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Die Wahlverwandtschaften.
 
 
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Die Wahlverwandtschaften. [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag Iselt & Co.Nfl.mbH
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3872911848
  • ISBN-13: 978-3872911841
  • Größe und/oder Gewicht: 20,5 x 12,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Johann Wolfgang von Goethe
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Produktbeschreibungen

Erscheinungsjahr: 1994
Gewicht: 185 gr / Abmessung: 20,5 cm
Von Goethe, Johann W. von

Eduard und Charlotte leben in zweiter Ehe zusammen auf ihrem Landgut und erfüllen sich damit ihre Jugendliebe. Die Zweisamkeit wird gestört, als Eduard seinen alten Freund Otto, einen in Not geratenen Hauptmann, als Berater und Gartenvermesser auf sein Gut einlädt und Charlotte ihrerseits ihre auf dem Internat unglückliche Pflegetochter Ottilie als häusliche Gehilfin zu sich nimmt. Die Harmonie zwischen Eduard und Charlotte ist durch das Eindringen der Freunde gestört: Charlotte fühlt sich zu dem praktisch denkenden Hauptmann hingezogen, der sensible Eduard empfindet eine innige Neigung zur empfindsamen Ottilie. Während Charlotte und der Hauptmann ihren gegenseitigen Neigungen entschlossen entgegenzutreten versuchen, lassen Eduard und Ottilie die langsam entstehende Liebe zu. Aus dieser ''Wahlverwandtschaft'', die sich mit der unabwendbaren Kraft eines Naturvorgangs entwickelt, gibt es kein Zurück, aber auch keinen anderen glücklichen Ausgang.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Herrlich frische Liebestragödie, 24. Mai 2009
Zugegeben die wahlverwandschaften beginnt eher schleppend:

Eine langwierige Landschaftsbeschreibung bei der man fast einnippeln könnte, doch rettet man sich über den zähen anfang hinweg, besticht einen die Geschichte dann doch mit einem sehr interessanten Inhalt.

Das Liebespaar Eduard und Charlotte bekommt besuch von einem alten Freund Eduards, dem Hauptmann und später noch von der Nichte Charlottens Ottilie.

Hier beginnt die eigentliche geschichte: die Durchmischung dieser vier personen zu jeweils zwei neuen paaren (hier bringt Goethe aktuelle Naturwissentschaft und forschungsergebnisse aus der chemie ins spiel) und auch wenn der ehebruch nicht wirklich vollführt wird, so schlafe ndoch eduard und charlotte zusammen, denken aber jeweils an den (heimlich) geliebten anderen, hier begehen beide zusammen einen doppelten Ehebruch.

Doch obwohl letzten Endes die Chance besteht für Eduard und Ottilie glücklich zu werden (Charlotte konnte es nicht richtig mit sich selbst vereinbaren eine Beziehung zum Hauptmann einzugehen), scheitert die Liebe und endet in einer Katastrophe.

Goethe hat diese Geschichte mit seiner unverwechselbaren sprachlichen Brillianz und einem fingespitzen gefühl das beeindruckend ist zu einem Meisterwerk der Literatur gemacht, das sich zu lesen lohnt.

Die Anaconda version des Klassikers bietet zudem ein sehr ansehnliches Bild und einem umwerfenden Preis.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Keine Angst vor Goethe, 7. März 2010
Eduard und Charlotte, ein Ehepaar welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Da kündigt sich unerwartet Besuch an - ein Freund Eduardens, der Hauptmann, kommt auf längere Zeit zu Besuch, ebenso wird Ottilie, die Nichte Charlottes, ins Haus aufgenommen. Eduard verliebt sich blindlings in die stille Ottilie, Charlotte und der Hautpmann finden sich ebenso in einer deutlich reiferen Liebe zueinander. Im Grunde genommen sind sich alle einig und könnten in den neuen Verbindung weiterleben, würde da nicht ein Unglück geschehen, welches Ottilie die unmoralische Seite der ganzen Situation dramatisch klar macht. Sie entzieht sich, schwört Abstinenz - und stirbt letzendlich.

"Die Wahlverwandtschaften" ist als Analogie aus der Chemie genommen, welche ziemlich am Anfang erläutert wird. Die Theorie sagt aus, daß zwei chemische Elemente, welche sich zueinander gezogen fühlen, keine Wahl haben als sich zu verbinden und daß das Hinzufügen eines Elements die friedliche Ruhe zweier anderer Elemente komplett zerstören kann.

Das Buch ist unfaßbar modern, da Goethe sich keinerlei Moralvorstellungen unterwirft. Eduard und Ottilie erleben vielleicht das, was so manch treuer Ehemann und liebender Vater beim Erscheinen des jungen Au-Pair Mädchen erleben mag - ob er es nun will oder nicht. Das heiterste Pahr sind ein Graf und ein Gräfin, welche - beide geschieden - munter und vergnügt ihre freie Beziehung erleben. (Diese stellen auch die interessante These auf, daß Ehen nur auf sieben Jahre geschlossen werden sollten. Wer sonst nichts aus dem Buch liest, sollte sich diese Passage durchlesen, welche auch munter von Frau Pauli in ihrem Wahlprogramm geklaut wurde.) Der Hauptmann und Charlotte sind die reifsten Personen und scheinen letztendlich bereit, sich aus dem ganzen Chaos auszuklinken um gemeinsam eine ruhigere Liebe zu erleben. Ausgerechnet Mittler, der immer für das moralisch korrekte sorgen möchte, tritt mit seinen Ausführungen immer wieder daneben. Von daher - absolut lesenswert..

Schwierig ist allerdings der Sprachstil. Ottilie ist schon sehr betulich, Eduard sehr naiv und leidenschaftlich und Charlotte gar so vernünftig. Beim Lesen (auch anderer Bücher von Goethe) bekommt man immer wieder den Eindruck, daß der gute Herr so gar keinen Sinn für Humor hatte und daher seine Figuren auch immer nur in bitterem Ernst oder würdiger Erhabenheit erleben läßt. (Daher auch die vier Sterne.) Wenn man sich aber darauf einläßt, dann bietet das Buch eine selbstvertändlich hochintelligente und auch schöne Lektüre.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die großen Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Zeit, 30. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Wahlverwandtschaften (Taschenbuch)
Goethes Werk „Die Wahlverwandtschaften" zu beurteilen, bedeutet gleichzeitig, hinter den groben Handlungsablauf einer gescheiterten Ehe durch das Hinzutreffen zweier Personen zu blicken. Denn hier handelt es sich um den Beweis, daß im menschlichen Leben die gleichen Gesetze herrschen wie in der Natur. So wird der Mensch geleitet von magischen Anziehungskräften, möge man sie Schicksal oder Fügung nennen, die unbeherrschbar bleiben und denen durch Selbstüberwindung, Entsagung oder Ergebenheit begegnet werden kann. Es geht darum, mit der Natur zu leben, nicht gegen sie zu handeln, aber sich auch nicht von ihr einnehmen zu lassen. Sinnbildlich müssen Brücken gebaut werden, um zu einem Einklang zu gelangen; einem Einklang aus Feudalismus und Aufklärung, aus dem christlichen Glauben und der Mächtigkeit der Natur, aus der praktischen Vernunft und den leidenschaftlichen Gefühlen. Auf der Grundlage chemisch-biologischer Überlegungen schafft Goethe hier ein detailliertes Bild des Landadels zur Zeit der Aufklärung. Gesucht wird kein Schuldiger, keine Patentlösung für die perfekte Ehe, gesucht wird die Harmonie zwischen Natürlichem und Übernatürlichem, zwischen Abhängigkeit und Selbstreflexion, zwischen Verworrenheit und Erlösung. Diese vielfältige Thematik, gestützt auf die unübertreffliche Wortwahl des Autors, verhilft dem Leser zu dem außergewöhnlichen Einblick in die großen, unerkannten Zusammenhänge der Welt.
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