Herrliche Auszeit ;o)
In der 1. Staffel hat mich das Frauenbild ja so sehr genervt, dass ich eigentlich keine weiteren Folgen mehr schauen wollte. Wie gut, dass ich mich doch traute. Den ab der 2. Staffel wird alles besser. Vielleicht hatten sich damals schon genügend Fans diesbezüglich beschwert und die Charaktere wurden demensprechend angepasst.
Zu Beginn erhalten beide Frauen von Ihren Männern mal eine ordentliche verbale "Abreibung". Von Hartherzig und widerwärtig ist die Rede... Die Frauen nehmen sich das wohl zu Herzen und sind ab da wie umgewandelt. Die Oma ist zwar immer noch oft recht mürrisch, doch es zeigt sich auch viel mehr ihre mitfühlende (wenn auch etwas ruppige) Art. Die Mutter (Liv) benutzt zwar auch immer noch gern mal die Bibel aber höflich vorlesend und nicht mehr wütend einbleuend.
Der liebe Gott hat uns 2 Arme gegeben. Glauben Sie um andere Menschen von uns fern zu halten?
Mary Ellen ist endlich von ihrem weinerlich-zickigen Trip runter und etwas erwachsener, freundlicher geworden. Sie strebt eine Schauspielkarriere an.
Ben darf allmählich in John-Boys Fußstapfen treten und zum 1. Mal mit auf die Jagd gehen.
Zu Beginn der Staffel ist nur noch John-Boy etwas nervig (den konnte ich aber damals schon "nicht leiden" ;o)). Eigentlich soll er ja ein einfühlsamer Schriftsteller sein (werden). Doch er wird gleich immer schnell laut und wütend - das passt irgendwie nicht so richtig zu ihm.
JB wird in dieser Staffel allmählich flügge. Er hat nun einen Studienplatz und erarbeitet sich ein Auto, mit dem er dann täglich zur Uni fahren wird.
Erin verliebt sich zum 1. Mal.
Von dieser Familie können sich auch heute noch einige, einiges abschneiden/abgucken. Respekt vor Mensch und Tier, Gewaltlosigkeit, bedingungslose Liebe, Verständnis, Ehrlichkeit, Ehre, Rechtschaffenheit,... sind für die Waltons nicht nur leere Worte, sondern echtes gelebtes Leben.
Geschichten die rührend und menschlich sind. Schön zum abschalten aber auch nachdenklich stimmend. Ein bißchen heile Welt, trotz Wirtschaftskrise...
Die Qualität ist gut, scharfes Bild und klarer Ton. Die rausgeschnittenen Szenen wurden beibehalten im Originalton (englisch) mit deutschem Untertitel.
Interessant finde ich manchmal die Parallelen zu Unsere kleine Farm, die ja in der selben Gegend nur eben einige Jahrzehnte vorher spielt.