Wir kannten von der Autorin Lena Klassen bereits das Adventskalender-Buch "Das Weihnachtshaus" und hatten seinerzeit viel Freude damit.
Mit der "Weihnachtskarawane" hat sie sich allerdings noch einmal selbst übertroffen.
Alles geht aus vom Stern, von dem zu Beginn noch niemand weiß, wo genau und warum er leuchtet. Zunächst ist es nur ein einziger Mensch, der auch ganz Leises hören kann und der sich auf den Weg macht. Im Laufe von 24 Tagen schließen sich außer den zwei weiteren Sterndeutern der Weihnachtsgeschichte noch ganz verschiedene andere Menschen der Gruppe an, und es entsteht die bunte "Weihnachtskarawane".
Mit den anderen Personen und ihren Begegnungen wird andeutungsweise vorweg genommen, wofür Jesus in Bethlehem in die Welt kommt: Überwindung von Vorurteilen, Achtung auch der Geringgeachteten, der eigenen Menschlichkeit Raum geben.
Ganz unaufdringlich macht die Autorin das Leuchten des Sterns und damit eine Hoffnung des Glaubens für heutige Menschen, Kinder wie Erwachsene, nachvollziehbar. Hier muss keiner an Wunder glauben, und gerade so wird in zarten Tönen das eigentlich Wunderbare an der Geschichte des Sternes und des Kindes in der Krippe hörbar.
Sowohl unser kleinstes Kind mit sechs Jahren als auch das älteste mit zwölf haben jeden Tag sehr aufmerksam die Geschichten mitverfolgt und die dazugehörenden Figuren zusammengebastelt. Aber, wie man gemerkt haben dürfte, konnte die Geschichte auch uns Eltern ansprechen und anregen.
Vor Beginn der nächsten Adventszeit werden wir mit diesem Buch befreundete Familien mit Kindern beschenken. Ebenso werde ich es den Lehrern im Bekanntenkreis empfehlen.