Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Romantisch - Spannend, 21. Februar 2007
Im Alter von 28 Jahren schrieb Jane Austen die ersten 5 Kapitel zu diesem ihrem wahrscheinlich 5. Roman, welchen sie selbst nie vollendete. Ein anonymer Jane Austen Liebhaber hat das Fragment dieser vielversprechenden Story in ein Austens Erzählkunst gerechtes Lesevergnügen verwandelt.
Emma Watson, jüngste Tocheter eines verarmten Landpfarrers, und liebenswerte Heldin, wächst bei reichen Verwandten auf, muss jedoch nach dem Tod ihres Onkels und der Wiederverehelichung ihrer Tante zurück in die ehrenwerte Armut ihres Vaterhauses kehren.
Obwohl eine Fremde für ihre eigene Familie, wird Emma liebevoll von ihrer älteren Schwester Elizabeth aufgenommen und gewinnt durch ihre aufrichtige, herzliche und mitfühlende Art das Herz ihres Vaters.
Auf dem Ball einer reichen Nachbarsfamilie lernt Emma die ansässigen und arroganten Adeligen Lady Osborn, nebst Sohn Lord O. und Tochter kennen. Emma, die unüberwindlichen Standesschranken wahrnehmend fühlt sich von dem grossen Interesse Lord Osborns an ihr ganz und gar nicht geschmeichelt sondern sieht sich vom ersten Moment an zu dem ruhigen, sympathischen und klugen Edward Howard, Hauslehrer der Familie O. und Pfarrer des Ortes, hingezogen.
Es ist ein romantisches Vergnügen auf jeder weiteren Seite die leise wachsende Zuneigung zwischen Emma und Mr. Howard mitzuverfolgen. Nur zu deutlich erkennen wir ihre Verliebtheit, welche auf Grund ihrer Schüchternheit, Unsicherheit und einigen Zweifeln von den beiden zu verbergen und unterdrücken getrachtet wird.
Es gibt einige Missverständnisse, Eifersüchteleien, Schicksalsschläge und Missgünste zu überwinden ehe die Hochzeitsglocken für mehr als nur ein Paar leuten.
Besondere Spannung wird dadurch aufrecht erhalten, dass Lord Osborn (ignorant und etwas naiv-plump wie er ist) Mr. Howard seine Liebe zu Emma gesteht, woraufhin dieser, in der Annahme dass Emma die Gefühle des jungen Adeligen erwidere, sich ihr gegenüber kühl und zurückhaltend gibt.
Während Emma ihrerseits von einer missgänstigen weiblichen Nebenfigur (der zickigen Miss Carr) daraufhingewiesen wird, dass Lady Osborn längst ein Auge auf den hübschen Mr. Howard geworfen hat (was diese übrigens trotz 15-jährigem Altersunteschied wirklich tut!!).
Als Mr. Howard, Emma im Ungewissen lassend überstürzt abreist, ihr Vater plötzlich verstirbt und die mittellosen Schwestern als Aschenputtel in der Familie ihrers Bruders aufgenommen werden, scheint es, dass Emma alle Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Mr. Howard und eine glückliche Zukunft aufgeben muss.
Dieser heitere Roman ist unbedingt empfehlenswert. Man verfolgt gespannt mit wie sich leise zärtliche Bande zwischen Emma und Edward knüpfen, leidet mit ihnen unter den Missverständnissen und Einmischungen anderer und hofft darauf, dass sie schliesslich doch zueinander finden werden. Die witzigen, teils überzogen dargestellten Nebenfiguren bieten eine amüsante Ergänzung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungene Vollendung eines Fragments, 19. Januar 2006
Dieses Buch ist ein Fragment geblieben, Jane Austen persönlich hat nur die ersten 5 oder 6 Kapitel geschrieben. Die Weiterführung stammt aus der Feder eines anonymen Austen-Liebhabers und ist in meinen Augen gut gelungen, mir fiel kein Bruch auf.Wie so oft bei Jane Austen geht es um Zwischenmenschliches, um Liebe, Familie, Gesellschaft, auf eine sehr warmherzige und einfühlsame Weise. Die hübsche Emma Watson ist nach 14 Jahren zu ihrer Familie zurückgekehrt; da der Vater zwar sechs Kinder, aber wenig Geld hat, ist sie bei Verwandten aufgewachsen. Nun muss sie erst einmal ihre Geschwister kennenlernen, von denen sie als Kleinkind getrennt wurde: die fleißige, stille Elizabeth, die nörglerische Margaret, die selbstbewusste Penelope und die beiden Brüder, den arroganten Anwalt Robert und den sympathischen jungen Arzt Samuel. Die Nachbarn und die ländliche "High Society" lernt sie auf verschiedenen Tanzveranstaltungen und Einladungen kennen und hat auch bald den einen oder anderen Verehrer unter den jungen Männern, doch verliebt ist sie in den einen, der sich, vielleicht auch, um nicht aufzufallen, spröde gibt, den jungen Pfarrer Edward Howard. Bei Jane Austen brauche ich immer 10-20 Seiten, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen und richtig in die damalige Zeit einzutauchen, doch danach war es ein schönes Klassiker-Lesevergnügen mit einer Protagonistin, die sich erfrischend von den verwöhnten Adelspflänzchen abhebt, die sie umgeben.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jane Austens erstes Werk, 24. Februar 2006
"Die Watsons", übrigens Jane Austens erstes Buch, ist, wenn auch nicht von ihr vollendet, ein typischer Jane Austen-Roman. Auch hier findet sich wieder eine junge, selbstbewußte Heldin, die innerhalb strenger gesellschaftlicher Konventionen und Klassenunterschiede sicher ihren Weg geht, mit oftmals schwierigen Familienkonstellationen zu kämpfen hat und trotz einiger Wirren am Ende ihre Liebe findet. Diesmal steht die junge Emma Watson im Mittelpunkt, die nach 14 Jahren, die sie bei ihrer Tante verbracht hat, zu ihrer Familie zurückkehrt. Hier muss sie nicht nur zunächst einmal alle ihre Geschwister neu kennenlernen, sondern sich auch den ein oder anderen unliebsamen Verehrer vom Leibe halten. Gleichzeitig verliebt sie sich in den Pfarrer Howard, der ihre Gefühle erwiedert. Bis die beiden am Ende zusammenfinden, müssen sie jedoch einige Probleme bewältigen. Was mir bei "Die Watsons" ein wenig gefehlt hat, ist die feine Ironie und der Humor, die die anderen Jane Austen-Romane so auszeichnen, was aber sicher daran liegt, dass es a) ihr erstes Werk war und b) anonym vollendet worden ist. Dennoch verspricht aber auch dieses Buch viele unterhaltsame Lesestunden, und ich habe mit Emma gelitten und mich mit ihr gefreut wie mit allen anderen Jane-Austen-Heldinnen. Daher volle 4 Sterne!
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