sind diese Novellen. Es geht um den Tod, um das Vergehen und um das, was danach kommt. Oft stehen historische Gestalten im Mittelpunkt - Nietzsche (Über die Alpen) oder Kleist und Madame Vogel vor ihrem gemeinsamen Selbstmord (Im November). Manchmal werden sie merkwürdig miteinander verknüpft - etwa wenn Liszt im Frühjahr 1945 im Führerbunker vor den Nazigrößen konzertiert (Die Waldsteinsonate). Die anrührendste Erzählung ist "Die Heiterkeit des Todes", in der sich ein SS-Mörder und sein jüdisches Opfer am Berliner Grunewaldsee als Liebespaar wieder begegnen, ein Thema, das er in einer späteren längeren Erzählung "Das Konzert" wieder aufnimmt. Lange schreibt in einer klaren, schönen Sprache. Lesenswert!