Aus der Amazon.de-Redaktion
Dafür führt der Autor des ebenso tiefsinnigen wie andererseits auch amüsanten Buches zahlreiche Belege aus sämtlichen Gesellschaftsbereichen an. So verweist er etwa darauf, dass in der sehr erfolgreichen Fernsehshow "Wer wird Millionär" die individuellen "Telefonjoker" zu 65 Prozent die richtige Antwort parat haben, der Publikumsjoker aber in 91 Prozent der Fälle. Seit langem weisen Wissenschaftliche Untersuchungen in diese Richtung. Surowiecki berichtet hier unter anderem von einem Versuch der Soziologin Kate H. Gordon, die rund 200 Studenten Objekte nach ihrem Gewicht reihen ließ: Zu 94 Prozent erwies sich die Gruppenschätzung als zu 94 Prozent richtig und (abgesehen von wenigen Ausnahmen) besser als jede der individuellen Schätzungen. In einem anderen Versuch bestand die Aufgabe darin, zehn Häufchen grober, auf einem weißen Karton aufgeklebter Schrotkörner, die sich in ihrer Größe nur geringfügig unterschieden, der Größe nach zu ordnen. Auch hier erreichte die Genauigkeit der Gruppenschätzung 94,5 Prozent
Von diesen Phänomenen ausgehend hat Surowiecki nach Beispielen im wirklichen Leben gesucht. Und er ist dabei auf verblüffende Zusammenhänge gestoßen, die sich nach seiner Überzeugung nicht nur Unternehmen, sondern die Gesellschaft überhaupt zu Nutze machen sollte. Bei alldem blendet der Autor die Tatsache, dass auch Gruppen bisweilen grandios irren, nicht einfach aus, sondern nimmt solche Beispiele zum Anlass, nach den Gründen solchen Scheiterns zu fragen. Wirklich lesenswert! --Alexander Dohnberg -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Faszinierend, eines jener Bücher, die die Welt auf den Kopf stellen." (Malcolm Gladwell, Autor von Tipping Point )
"Mit der Nase des Trüffelschweins durchstöbert Surowiecki die wissenschaftliche Literatur, die historischen Archive und die aktuelle Medien-Berichterstattung auf Indizien für die höhere Weisheit vieler Köpfe." (Die Welt )
Kurzbeschreibung
Die Masse ist dumm, dumpf und gefährlich. Dieses verbreitete und von Wissenschaftlern gestützte Urteil ist falsch. Wahlumfragen, Pferdewetten, der Publikumsjoker bei Günther Jauch, Google oder Millionen Steuerzahler belegen: Die Menge entscheidet in der Regel intelligenter und effizienter als der klügste Einzelne in ihren Reihen. Ihre Problemlösungen greifen besser als die von Experten. Vorausgesetzt, jeder Einzelne denkt und handelt unabhängig, die Gruppe ist groß und vielfältig, und sie kann darauf vertrauen, dass ihre Meinung wirklich zählt. James Surowiecki weist die Weisheit der Vielen und die Überlegenheit kollektiver Intelligenz nach anhand einer Vielzahl von Fallbeispielen aus Alltag, Familie, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Ganz gleich, ob es sich um die Schätzung des Gewichts eines Ochsen, um die Suche nach einem vermissten U-Boot oder die Isolierung des SARS-Erregers geht, Gruppen finden die effektivere Lösung eines Problems. Für die Aufgaben der Gesellschaft der Zukunft sind Experten und (Meinungs-)Führer eher das Auslaufmodell. James Surowiecki belegt die Weitsicht, Intelligenz und Effektivität großer Gruppen und macht einsichtig, dass und warum ganz normale Leute in der Lage sind, sich in einer Gemeinschaft erfolgreich zu organisieren und sich selbst zu verwalten. Ein Buch, das die Weltsicht verändert und neue Perspektiven weist für alle gesellschaftlichen Bereiche.
Mit unverstelltem Blick untersucht der amerikanische Autor das Phänomen der Gruppe und ihrer klugen Entscheidungen, wenn die richtigen Voraussetzungen gegeben sind. Eine aufschlussreiche, unterhaltsame Lektüre und zugleich ein kraftvoller Kontrapunkt zur gegenwärtigen Diskussion um Eliten und einzelne Meinungsführer.
Klappentext
Cash
"Die Gruppe ist klüger als ihr gescheitestes Mitglied. Für vermeintlich allwissende Experten, Chefs sowie Intellektuelle ist James Surowieckis These ein harter Schlag, für Demokraten allerdings ein Trost: Das dumme Volk ist gescheiter als seine Anführer."
Bilanz
" Fesselnd erzählt... Die elegante Übersetzung macht seinen fundierten Report zum Lektüregenuss - außer vielleicht für ein paar allzu überhebliche Experten."
DER SPIEGEL