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Die Wand

Martina Gedeck , Karlheinz Hackl , Julian Roman Pölsler    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Dieser Artikel wird am 16. Mai 2013 erscheinen.
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Produktinformation

  • Darsteller: Martina Gedeck, Karlheinz Hackl, Ulrike Beimpold
  • Regisseur(e): Julian Roman Pölsler
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 16. Mai 2013
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00AAPW9RM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 487 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Welches innere und äußere Abenteuer muss eine Frau bestehen, die von der Welt abgeschnitten alleine in den Bergen überlebt? Die vielfach ausgezeichnete deutsche Schauspielerin Martina Gedeck brilliert in einer außergewöhnlich intensiven Rolle inmitten einer unbeugsamen Natur. Die Wand beruht auf dem gleichnamigen literarischen Meisterwerk von Marlen Haushofer, das in 19 Sprachen übersetzt wurde und lange Zeit als unverfilmbar galt. Der von der deutschen Presse frenetisch gefeierte Film begeisterte knapp 400.000 Kinozuschauer.

 Die Wand 01
 Die Wand 02
 Die Wand 03

Neben Interviews und einem Featurette zur Deutschland-Premiere ist die DVD/Blu-ray mit einem O-Ring veredelt und enthält zudem ein Wendecover mit alternativem Artwork.

 Die Wand 04
 Die Wand  05
 Die Wand 06

"Ein betörend schöner Film."
(Der Spiegel)

"Wie Martina Gedeck das spielt, wie sich all das – Verlorenheit, Glück, Angst und Mut – in ihrem Gesicht spiegelt, das gehört zum Wunderbarsten, was ich je in einem Film gesehen habe"
(Elke Heidenreich / Stern)

"Ein starkes Stück Kino"
(ARD Tagesthemen)

"Intensiv, beklemmend, groß"
(Cosmopolitan)

"Gedeck präsentiert sich auf der Höhe ihrer Kunst."
(Kulturspiegel)

VideoMarkt

Eine Frau schreibt in einer einsamen Jagdhütte ihre Geschichte auf. Als beim Wochenendausflug ein befreundetes Ehepaar von einem Dorfbesuch nicht zurückkommt, macht sie sich auf den Weg ins Tal und stößt an eine unsichtbare Wand. Sie ist vom Rest der Welt getrennt und in einer feindlichen Natur auf sich gestellt. Nur einige Tiere leisten ihr Gesellschaft. Zwischen Einsamkeit, Angst und Resignation versucht sie zu überleben und stellt sich den Grundfragen menschlicher Existenz.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der Film zum Buch" 3. Dezember 2012
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Der Film basiert auf dem gleichnamigen literarischen Meisterwerk von Marlen Haushofer, das 1963, einige Jahre vor ihrem frühen Tod, erstmals verlegt wurde. Es ist davon auszugehen, dass der Film ebenso polarisieren wird wie das Buch. Wer die Geschichte für bare Münze nimmt, wird wohl viel an ihr auszusetzen finden, vielleicht wird er sie als langweilig und unglaubwürdig einstufen. Für mich ist sie ein universelles Gleichnis, das an einem Einzelschicksal aufgezeigt wird. Wie überlebt ein Mensch, der sich völlig alleine fühlt, in sich selbst eingeschlossen und ohne Möglichkeit mit anderen wirklich zu kommunizieren, außer über das Schreiben, über Texte, die Fehlinterpretationen Tür und Tor öffnen?

Vordergründig passiert folgendes: Eine Frau, die namenlos bleibt, nicht mehr jung, noch nicht alt, die ein städtisch geprägtes, gutbürgerliches und vielleicht zutiefst verlogenes Leben führt, fährt mit einem Ehepaar in dessen Jagdhütte am Fuße des Dachsteinmassivs. Was als Wochenendausflug beginnt, entwickelt sich sehr schnell zu einem harten, entbehrungsreichen Leben in der Natur, in dem es fast bis zum Schluss keinen anderen Menschen mehr gibt. Eine unsichtbare Wand, die sich kreisförmig um ein großes, waldreiches Gebiet zieht, schließt die Frau in atemberaubender, aber auch unerbittlicher Natur ein; die Außenwelt scheint erstarrt, tot. Sie ist fortan auf sich selbst gestellt und muss lernen, aus eigener Kraft mit wenigen Relikten aus der bisherigen Welt zu überleben. Einige Tiere sind an ihrer Seite, vor allem der Jagdhund Luchs, der schon bald ihr engster Gefährte wird. Wie fast alle Hunde ist er „menschennärrisch“ und tröstet die sich so unzulänglich fühlende Frau durch bedingungslose Treue. Luchs steht ihr am nächsten, aber es gibt auch Katzen und Bella, die Kuh, die später kalbt und ihr Milch liefert, um den Preis aufwendiger Versorgung und einer Bindung ans Haus, das sie nur im Radius einer Entfernung, die ihr die tägliche Rückkehr ermöglicht, verlassen kann. Wir begleiten die Frau im Wechsel der Jahreszeiten, solange sie genügend Papier zum Schreiben hat. Das entbehrungs- und arbeitsreiche Leben wird im Film immer wieder angedeutet, anders als im Buch entwickelt die monotone Mühsal jedoch keine Dominanz. Die Schönheit der Natur und die heilsame Hingabe der Protagonistin bis zu jenem Zeitpunkt, fast am Schluss, als die Gewalt mit aller Brutalität in dieses stille Sein einbricht, überwiegen. Dennoch fordert das Geschehen auf der Leinwand die Psyche des Betrachters, sofern er in der Lage ist, etwas davon zu spüren, was in der Frau vor sich geht. Man empfindet nur das, was, in welcher Ausprägung auch immer, in einem selbst ist. Daher rührt der Bann, der die einen im Bezug auf „Die Wand“ befällt und am anderen Ende der Skala die Langeweile und die - rational betrachtet und mit abgelenktem Auge verfolgten - logischen Brüche, die andere nerven.

Julian Roman Pölsler, der österreichische Regisseur und Drehbuchautor, betonte in einem Interview zum Film, dass er zeitlebens ein Waldmensch geblieben ist. Ich glaube, dass bei Menschen, in denen das sehr Ländliche, die Nähe von Tieren und ganz besonders der Wald oder die Berge in der Kindheit und Jugend einen prägenden Eindruck hinterlassen haben, dieser sich nie ganz verliert, egal wie weit sich der Weg auch von diesem Lebensraum entfernt. Der Lockruf, ob stark oder schwach, bleibt. Vielleicht werden manche Pölsler die fast immer vorhandene Postkartenidylle seiner Bilder vorwerfen, aber ich glaube nicht, dass dahinter nur der Wille nach einem auch ästhetisch bestechenden Film steht. Die Schönheit der Landschaft sorgt für den scharfen Kontrast zu dem in all’ seinen komplexen Widersprüchen sich darin bewegenden Menschlein, das gerade so viel quälenden Verstand hat, um zu wissen, dass gerade ihn die Natur von allen Lebewesen am wenigsten braucht.

Womit wir wieder bei der Frau und in diesem Fall, der ein Glücksfall ist, bei Martina Gedeck sind. Was für eine Schauspielerin. Es gibt außer ihr nur wenige (Corinna Harfouch beispielsweise oder, leider seltener, Barbara Sukowa), die so brillant und intensiv spielen und bei aller Persönlichkeit doch immer wieder völlig hinter ihrer Rolle verschwinden können. Mittelmäßige Schauspieler können das nicht, sie spielen immer nur Variationen ihrer selbst, weshalb so mancher Betrachter sie schon bald nicht mehr sehen will. Außerdem sind herausragende Schauspieler in der Lage, ihre Eitelkeit zu überwinden. Martina Gedeck hat den Ruf, in Interviews kaum Privates preiszugeben (was eher für sie spricht), ihren Rollen gibt sie sich jedoch mit großer Intensität hin. Sie versteht es, in diesem Film der Figur der namenlosen Frau jene außergewöhnliche Stärke zu geben, die mit der im Grunde paradoxen Zerbrechlichkeit eine faszinierende Persönlichkeit zum Leben erweckt, die im sensiblen Betrachter kaum benennbare Beklemmungen hervorruft. Diese Person ist nicht im realen Leben verankert, sie lebt ausschließlich in der Literatur, worauf der Film gleich zu Beginn mit dem Bücherstapel neben dem Bett verweist und ganz ausdrücklich damit, dass die Geschichte mit dem Vorhandensein von beschreibbaren Material beginnt und offen endet.

Beschäftigt man sich mit dem Leben der Marlen Haushofer ausführlich, indem man die umfangreiche Biografie von Daniela Strigl liest oder kürzer und gestraffter, auch oberflächlicher, mit dem Essay von Marlene Krisper, bekommt man eine Ahnung davon, wie und warum „Die Wand“ so und nicht anders entstanden ist. Marlen Haushofer selbst wird dabei ein Rätsel bleiben. Wieso sie so lebte, wie sie lebte und nicht anders, was sicher besonders nach dem bürgerlichen Mief der unmittelbaren Nachkriegszeit möglich gewesen wäre, wenn es ihr möglich gewesen wäre, konnte ich nicht entziffern. Letztendlich blieb sie eine Gefangene ihrer selbst und das gilt wohl für uns alle.

Bleibt noch zu erwähnen, dass dieser Film durchaus mit einem hinreißenden zweiten Hauptdarsteller punkten kann. Es handelt sich dabei um Pölslers Hund. Mit diesem Filmpartner hatte Martina Gedeck nach eigenen Worten zwar Anfangsschwierigkeiten, die sich, wie im Film zu sehen ist, aber schon bald in Luft auflösten.

Ein ergreifender Film. Oder auch nicht. Wenn Ihnen danach ist, finden Sie es heraus.

Helga Kurz
2. Dezember 2012

Das ordentliche Leben der Marlen Haushofer: Ein Essay
Marlen Haushofer: Die Biographie
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend! 8. Dezember 2012
Format:DVD
Martina Gedeck verkörpert -im wirklichsten Sinne- die Ich-Erzählerin, die sich so unvermittelt wie unausweichlich dem Entsetzen ausgeliefert sieht, durch eine unsichtbare und undurchdringliche Wand von der Welt getrennt zu sein. Diese Wand, die auch in der literarischen Vorlage Marlen Haushofers nicht definiert ist (Was trennt uns Menschen radikal von Anderen? Krankheit? Traumata? Verluste?), zwingt die Ich-Erzählerin, sich auf das Wesentliche in ihrem und jedem Leben zu konzentrieren.

Selten wurden in auf ein Minimum reduzierter Körpersprache und insbesondere Mimik Innenwelten so herausragend sichtbar gemacht wie hier von Martina Gedeck. Interpretatorische Räume zum Wesen der Wand, zum Wert von Mensch und Leben lassen Regie und Darstellerin bewußt offen.

Es schien unvorstellbar, die literarische Vorlage der Haushofer zu verfilmen.
Umso beeindruckender ist, was DIE WAND mit Martina Gedeck uns sehen und erleben läßt: cineastische Größe!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandioser Film 21. Dezember 2012
Format:DVD
Nach dem Lesen der diversen Kritiken ging ich mit gespaltenen Gefühlen ins Kino. Nachdem mich das Buch vor circa 25 Jahren sehr beeindruckt hat und man von vielen Literaturverfilmungen enttäuscht ist, war ich sehr gespannt: Fazit: eine tolle Darstellerin, eine faszinierende Landschaft und ein klasse Hund. Man muss sich wirklich einlassen auf diesen Film,wer große Handlung sucht, ist fehl am Platz. Ansonsten wirkt er noch tagelang nach. Ich kann nur empfehlen:Ansehen!
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