der Buddhismus, benannt nach seinem Stifter Buddha, dem 'Erleuchteten', wird im Großen und Ganzen in zwei Schulen, den Mahayana und den Hinayana Buddhismus eingeteilt, wobei sich dieses Buch besonders auf ersteren bezieht, da hauptsächlich dieser in Tibet, dem Heimatland des Dalai Lama, praktiziert wird. Für den Dalai Lama ist der Buddhismus eine tiefsinnige, überzeugende Religion, weil sie nicht rein auf Glauben, sondern auf Erkenntnis und VErnunft basiert. Jeder Buddhist sollte nur die Lehren praktizieren, die seiner eigenen Logik entsprechen und nicht blind jedem Wort Buddhas folgen. So gibt es sehr viele unterschiedliche un auch widersprechende Unterweisungen, da sie nicht nur für einen Typ und eine Generation von Menschen gemacht wurden, sondern für viele. In gewissem Sinne könnte man den Buddhismus auch las atheistisch bezeichnen, da er auf dem Gedanken der Selbstschöpfung beruht, also die eignen Handlungen die Situation verursachen, in der man gerade lebt. Der Grundgedanke in der Lehre Buddhas, auch 'Wissenschaft des Bewußtseins' genannt, ist jener, dass alle Menschen den Wunsch, die Möglcihkeit und das Recht auf Glück und das Vermeiden von Leiden haben. Dies bewirkt auch die liebende Güte heilbringende Hingabe jedes einzelnen zu allen Menschen, die sich etwa in der Richtung des Mahayana Buddhismus widerspiegelt, indem man die Warmherzigkeit und Güte zu allen Lebewesen über sich selbst stellt und sich selbst aufopfert, um dem Wohlergehen der Gesellschaft zu dienen. So ist es auch das Ziel eines jeden Buddhisten, eine Entwicklungsstufe des Geistes zu erreichen, in der man allen Lebewesen gegenüber liebe Geduld und Toleranz übt und in jeder Situation Ruhe bewahrt, um eine bessere Übersicht zu behalten. Das Glück, nach dem jeder Mensch strebt, folgt im Buddhismua auf geistige Arbeit und die Entwicklung der sorge um alle Meschen und Liebe zu allen Lebewesen. So sollte man stehts daran denken, dass sein Gegenüber im Rad der Wiedergeburt einmal seine Mutter gewesen sein könnt und sein Hnadeln nach dieser Erkenntnis ausrichten. Denn der egoismus ist die Ursache allen Leids und darum sollte die Selbstrpüfung ein wichtiges Hilfsmittel des Buddhisten sein, um sein Bewußtsein wachsen zu lassen. Die Liebe zu allen Menschen sollte auch vor seinem Feind bestehen, da er nicht als Bedrohung betrachtet wird, sondern als der bestmögliche Lehrer, der auf Fehler aufmerksam macht, die man daraufhin ausmerzen kann. Das Bewußtsein eines praktiziernden Buddhisten ist zu disziplinieren und zu kontrollieren und leidverursachende Emotionen wie Gier, Ärger, Haß und Unwissenheit sind zu überwinden, um, als erleuchteter Geist die Mögichkeit zu bekommen, ins Nirvana einzugehen, daß die Befreiung vom Karma und der VErblendung darstellt. Das Karma selbst ist im Buddhismus die 'Frucht des Handelns', also ein Teil der Wahrheit, dass die Gerechtigkeit Einfluß auf das weitere Leben hat, so dass gutes Hnadeln gute Früchte hervorbringt, schlechtes Handeln jedoch negative Konsequenzen zur Folge hat. Der Dalai Lama kommt in seiner Rede auch auf das Verständnis innerhalb der einzelnen Religionen zu sprechen, er vergleicht diese mit den unterschiedlichen Eßgewohnheiten der Menschen oder mit einem Arzt, der je nach Patient unterschiedliche Behandlungsmethoden vorschlägt. Denn alle Religionen haben, solange der Mensch selbst für sie das Wichtigste ist, haben im Wesentlichen ein Ziel: gute Eigenschaften und ein günstiges Herz zu entwickeln, den Mnesch also menschlicher zu machen. So sollte man Menschen auch nicht nach Herkunft, Religion oder Hautfarbe beurteilen, sondern sie als das sehen, was sie sind: Lebewesen, dei nach GLück suchen und die man wichtiger als sich selbst sehen sollte. Jeder trägt selbst die Schuld für seine momentane Situation und soll die verantwortung nicht auf andere abschieben; nach diesem Prinzip beurteilt der Dalai Lama auch die Geschehnisse in seinem Heimatland Tibet. Das eigene schlechte Karma der Tibeter hat bewirkt, dass die Chinesen nun die tibetische Kultur unterdrücken und die Tibeter sollten dankbar sein für diese Lektion der Chinesen. Denn so wurden sie auch oft in ihrem oft nur aus Gewohnheit übernommenen Glauben erschüttert, reflektierten über die Unterweisungen Buddhas und entdeckten den Glauben, der ihrer Vernunft und Erkenntnis entsprach, neu. Dieses Buch enthält eine Sammlung von Reden und Interviews des Tenzin Gyatso, des XIV. Dalai Lamas, dem geistlichen und weltlichen Oberhaupt Tibets, der aufgrund der Besetzung seiner Heimat durch Chinesische Truppen, die Tibet in das 'mittlere Reich' eingliedern wollten, seit 1959 im Exil lebt. Die zwischen 1963 und 1984 gesammelten Texte stammen etwa von Reden vor tibetischen Flüchtlingen in Indien oder Essays über die tibetanische Philosophie und bilden eine Einführung in die Idee des Buddhismus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Betonung von Liebe und Toleranz zwischen allen Menschen, auch Feinden gegenüber, wobei man besonders in der ersten Rede, die vor tibetanischen Flüchtlingen gehalten wurde, bemerkt, wie sehr er um Verständigung zwischen ihnen und den Chinesen bemüht ist, indem er nicht nur China die Verantwortung für die vergangenen Ereignisse zuschiebt, sondern auch Tibet selbst, obwohl er die Unterdrückung durch die Chinesen durchaus kritisiert. Die Sprache ist größtenteils leicht verständlich, auch wenn meditative Praktiken und andere praxisbezogene Unterweisungen nur sehr theoretisch geschildert und schlecht ausgeführt werden. Dennoch eröffnet diese Werk eine gute Einführung in den Buddhismus, der in unserer westlichen Welt immer beliebter wird, da er eine gewisse Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt und vielleicht auch Zuflucht und Schutz vor neuzeitlichen Problemen wie Streß und Orientierungslosigkeit bietet. Und wer könnte besser diese Religion der Liebe und der eigenen spirituellen Entwicklung veranschaulichen, als ihr Oberhaupt und der Träger des Friedensnobelpreises für seine Bemühungen um die kulturelle, politische und religiöse Freiheit Tibets?