Der Film wirkt als Yuppiekomödie der 80er Jahre heute vielleicht etwas überholt und wenn es hier viel um Businessdeals und dergleichen geht, KÖNNTE das einige vielleicht langweilen.
Doch konzentriert man sich auf die Figuren und den Charme, den der Film hier und da hat, macht er Spaß und für 80er Jahre Fans hat er unbestreitbar einen gewissen Nostalgiewert.
Die Story um eine Frau, die durch Cleverness und die Gelegenheit beim Schopf packen einen rasanten Aufstieg in der Geschäftswelt macht, wirkt aus heutiger Sicht nach diversen Börsencrashs so herrlich unbeschwert und bisweilen naiv, dass man denken könnte, die Welt hätte sich seit 1988, als der Film entstand, um 180 Grad gedreht. Doch dieser Glaube in den American Dream, dass wer an sich glaubt, auch etwas erreicht, ist als Grundaussage des Films noch immer toll.
Mit Sicherheit ist "Die Waffen der Frauen" auch ein Film, der aus der Masse heraus ragt, durch seine Besetzung. Melanie Griffith spielt mit viel Fingerspitzengefühl ihre Rolle und wirkt gerade deshalb so normal.
Harrison Ford mal nicht mit Han-Solo Laserpistole oder Indy-Peitsche war damals noch ungewöhnlich. Doch er schlägt sich klasse und wurde gelungen mal gegen sein damliges Image besetzt. Ebenso Sigourney Weaver als falsche Schlange und primadonnenhafte Chefin.
Doch auch die Nebenrollen sind mit Olympia Dukakis ("Kuck mal wer da spricht") und den damals noch aufstrebenden Kevin Spacey ("Verhandlungssache") und Alec Baldwin ("Pearl Harbor") gut besetzt.
Das Ende des Films gibt ihm fast einen kleinen Märchentouch, aber passt eben perfekt zum Sinn und Zweck des American Dream.