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'Die Wand.'
 
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'Die Wand.' [Taschenbuch]

Marlen Haushofer , Gisela Ullrich
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 268 Seiten
  • Verlag: Klett; Auflage: Mit Materialien. (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3123519600
  • ISBN-13: 978-3123519604
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,4 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.289 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marlen Haushofer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.

Autorenportrait

Marlen Haushofer (1920-1970) studierte Germanistik in Wien und Graz und lebte später in Steyr. Ihre Erzählung "Wir töten Stella" wurde 1963 mit dem Arthur-Schnitzler-Preis ausgezeichnet. 1968 erhielt sie den österreichischen Staatspreis für Literatur.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen sensationell!!!, 20. November 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: 'Die Wand.' (Taschenbuch)
sensationell!!!

eine frau verbringt mit ihrer cousine und deren mann ein paar tage in deren jagdhaus in den bergen..
am abend geht das ehepaar weg; auf einen spaziergang ins dorf..

am nächsten morgen wacht die frau auf und bemerkt, dass sie alleine ist.. die cousine und auch deren mann sind noch nicht zurückgekehrt..
sie - also die frau - macht sich mit dem hund auf und sucht das paar..
doch sie kommt nicht sehr weit: sie stösst auf ein unsichtbares hindernis.. es ist eine riesige gläserne wand, durch die sie vom rest der welt getrennt ist..
zusammen mit dem hund, einer katze und einer trächtigen kuh ist sie eingesperrt.. oder ausgesperrt??

bisher habe ich noch keins meiner vielen bücher ein zweites mal gelesen..
einerseits habe ich noch so viele, die gelesen werden möchte..
und andererseits war da nie ein reiz, auch nur eines ein weiteres mal zu lesen..
aber bei 'die wand' ist das anders.. dieses buch werde ich bestimmt nochmals lesen..

wie sagte eva demski darüber:
"eines der bücher, für deren existenz man ein leben lang dankbar ist."
wie recht sie hat!!!

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Robinson Crusoe Geschichte, Identitätskrise, Neuanfang, 13. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: 'Die Wand.' (Taschenbuch)
Die Wand ist eines der Bücher, die man wirklich in einem Zug durchliest. Klasse Buch. Diese Erzählung ist eine Parabel, die die Welt, die Menschen, die Gesellschaft widerspiegelt. Die Frau, die eines morgens in einem Jagdhaus im Wald erwacht und hinter einer Wand eingeschlossen ihr Leben mit einer alten Katze, dem Hund Luchs und der Kuh Bella verbringt, ist neben einer spannend erzählten Geschichte mit Tieren eine sehr sozialkritische Erzählung. Warum hat die eingeschlossene Frau nie versucht, die Wand zu zerschlagen, z.B. mit einer Axt oder anderen Werkzeugen? Im Verlauf der Erzählung bemerkt man, daß die Wand stellvertretend für unsere Gesellschaft steht, das Ergebnis von Vereinsamung, Identitätskrise, aber auch die Welt, wie Sie nach dem endlosen Zerstreiten der Menschen und nach einem Supergau der berühmten Stunde X wieder von vorne anfängt zu leben, bereinigt von allem Schlechten.
Dies liest man allerdings natürlich nur zwischen den Zeilen, aber das macht die Geschichte ja so spannend. Sie zeigt auf, wie sehr wir doch in der heutigen Gesellschaft voneinander abhängig sind und wie sehr jeder einzelne Handgriff automatisiert wurde.

Die Geschichte selbst ist ein Spiegel aus dem Leben der Autorin, die selbst oft genug gefangen war hinter Wänden aus denen Sie nicht ausbrechen konnte und vermutlich deshalb so jung mit gerade erst 50 Jahren an Krebs verstarb.

Dieses Buch ist Kult. Allerdings nicht nur wegen der hochspannenden Tiererzählungen, sondern der Erkenntnisse wegen, die man daraus ziehen sollte.

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nur eine Robinsonade?, 3. März 2007
Rezension bezieht sich auf: 'Die Wand.' (Taschenbuch)
Eine Frau wacht eines Morgens in einer abgelegenen Jagdhütte auf und stellt fest, dass sie von der übrigen Welt durch eine unsichtbare Wand getrennt ist; außerhalb des Areals, das diese Wand begrenzt, gibt es offensichtlich kein Leben mehr. Außer der Frau, deren rückblickende Aufzeichnungen wir nun lesen, scheint es innerhalb dieser "Insel" niemanden mehr zu geben (die Größe des ihr zugewiesenen Areals kann sie aber nicht bestimmen, sondern muss sich außerhalb ihres Wirkungskreises auf Vermutungen verlassen); mit einem Jagdhund, einer Katze und einer zugelaufenen Kuh muss sie sich nun aufs Überleben einrichten.

Was zunächst wie eine moderne Robinsonade klingt und Sujets der Weltliteratur von der Arche Noah über Utopia und Robinson bis zur modernen Science Fiction aufgreift, lässt sich keineswegs ohne weiteres in eines der bekannten Genres einordnen, und gerade das macht seine Stärke aus.

Die Aufzeichnungen der namenlosen Frau (Namen haben im folgenden nur die Kuh, der Hund und zwei junge Katzen  "man (resp. woman) gave names to all the animals") berichten nämlich nicht nur von den kleinen Ereignissen in dieser "Neuen Welt", in der plötzlich alles aufs unmittelbare Überleben ausgerichtet sein muss, sie reflektieren auch ihr bisheriges Leben. Man merkt, es geht hier nicht nur darum, dass die Protagonistin nun, auf sich allein gestellt, irgendwie zurechtkommen muss, sondern es geht auch wortwörtlich um den Rückzug des Einzelnen aus der Welt.

Damit nicht genug: In die einfache, nüchterne Sprache, die sich am Überlebenskampf orientiert und in der die Dinge wieder bei ihren Namen genannt werden (auch dieses biblische Motiv eine Anleihe an die Paradiesgeschichte!), mischt sich von Anfang an eine namenlose und dadurch nicht näher fassbare Bedrohung des "Zwangs-Paradieses" von innen heraus; eine düstere Spannung bildet den Hintergrund für diesen Bericht vom existentiellen Leben.

Der Bericht ist, wie gesagt, aus der Rückschau geschrieben; seine Verfasserin deutet also immer wieder an, dass die diffus erahnte Katastrophe tatsächlich eintreten wird  doch auch danach wird das Leben in dieser "Insel" weitergehen, nun aber jenseits des Niedergeschriebenen und im Bewusstsein jederzeit möglicher konkreter Bedrohung.

Man kann dieses Buch auf viele verschiedene Arten und unter vielen Blickwinkeln lesen, auch das macht seinen Reiz aus: Man kann sich auf die bewusste Eingrenzung der Frau auf ihre eigenen Möglichkeiten, als Reaktion auf die aufgezwungene Ausgrenzung, konzentrieren, als weibliche Gegenutopie, die nicht nur von "außen", sondern auch immanent von (männlicher) Gewalt bedroht ist. Man kann den Bericht auch als eine Reflexion über Wesentliches auffassen, in dem Isolation von der Außenwelt nicht zu Eskapismus oder Wirklichkeitsferne führt; als Kulturkritik, in der das als "normal" Betrachtete in Frage gestellt wird; als Science Fiction; als Reflexion des Themenkomplexes "Paradies und Sündenfall"; als Parabel über die prinzipielle Isolation des Menschen (jeder andere Mensch ist ein potentieller Todfeind!) oder als Anti-Robinsonade...

Wie auch immer, dieses phantastisch geschriebene Buch wird jeden Leser lange in Atem halten: während der Lektüre und auch noch lange danach.
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