Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Die Wannsee-Konferenz. Wie die NS-Bürokratie den Holocaust organisierte
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Wannsee-Konferenz. Wie die NS-Bürokratie den Holocaust organisierte [Gebundene Ausgabe]

Mark Roseman
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Am 31. Juli 1941 richtete der Stellvertreter Adolf Hitlers, Reichfeldmarschall Hermann Göring, ein Schreiben an den SS-Obergruppenführer sowie Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD) Reinhard Heydrich. Darin forderte er ihn auf, in kurzer Frist einen "Gesamtentwurf über die organisatorischen, sachlichen und materiellen Voraussetzungen zur Durchführung der angestrebten Endlösung der Judenfrage vorzulegen". Im November lud Heydrich vierzehn hochrangige Funktionäre aus Partei- und Staatsapparat für den 20. Januar 1942 an den Wannsee. Auf dieser -- wie es in dem Einladungsschreiben heißt -- "Besprechung mit anschließendem Frühstück" wurden Heydrichs "Gesamtentwurf" diskutiert und von der Runde als verbindlich angenommen.

Das Protokoll der Konferenz im Gästehaus der SS, Am Großen Wannsee 56-58, wurde dreißigfach ausgefertigt. Die einzig je aufgefundene 16. Ausfertigung entdeckten Ermittler des US-Anklägers Robert Kempner 1947 in den Akten des Unterstaatssekretärs Martin Luther. Ein Faksimile dieses als "Geheime Reichssache" gekennzeichneten Dokuments findet sich neben den erwähnten Schreiben Görings und Heydrichs im Anhang zu Rosemans Buch. Norbert Kampe notiert in seinen dem Dokumententeil vorangestellten Anmerkungen treffend: Aus dem Text des Protokolls geht "ungeachtet aller Tarnfloskeln und gespreizter bürokratischer Sprache eindeutig hervor, dass nach den bereits durchgeführten diversen Deportationen und Mordaktionen nun die systematische Ermordung aller Juden das Ziel der vereinten Anstrengungen reichsdeutscher Judenpolitik" sein sollte.

Mark Rosemans Buch dokumentiert und bewertet souverän und überzeugend den gegenwärtigen Stand der Forschung zur Wannsee-Konferenz und deren Vorgeschichte. So liefert es eine konzise wie bestechende Darstellung des Übergangs der "Judenpolitik" vom Massenmord zum Völkermord. --Andreas Vierecke

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2002
"Ausführlich" und "überzeugend" sind die Epitheta, mit denen Rainer Blasius dem Autor des Bandes sein Lob ausspricht. Ausführlich und überzeugend, so schreibt Blasius, setze sich Roseman mit der Frage auseinander, "warum die Wannsee-Konferenz überhaupt stattfand". Dass der Autor dabei die Überzeugung vertritt, an Hitlers Willen zur Vernichtung der Juden und an seiner Verantwortlichkeit könne kein Zweifel sein, scheint Blasius ebenso anzuerkennen wie die Mühe, die sich der Band in der Auseinandersetzung mit der jüngeren Holocaust-Forschung gibt. Das Ergebnis dieser Diskussion sieht der Rezensent in der Darstellung, "wie sich der 'genozidale Krieg' aus den brutalen Massenmorden seit Sommer 1941 entwickelte", und in einem Resümee, demzufolge Eichmanns "Wannsee-Protokoll" ein "Hinweisschild" dafür gewesen ist, dass der Genozid nunmehr zur offiziellen Politik geworden war.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Am 20. Januar 1942, versammelten sich fünfzehn führende Vertreter der obersten Reichs- und Parteibehörden des NS-Regimes in einer Villa am Berliner Wannsee. Gastgeber: Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des SD. Einziger Tagesordnungspunkt: "Besprechung über die Endlösung der Judenfrage". Der Historiker Mark Roseman hat sich intensiv mit der Vorgeschichte, dem Ablauf und den Folgen dieser als "Geheime Reichssache" eingestuften Konferenz befaßt. Auf Basis der neuesten Forschung gelingt es ihm, in einer knappen, präzisen, dabei stets anschaulichen und überzeugenden Darstellung die Bedeutung der Wannseekonferenz im Rahmen der nationalsozialistischen Judenvernichtung verständlich zu machen. In einem Anhang des Buches wird erstmals das komplette Protokoll abgedruckt.

Über den Autor

Mark Roseman, Professor für Zeitgeschichte an der University of Southhampton. Zahlreiche Veröffentlichungen zur jüngeren deutschen Geschichte, für die er mehrere Preise erhielt, darunter den von der Wiener Library vergebenen Fraenkel-Preis für Zeitgeschichte.
‹  Zurück zur Artikelübersicht