst sind. Und würde sich nur ein Prozent bei N.N. melden, dann hätte er bis an sein Lebensende zu tun. Doch Herr Gris fürchtet offenbar Schlimmes.

Schlimmes tut sich schon lange in der Weiterbildungsindustrie. Aber da man dies nicht wahrhaben will, greift der Autor zum bekannten Mittel der Übertreibung. So beginnt er seinen Prolog mit der Überschrift "Weiterbildung bringt nichts", was in dieser Verabsolutierung selbstverständlich eine Falschaussage ist und es Betroffenen leicht macht, sich auch von zutreffenden Statements zu distanzieren. Da ich ebenfalls der Meinung bin, die Wirkung vieler Weiterbildungsbemühungen sei gering, finde ich dieses Buch wichtig. Doch weil sein Autor signalisiert, er würde es besser machen, erwartete ich einen Tatbeweis. Denn seine Leser davon überzeugen zu wollen, die gängigen Ansätze seien nur Geldvernichter, ist letztlich doch nichts anderes als Weiterbildung. Und was macht Richard Gris? Reflexartig bedient er sich genau der gleichen Methoden, die er anderen anlastet. Er übertreibt masslos, greift ständig an, operiert mit fahrig recherchiertem Material und mäandert durch ungenau beschriebene Landschaften. Vor allem unterscheidet er zu wenig scharf zwischen den verschiedenen Weiterbildungszielen. Was für Persönlichkeitskompetenzen zutreffen mag, ist bei handwerklichem Können oder Fertigkeiten wieder ganz anders.

Schön wäre es, wenn Richard Gris die Reaktionen auf sein Buch abwartet, tief durchschnauft und dann ein zweites Buch unter seinem richtigen Namen veröffentlicht, in welchem er den Wachgerüttelten aufzeigt, wie Weiterbildung auch funktionieren kann. Denn darüber erfahren wir in seiner Streitschrift wenig. Aber es gibt sie, die brauchbaren Ansätze. Sie laufen unter Begriffen wie Storytelling, Lernen durch Vorbild oder Veränderung durch gezielten Leidensdruck. Und das Material dazu stammt aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen. Sich damit zu beschäftigen, ist so spannend, dass es genügend Zuhörer gibt, um sich bei der Entwicklung wirksamerer Weiterbildungskonzepte nicht um den Beifall der eigenen Branche kümmern zu müssen. Der Kampf zwischen David und Goliath lässt sich auch so führen, dass man ihn gar nicht aufnimmt, sondern einfach das macht, woran man glaubt. Richard Gris hingegen, greift sofort zum verbalen Zweihänder, verunglimpft seinen Gegner, wirft ihm Betrug, Abzockerei und Dummheit vor. Aber selbst wenn dies in vielen Fällen zutrifft, führt diese Taktik nicht weit. Hier die Guten - Da die Bösen. Dieses Denkmodell kann bestehende Missstände zwar aufzeigen, aber schlecht beheben.

Mein Fazit: Obwohl mir die Stossrichtung dieser Streitschrift sympathisch ist, hinterliess die Lektüre kein sehr angenehmes Gefühl. Zu sehr hatte ich den Eindruck, der Autor schreibe aus einer Verletztheit heraus, die noch immer im Status der Wut verharrt. Hätte der anonyme Verfasser schon den Frieden gefunden, den es für die Annahme eines neuen Glaubens letztlich braucht, könnte er seinen Lesern bereits zukunftsweisende Modelle vorschlagen. Aber so müssen Aufbruchswillige schon den Anfang des Weges selber suchen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Papiertiger-Revolutionäre, 22. September 2008
Richard Gris ruft zur Revolution gegen die Weiterbildung aus. Trainer zockten Honorare ab, Personalentwickler sicherten sich bloß den eigenen Job, Führungskräfte drückten sich nur davor, ihren Mitarbeitern die Meinung zu sagen. All dies belegt Gris anhand von Studien und Fallbeispielen. Obwohl das Buch systematisch aufgebaut ist, erfährt man allerdings nicht, auf wie viele Handelnde sich diese Kritik bezieht. Sind es alle? Die meisten? Zehn Prozent? Vor allem: Gibt es auch eine größere Menge positiver Akteure? Welche positiven Wege werden überhaupt beschritten? Hier würde ich mir als Leser gerne ein Bild machen, aber der Text ist anders aufgebaut. Systematisch werden alle Schwachstellen des Bildungssystems aufgeführt und anhand von - gerade passenden - Studien und Beispielen belegt. Die Behauptung, dass deshalb alles nichts bringe, ist deutlich weniger nahe liegend, als die Erkenntnis, dass es viel zu beachten gibt, wenn man positiv wirken will. Soweit kommt es allerdings nicht, da das verkaufsfördernde "Alles oder Nichts" gewählt wurde: Weiterbildung bringt nichts. Punkt.
Das Merkwürdigste bleibt allerdings, dass Herr Gris nicht nur seit zwanzig Jahren Trainer ist, sondern es auch bleiben will und auch nicht Gris heißt. Seine Zeugen bleiben ebenfalls anonym. Keiner möchte also mit Namen für das Werk gerade stehen. Die hanebüchene Begründung: Ich bin Familienvater und lebe davon. Heißt: Ich mache zwar eine unverantwortliche Arbeit, die reine Abzocke, aber ich will es weiter machen. Heißt: Die Zustände sind übel, macht eine Revolution, aber sucht euch einen anderen Anführer, ich stehe nicht zur Verfügung. Und sucht euch andere Mitstreiter, denn meine Quellen wollen anonym bleiben. Und Vorbilder kann ich euch leider auch nicht bieten, weil mein Buch ist halt kritisch. Mit dieser Rückgratlosigkeit ist Herr Gris ein guter Beleg für die Missstände der Branche.
Bei all dem vergisst man leicht, dass es natürlich besser ist, mit einem solchen Buch die Diskussion zu beginnen, als nur den Mund zu halten und zynisch weiter zu kassieren. Was ist weiter zu loben? Gris belegt, dass er ein breites Wissen besitzt und sicher nicht der schlechteste Trainer ist. Er schreibt leserlich und gliedert ordentlich.
Fazit: Auch eine Revolution braucht Personal, insbesondere eines, das Menschen hinter sich sammelt und mutig voran schreitet und erklären kann, wohin es geht. Der Campus-Verlag und Herr Gris leisten dies heute (noch) nicht und beschränken sich aufs Geldverdienen. Schade, dass dies so ist und man es zwischen den Zeilen dem gesamten Buch anmerkt.
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