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Die Wahlverwandtschaften : Ein Roman
 
 

Die Wahlverwandtschaften : Ein Roman [Kindle Edition]

Johann Wolfgang Goethe
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Wahlverwandtschaften
OA 1809 Form Roman Epoche Klassik
Eine wechselnde Liebesbeziehung zwischen vier Menschen, die in eine Katastrophe mündet, wird von Goethe in Bild und Terminologie eines chemischen Prozesses wie eine Versuchsanordnung betrachtet.
Entstehung: Einem von dem schwedischen Chemiker Torbern Bergman 1775 beschriebenen Sachverhalt bezeichnet der Mineraloge Goethe als »Wahlverwandtschaft«, wobei er einer Naturgesetzlichkeit bewusst menschlichen Charakter verleiht: Manche chemische Verbindungen werden durch das Hinzukommen anderer Stoffe aufgelöst, so dass die Elemente neue Verbindungen eingehen. So interpretiert der Roman das Verhalten vierer Personen wie etwas »Anorganisches«, etwas Unausweichliches.
Inhalt: Baron Eduard hat seine Jugendliebe Charlotte geheiratet und kann sich nun der gärtnerisch-architektonischen Umgestaltung seines Landguts widmen. Als er seinen Freund, den Hauptmann Otto, als Dauergast aufnimmt, lädt seine Frau aus Vorahnung ihre unschuldig-jugendliche Nichte Ottilie ein. Dem Titel entsprechend, entstehen zwei unheilvolle Liebesbeziehungen. Charlotte und Otto versagen sich zunächst ihre Neigung zueinander, während Eduard sich rückhaltlos in Ottilie verliebt. In einer Nacht »doppelten Ehebruchs«, in der beide Ehepartner an den jeweils anderen denken, wird ein Kind gezeugt; die beiden Liebespaare aber gestehen einander ihre Gefühle.
Die Situation ist für alle Personen unhaltbar geworden; Otto reist ab und Eduard zieht in den Krieg, während die zwei Frauen zurückbleiben. Als das Kind von Charlotte geboren wird, fällt seine Ähnlichkeit mit den beiden nur geistig Beteiligten auf. Bei der Heimkehr Eduards entsteht zunächst die Hoffnung, den Konflikt gütlich durch Scheidung zu lösen. Doch bei einer Bootsfahrt, bei der erstmals auch Ottilie ihrer Neigung zu Eduard nachgibt, wird sie schuldig am Ertrinken des Kindes. Sie beschließt, sich von der Welt zurückzuziehen. Als Eduard nicht verzichten und sie aus dem Pensionat zurückholen will, hungert sie sich zu Tode. Sie gewinnt die Aura einer Märtyrerin und wird mit dem kurz darauf gestorbenen Eduard in der Gutskapelle bestattet.
Aufbau: »Gleichnisreden sind artig und unterhaltend, und wer spielt nicht gern mit Ähnlichkeiten«, so erläutert Charlotte selbst die symbolische Bauart des Romans. Die innere Verwandtschaft und Anfälligkeit der Figuren für die Attraktivität des jeweils anderen zeigt sich schon in der drei Vornamen gemeinsamen Silbe »ott«. Die symmetrische Konstruktion, dem Weimarer Klassizismus entsprechend, wird auch formal eingehalten: Beide Teile, die Komplikation (bis zur Abreise der Männer) und die Katastrophe umfassend, enthalten je 18 Kapitel; in der zweiten Hälfte sind Auszüge aus Ottiliens Tagebuch verwendet.
Goethes Geschick zeigt sich besonders in dem Ausgleich zwischen vorhersagbarem Verhängnis und dem schleichenden Entstehen der Leidenschaften. Er veranschaulicht den Gegensatz zwischen der moralischen Forderung, einer Leidenschaft aus Freiheit zu entsagen, und der naturgesetzlichen Dämonie, der sich der schwächere Mensch nicht widersetzen kann. Ottilie, obgleich selbst zurückhaltend, wird in die Viererbeziehung verstrickt und muss in ihr untergehen. Den negativen Ausgang deuten zahlreiche Todessymbole vom Beginn der zweiten Romanhälfte an. Besucher, ein Paar, das in »wilder Ehe« lebt, Charlottes Tochter, dienen als Kontrastfiguren und Katalysatoren.
Wirkung: Das Zerbrechen der Ehe erscheint zugleich symptomatisch für den funktionslos gewordenen Landadel, was dessen schreibende Angehörige, z. B. Achim von R Arnim, erkannten. Als Beziehungsroman sind Die Wahlverwandtschaften ein Vorläufer zahlreicher Texte um die Jahrhundertwende (u. a. die Romane von Theodor R Fontane); gerade die im Bereich des Realen angesiedelte, aber stark allegorische Handlung lässt das Buch nicht nur formal modern wirken, sondern bietet Anknüpfungspunkte etwa für Walter R Benjamin, der 1925 den Satz: »Die Hoffnung fuhr wie ein Stern, der vom Himmel fällt, über ihre Häupter weg«, so deutete, dass die »letzte Hoffnung niemals dem eine ist, der sie hegt, sondern jenen allein, für die sie gehegt wird«. A.H.

Pressestimmen

"So etwas Herrliches, finde ich, hat der alte Meister noch nicht erschaffen. Diese tiefe künstlerische Besonnenheit bei diesem jugendinnigen Gefühl und stillem, heiligem Glauben!" (Pressekritik)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine Angst vor Goethe 7. März 2010
Von Pj VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Eduard und Charlotte, ein Ehepaar welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Da kündigt sich unerwartet Besuch an - ein Freund Eduardens, der Hauptmann, kommt auf längere Zeit zu Besuch, ebenso wird Ottilie, die Nichte Charlottes, ins Haus aufgenommen. Eduard verliebt sich blindlings in die stille Ottilie, Charlotte und der Hautpmann finden sich ebenso in einer deutlich reiferen Liebe zueinander. Im Grunde genommen sind sich alle einig und könnten in den neuen Verbindung weiterleben, würde da nicht ein Unglück geschehen, welches Ottilie die unmoralische Seite der ganzen Situation dramatisch klar macht. Sie entzieht sich, schwört Abstinenz - und stirbt letzendlich.

"Die Wahlverwandtschaften" ist als Analogie aus der Chemie genommen, welche ziemlich am Anfang erläutert wird. Die Theorie sagt aus, daß zwei chemische Elemente, welche sich zueinander gezogen fühlen, keine Wahl haben als sich zu verbinden und daß das Hinzufügen eines Elements die friedliche Ruhe zweier anderer Elemente komplett zerstören kann.

Das Buch ist unfaßbar modern, da Goethe sich keinerlei Moralvorstellungen unterwirft. Eduard und Ottilie erleben vielleicht das, was so manch treuer Ehemann und liebender Vater beim Erscheinen des jungen Au-Pair Mädchen erleben mag - ob er es nun will oder nicht. Das heiterste Pahr sind ein Graf und ein Gräfin, welche - beide geschieden - munter und vergnügt ihre freie Beziehung erleben. (Diese stellen auch die interessante These auf, daß Ehen nur auf sieben Jahre geschlossen werden sollten. Wer sonst nichts aus dem Buch liest, sollte sich diese Passage durchlesen, welche auch munter von Frau Pauli in ihrem Wahlprogramm geklaut wurde.) Der Hauptmann und Charlotte sind die reifsten Personen und scheinen letztendlich bereit, sich aus dem ganzen Chaos auszuklinken um gemeinsam eine ruhigere Liebe zu erleben. Ausgerechnet Mittler, der immer für das moralisch korrekte sorgen möchte, tritt mit seinen Ausführungen immer wieder daneben. Von daher - absolut lesenswert..

Schwierig ist allerdings der Sprachstil. Ottilie ist schon sehr betulich, Eduard sehr naiv und leidenschaftlich und Charlotte gar so vernünftig. Beim Lesen (auch anderer Bücher von Goethe) bekommt man immer wieder den Eindruck, daß der gute Herr so gar keinen Sinn für Humor hatte und daher seine Figuren auch immer nur in bitterem Ernst oder würdiger Erhabenheit erleben läßt. (Daher auch die vier Sterne.) Wenn man sich aber darauf einläßt, dann bietet das Buch eine selbstvertändlich hochintelligente und auch schöne Lektüre.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von P.A.
Format:Gebundene Ausgabe
Zugegeben die wahlverwandschaften beginnt eher schleppend:
Eine langwierige Landschaftsbeschreibung bei der man fast einnippeln könnte, doch rettet man sich über den zähen anfang hinweg, besticht einen die Geschichte dann doch mit einem sehr interessanten Inhalt.
Das Liebespaar Eduard und Charlotte bekommt besuch von einem alten Freund Eduards, dem Hauptmann und später noch von der Nichte Charlottens Ottilie.

Hier beginnt die eigentliche geschichte: die Durchmischung dieser vier personen zu jeweils zwei neuen paaren (hier bringt Goethe aktuelle Naturwissentschaft und forschungsergebnisse aus der chemie ins spiel) und auch wenn der ehebruch nicht wirklich vollführt wird, so schlafe ndoch eduard und charlotte zusammen, denken aber jeweils an den (heimlich) geliebten anderen, hier begehen beide zusammen einen doppelten Ehebruch.

Doch obwohl letzten Endes die Chance besteht für Eduard und Ottilie glücklich zu werden (Charlotte konnte es nicht richtig mit sich selbst vereinbaren eine Beziehung zum Hauptmann einzugehen), scheitert die Liebe und endet in einer Katastrophe.

Goethe hat diese Geschichte mit seiner unverwechselbaren sprachlichen Brillianz und einem fingespitzen gefühl das beeindruckend ist zu einem Meisterwerk der Literatur gemacht, das sich zu lesen lohnt.
Die Anaconda version des Klassikers bietet zudem ein sehr ansehnliches Bild und einem umwerfenden Preis.

Zuschlagen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fruehe systemische Theorie 21. August 2006
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Liest oder hoert man die "Wahlverwandtschaften", dann ist man ueberrascht, wie modern - vielleicht insgesamt Goethes "modernstes" Werk - dieser Roman in Inhalt und Sprache ist, oft - man merkt hier, wer bei und vom wem gelernt hat - kaum zu unterscheiden vom ca. 150 Jahre aelteren Thomas Mann (besonders dann, wenn in beiden Faellen von Gert Westphal vorgelesen wird).

Die Geschichte handelt, kurz gesagt, von einer "Ménage à quatre" und koennte nach moderner Diktion durchaus auch in die Kategorie "Herz-Schmerz" à la Courths-Maler eingereiht werden - waere da nicht der naturwissenschaftlich versierte Geheimrat am Wirken gewesen, der am Beispiel der damals noch gering entwickelten Erkenntnisse der Chemie diese, durchaus interessanter als auf den ersten Blick erscheinen mag, auf menschliche Verhaltensweisen applizierte. Denn wer vermag schon wirklich zu erklaren, weshalb sich der eine Mensch zu dem anderen hingezogen fuehlt oder eben auch nicht?

Wenn man vom gesellschaftlichen Hintergrund eines aus heutiger Sicht eher dekadenten Niederadels absieht, dann kann man dieses Werk in vollen Zuegen goutieren.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Enttäuscht
Dem Titel "Keine Angst vor Goethe" kann ich mich nach der Lektüre von den Wahlverwandtschaften nicht anschliessen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von sunshine veröffentlicht
altertümlich und doch zeitgemäß
Eduard und Charlotte leben in trauter Zweisamkeit zufrieden auf ihren Ländereien. Beide sind in zweiter Ehe verheiratet und möchten sich ganz ihrer Partnerschaft widmen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Carla veröffentlicht
Goethe bleibt eben Goethe!
Ich brauche wohl das bekannte Werk Goethe's nicht zu rezensieren. Das haben schon x Generationen von LIteraturkritikern getan. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von M. Michel Davidenkoff veröffentlicht
Herrlich.
Das Buch wurde uns in der elften Klasse in den Lehrplan gedrückt. Uns wurde Angst gemacht, dass sowas 'nur Germanistik-Studenten' lesen, da es unheimlich schwere Lektüre... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von AnnieLovesTheSky veröffentlicht
Schönes Deutsch beschreibt fade Hadlung
Der Inhalt der Geschichte könnte als Vorlage für eine Verfilmung à la Rosamunde Pilcher dienen. Was dieses Buch aber heraushebt, ist wie es geschrieben ist. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Andreas L. veröffentlicht
Gut erhalten .. bei dem Verkäufer immer gern wieder...
Das Buch ist gut erhalten.. ohne großartige Gebrauchsspuren...
also den Verkäufer kann ich immer wieder empfehlen... Lieferung erfolgte auch pünktlich..
Vor 17 Monaten von Daniel veröffentlicht
aufwühlend
jahrhunderte alt, aber immer noch aktuell.
möglichkeiten, der liebe neue wege zu gönnen,
sind im 21. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Malika veröffentlicht
Ein Anspruch auf Ganzheit
Im Wesentlichen handelt der Roman über die Liebe, dieses große, wenn nicht sogar größte Naturgeheimnis. Gewiss hat sie unzählige Erscheinungsformen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2010 von Veit Pakulla
Keine Angst vor Goethe
Eduard und Charlotte, ein Ehepahr welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von Pj
Keine Angst vor Goethe
Eduard und Charlotte, ein Ehepahr welches sich im zweiten Ehe-Anlauf fand, lebt zufrieden auf seinem Landgut und genießt die Zweisamkeit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von Pj
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
»Und doch ist es in manchen Fällen«, versetzte Charlotte, »notwendig und freundlich, lieber nichts zu schreiben, als nicht zu schreiben.« &quote;
Markiert von 15 Kindle-Nutzern
&quote;
Glücklicherweise kann der Mensch nur einen gewissen Grad des Unglücks fassen; was darüber hinausgeht, vernichtet ihn oder läßt ihn gleichgültig. &quote;
Markiert von 11 Kindle-Nutzern
&quote;
»ich merke wohl, im Ehestand muß man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man was voneinander.« &quote;
Markiert von 11 Kindle-Nutzern

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