Ein ausgesprochen gelungenes Buch aus der Sicht eines Käfers, genannt „Wanze". In einer wunderbar amüsanten Art erlebt man hier die Geschichte über einen verschwunden Ohrenkrabbler, den Wanze Muldoon suchen soll. Und schon bald steckt der kauzige Detektiv bis zu den Fühlern im Ärger.
Es ist eine geniale Story in der Ich-Form und bereits nach wenigen Seiten fühlt man sich völlig zuhause in der Welt der Käfer, Grashüpfer, Würmer und anderen Gesellen, denen man im realen Leben für gewöhnlich wenig Beachtung schenkt.
Eine ganz neue, andere Sicht der Dinge tut sich so auf, ein Blick auf die Lebensgemeinschaft in einer Wiese, in der sich böses zusammenbraut. Spannend und teils grotesk, aber immer mit einem herrlich trockenen Humor krabbelt die Wanze durch die Story.
Dieses Buch lohnt sich zu lesen, wenn es auch ein paar Klischees mit zur Verfügung stellt, so sind in dieser Geschichte die Wespen und die Spinnen die Bösen - und die Ameisen kommen ebenfalls nicht wirklich gut weg. Noch dazu kommt es zu recht heftigen „Kampfszenen" und regelrechten „Hinrichtungen" lästiger Kleinkrabbler.
Das mag vielleicht für eine Kinderseele nicht die pädagogisch einwandfreie Moral der Geschichte sein und das ein oder andere Fremdwort ist evtl. auch übertrieben angewandt - ich weiß aber auch nicht, ab welchem Alter das Buch empfohlen wird.
Ich bin nun schon ein paar Jährchen „alt" und habe die Geschichte mit viel Spaß gelesen!!
;-)