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Es war schon ein unfreies Leben in Konstanz zu Anfang des 15. Jahrhunderts -- und unfrei soll es für Marie auch in der Folge weitergehen. Denn der Graf entpuppt sich als intriganter, krimineller Mitgiftjäger, der es nur auf das Geld des Vaters abgesehen hat. Schließlich bleibt Marie nur die Alternative zwischen Selbstmord und einem Dasein als Wanderhure, die zum Vergnügen der Männer unstet durch die Lande zieht. Marie wählt letztere Variante -- auch und gerade, um sich an jenem Menschen rächen zu können, der sie auf diese Lebensbahn gestoßen hat.
Im Hauptberuf ist die Münchner Autorin Iny Lorenz Programmiererin bei einer Versicherung, und ein wenig programmiert auf möglichen Erfolg wirkt auch Die Wanderhure hin und wieder. Das aber tut der genüsslichen Lektüre keinen Abbruch. Wer historische Schmöker liebt, der ist bei Lorenz bestens aufgehoben. Denn hübsch und spannend geschrieben ist die Geschichte der "Hübschlerin" allemal. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das tut weh. Sprachlich, inhaltlich, charakterlich.,
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure: Wanderhuren-Aktion. (Audio CD)
Au weia.Selten habe ich eine hanebüchenere Geschichte gelesen, plattere Charaktere gesehen und haarsträubendere Klischees bedient gesehen. Tenor: Alle Frauen sind entweder madonnenhaft gut oder gnadenlos geldgierig, alle Männer entweder andauernd notgeil, strudelblöd oder tot (wobei sich diese Eigenschaften gegenseitig nicht ausschließen). Selbst Freunde und Helfer können sich nicht beherrschen und machen sich über die dauernd bestiegenen Frauen her. Zum Glück lässt einen die Geschichte durch ihre vorhersehbare Handlung und die zutiefst billige Sprache dermaßen kalt, dass selbst die zahlreichen und ausgedehnten Vergewaltigungsphantasien nur einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen. Erfreulicherweise haben die Mädels ein paar Tinkturen, da sind sie schnell wieder flott und können wieder seitenweise Freier bedienen und Geld zählen. Nachhaltige seelische Schäden scheinen die zahlreichen Vergewaltigungen nicht zu hinterlassen, schwanger wird man in dem Gewerbe wohl auch nicht. Die Ausführlichkeit und dauernde Wiederholung gewalttätiger oder im besten Fall gleichgültiger Sexszenen legt die Vermutung nahe, den Autoren bereite dies eine gewisse Freude. Hätten sie lieber mal ein paar Zeilen für die Charaktere verwendet, die völlig entwicklungsfrei zu einem schematischen, klischeehaften Leben verdonnert wurden. Fazit: Eine Beleidigung für jeden normalen Mann, eine Unverschämtheit gegenüber jedem Menschen, dem tatsächlich einmal Gewalt angetan wurde und eine Zumutung für jeden Leser mit einem Minimum an Anspruch und Niveau. NICHT kaufen! Wenn zu spät, Schiffchen draus falten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
330 von 390 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlecht, schlechter, Wanderhure,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Knaur TB) (Taschenbuch)
Als Historiker wundere ich mich (mittlerweile) nicht (mehr) über schlecht recherchierte Mittelalter-Romane, in denen Protagonisten agieren, die neuzeitlich denken und handeln, dies aber vor einem mittelalterlichen Hintergrund tun. Solche ahistorischen Darstellungen sind der Regelfall, weil den meisten Autoren einfach der Einblick fehlt, mittelalterliches Denken und Fühlen darzustellen. So auch im vorliegenden Fall. Sämtliche Protagonisten der "Wanderhure" sind modern denkende Menschen, die in ein mittelalterlich aussehendes Sujet eingebunden wurden, in ihrem Denken und Handeln findet sich praktisch nichts "typisch spätmittelalterliches." Wäre dies der einzige echte Fehler, den dieser Roman enthielt, befände er sich in bester Gesellschaft und könnte immer noch zu einer insgesamt positiven Bewertung gelangen.Doch ein positives Gesamturteil ist nicht möglich, denn das Produkt von Frau Lorentz gelangt nie über das Niveau billigster Groschenromane hinaus: Die klischeehafte Darstellung fast sämtlicher Protagonisten ist schon beinahe übelerregend. Alle Schurken sind durch und durch böse (und fast immer männlich), alle Guten sind durch und durch gut (und sehr häufig weiblich); es gibt nur Schwarz oder Weiss, aber keinerlei Grautöne. Es fehlt den Protagonisten fast jeder charakterliche Tiefgang, Einblicke in das Seelenleben - zum Verständnis mittelalterlichen Denkens absolut unverzichtbar - gibt es nicht. Protagonisten verkommen hier zu zweidimensionalen Karikaturen ihrer selbst. Die Handlung ist eine einzige Abfolge abenteuerlich dümmlicher Ereignisse, Vergewaltigungen, Morde, Intrigen und dazwischen immer wieder die unwahrscheinlichsten Zufälligkeiten, um der Handlung ihre vorhersehbaren Wendungen zu geben. Es grenzt schon an vorsätzliche Verdummung der Leser, wenn eine Autorin solch wild zusammengewürfelte Ereignisabfolgen als stringente Handlung verkaufen will. Sex sells, das ist sicherlich richtig, aber in der "Wanderhure" scheint die Handlung - wenn sie denn eine solche Bezeichnung überhaupt verdient - nur als Vorwand für die Schilderung sadistischer Sexualphantasien zu dienen. Passend dazu sind auch Sprache und Stil von Frau Lorentz, und damit sind wir beim dritten Schwachpunkt - wobei das gesamte Buch eigentlich nur als eine einzige Ansammlung von Schwachpunkten verstanden werden kann. Die "Wanderhure" strotzt vor sprachlichen Klischees und abgenutzten Redewendungen und bestätigt damit den miserablen Gesamteindruck des Lorentzschen Machwerks. Zusammenfassend läßt sich sagen, dass Frau Lorentz so ziemliche jede schriftstellerische Todsünde begangen hat, die sich denken läßt: Oberflächliche und zweidimensionale Charaktere bewegen sich vor einem Zerr- und Abziehbild des späten Mittelalters, wobei die Handlung trotz reisserisch dargestellter Freveltaten klischeehaft, langweilig und vorhersehbar ist. Das niedrige sprachliche Niveau bestätigt eigentlich nur, dass sich die "Wanderhure" wohl besser zur Veröffentlichung als Fortsetzungsroman in irgendwelchen Druckerzeugnissen der Regenbogenpresse geeignet hätte. Schade ist es eigentlich nur um jeden Baum, dessen Holz zur Herstellung des Papiers verschwendet wurde, das für den Druck der "Wanderhure" eingesetzt wurde und noch immer wird. Wäre es bei der Bewertung möglich gewesen, null Sterne zu vergeben, so wäre dies mein abschließendes Urteil. Denn die "Wanderhure" ist weder ein historischer Roman, noch vermag das Buch den Leser wenigstens halbwegs anspruchsvoll zu unterhalten. Im Grunde ist es nicht mehr als sadistische Pornographie mit künstlich aufgepfropftem Happy Ending. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Reisserisch und billig ...,
Von faustino888 (Tokyo) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Knaur TB) (Taschenbuch)
Nach den ersten 30 Seiten war ich derart begeistert, das ich mir vorzeitig die Fortsezung bei Amazon bestellte. Ein Fehler, wie sich auf den weiteren Seiten herausstellen sollte.Der Roman verkommt mehr und mehr zum Groschenheft mit der ueblichen klischeehaften Zeichnung der Hauptpersonen ohne Tiefgang. Maenner sind boesartig, intrigant und machtbesessen, Frauen gut, glaeubig und mit positiven Eigenschaften gezeichnet. Das sie vom rechten Weg abgekommen sind, ist einer Laune der Natur zuzuschreiben. Die Handlung ist eine Aneinanderreihung von Gewalt und Aggression, wie sie einem neuzeitlichen Video- oder Computerspiel entsprungen sein koennte. Keine Ueberraschungen, alles voraussehbar, ebenso wie der Sprachstil der Autorin, der nicht zu gefallen weiss. Und das Ende? Vorhersehbar. Natuerlich siegt das Gute. Den Anforderungen eines historischen Romans kann das Pamphlet nicht im Mindesten gerecht werden. Von der abstrusen Handlung ganz zu schweigen. Moegen wir vor weiteren Fortsetzungen verschont bleiben, denn es waere schade um jeden Baum, der fuer die Veroeffentlichung gefaellt werden muesste. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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