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Die Wachstumsspirale: Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses
 
 
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Die Wachstumsspirale: Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses [Broschiert]

Hans Christoph Binswanger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 418 Seiten
  • Verlag: Metropolis; Auflage: 3., durchgesehene auflage. (30. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895187836
  • ISBN-13: 978-3895187834
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 235.547 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Christoph Binswanger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Wachstumsprozess weitet sich der wirtschaftliche Kreislauf zu einer Spirale aus, die im Aufstieg einem exponentiellen Pfad folgt. Um den Antrieb und die Möglichkeit zur Verfolgung dieses Wachstumspfads zu erklären, muss die Dynamik des Geldes, der Energie und der menschlichen Imagination deutlicher herausgestellt werden als es in der konventionellen ökonomischen Theorie der Fall ist. Es gilt daher, das enge Korsett dieser Theorie, die auf die Erklärung eines zeitlosen statischen Gleichgewichts ausgerichtet ist, zu sprengen und so die Theorie für den Einbezug historischer Entwicklungen, in der sich diese Dynamik entfaltet, zu öffnen. Dabei erweist sich, dass die Rückbesinnung auf ältere ökonomische Erkenntnisse hilfreich ist,da sie der zeitlichen Dimension des Wirtschaftens wesentlich stärker Rechnung getragen haben. Indem die hier vorgestellte Theorie der "Wachstumsspirale" diese Erkenntnisse aufnimmt und sie unter dem Aspekt der verstärkten Wachstumsdynamik weiterführt, bietet sie jedem, der sich vertieft mit den Perspektiven des Wachstums, und den Tendenzen zu seiner Beschleunigung wie zu seiner Retardierung auseinandersetzen möchte, eine wichtige Grundlage. style="text-decoration:underline"€R as Buch gliedert sich in drei Teile:In einem ersten Teil wird der Marktprozess als Interaktion von Unternehmungen und Haushalten unter Einbezug des Geldes und des Geldkapitals dargestellt. Die Darstellung basiert auf der klassischen, dynamisch orientierte Theorie von Angebot und Nachfrage, die mit der Wachstumstendenz der Wirtschaft wesentlich besser vereinbar ist als die konventionelle, auf ein statisches Gleichgewicht ausgerichtete Theorie. Die dynamisch orientierte Theorie lässt sich unter Einbezug der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz der Unternehmung auch betriebswirtschaftlich fundieren. Durch den Einbezug des Geldes kann die sog. Dichotomie der Wert- und Preistheorie, d.h. die Aufteilung der Theorie in eine Erklärung der relativen Preise und eine Erklärung des Preisniveaus überwunden werden. Eine besondere Geldtheorie ist nicht mehr notwendig.Im zweiten Teil wird der Produktions- und Verteilungsprozess unter Einbezug der Energie und der Natur, sowie der unbegrenzten menschlichen Vorstellungskraft, der Imagination, behandelt. Durch die Anerkennung der Tatsache, dass sich die natürlichen und imaginären Grundlagen der Wirtschaft ständig erweitern, wird der konventionellen Grenzproduktivitätstheorie der Boden entzogen. Sie wird durch die Nettoprodukttheorie ersetzt, die auf der Unterscheidung zwischen den Restitutionskosten aufbaut, d.h. den Kosten, die restituiert werden müssen, damit die Produktion aufrechterhalten werden kann, und dem Nettoprodukt bzw. Überschuss, der das weitere Wachstum der Wirtschaft ermöglicht.Im dritten Teil wird, basierend auf den im ersten und zweiten Teil erarbeiteten Grundlagen, die Wachstumsspirale der Wirtschaft mit dem ihr inhärentem Wachstumsdrang und Wachstumszwang dargestellt.In einer Zusammenfassung und einem Ausblick werden die Chancen des Wachstums, aber auch seine Gefährdungen, sowie die Gefahren, die mit einem steten Wachstum der Wirtschaft in einer begrenzten Welt verbunden sind, verdeutlicht.

Über den Autor

Hans Christoph Binswanger wurde 1969 als Professor für Volkswirtschaftslehre an die Universität St. Gallen berufen. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Nationalökonomie hat er zahlreiche Ehrungen erhalten.

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tiefgang und Weitblick 16. August 2006
Von Krishna25
Format:Broschiert
Im Gegensatz zu den Veröffentlichungen von anderen Mitgliedern der ökonomischen Zunft (Sinn, Bofinger, Hickel usw.) bleibt dieses auf einem sehr sachlichen und unpolemischen Niveau. Zielgruppe ist auch nicht der ökonomisch interessierte Bürger, sondern spricht ausgebildete Ökonomen an, da entsprechendes Vorwissen vorausgesetzt werden muss.

Binswanger beschäftigt sich zu Beginn mit der klassischen (politischen) Ökonomie und der Neoklassik. Er zeigt sehr deutlich, wo die Grenzen dieser Modelle liegen, und dass sie für die Verwendung und Erklärung der Gewinnwirtschaft des 20./21. Jahrhunderst nicht geeignet sind, da die systemimmanenten Mängel zu groß sind. Die Argumentation erfolgt sowohl technisch, als auch verbal.

Als primärer Mangel wird herausgearbeitet, dass kein (richtiger) historischer Zeitbezug bzw. Dynamisierung (auch in den entsprechenden postkeynsianischen und neuen endogenen Wachstumsmodellen) besteht; dass die Bedeutung des Geldes, der Geldschöpfung, Kreditwirtschaft und die Definition des Kapitalbegriffs verkannt oder ignoriert wird; dass ein endogenes , also systembehaftetes Wachstum in der Wirtschaftstheorie nicht enthalten ist.

Neben ausführlichen Analysen des Kapitalbegriffs, Grenz- und Nettoproduktionstheorie, (vermeintlich) ökologische Wachstumsgrenzen und Verteilungsproblematik des Sozialprodukts, arbeitet Binswanger ein eigenes Modell bzw. Erklärungvorschlag für das Verständnis der modernen Ökonomie aus.

Hierbei wird gezeigt, dass es einen Zwang zum Wirtschaftswachstum gibt, der aus der Geldsphäre resultiert, wodurch sich eine "Wachstumsspirale" ergibt, sobald man eine Interdependenz einzelner Perioden betrachtet. Die Ergebnisse werden auch in einem Makromodell formalisiert.

UNter der Annahme der heutigen Rahmenbedingungen kann ein notwendiges Mindestwachstum von 1.8% ermittelt werden. Wird dies nicht erreicht, fällt das Sytem wie ein Kartenhaus zusammen, im Bestfall gibt es eine große Wirtschaftskrise. Binswanger bleibt jedoch Optimist und liefert die entsprechenden Argumente, warum trotz aktueller Wachstumsschwäche in Europa dieses Szenario wahrscheinlich nicht greift.

Am Schluss wird untersucht, welche langfristigen Wachstumschancen und Wachstumshemmnisse sich innerhalb des Systems befinden und welche Herausforderungen sich daraus für die Zukunft ergeben.

***

Fazit: Binswanger geht an die verschiedenen Wirtschaftstheorien erfrischend anders heran, als man es von der Literatur sonst kennt, ohne zu polemisieren oder analytische Fehler zu begehen. Die von ihm herausgearbeitet Theorie hat sowohl Elemente der vorherrschenden Lehre (Neoklassik), als auch der polit. Ökonomik des 18. und 19. Jahrhunderts.

Das Buch hat einen, nicht nur im Endergebnis in Form seines Modelles, hohen Erkenntnisgewinn und das Potenzial die Richtung des Mainstream zu ändern. Für diesen Preis ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert - eine der besten deutschsprachigen Bücher auf dem Markt.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das Buch bietet sachliche und historische Klarheit und zeigt auf, wie die Konstruktion der heutigen Wirtschaftswelt uns zwingt beständig zu wachsen.

Ökonomisches Fachwissen ist aber, besonders bei den mathematischen Untersuchungen, Voraussetzung!

Leider bietet auch dieses Buch in keinster Weise eine Lösung aus dem Dilemma auf, dass durch die steigenden sozialen und ökologischen Schäden ein Kollaps, langfristig gesehen, unausweichlich ist.

Auf gut 90 % der Seiten des Buches wird unter Berücksichtigung historischer und aktueller Entwicklungen hergeleitet, wie sich der Wachstumsdrang zu einem Wachstumszwang entwickelt hat. Wie jedoch die meisten seiner Kollegen der Zunft der Ökonomen bleibt auch Binswanger eine Antwort zur Lösung des Problems schuldig.
Unfassbar... ich hatte mir von dem Buch, wie es auch in der Beschreibung steht, eine Orientierung erhofft! Die Chancen und Risiken des Systems werden aber auf wenigen Seiten völlig herz- und mutlos dargelegt und es wird nicht ein einziger Lösungsvorschlag unterbreitet.
Anscheinend sieht auch Herr Binswanger sich nicht in der Pflicht aus seinen ökonomischen Konstrukten eine Empfehlung oder eine Orientierungshilfe zu konstruieren. Diese Arbeit schiebt er wie fast alle anderen seiner Zunft der Politik und Allgemeinheit unter, die nun mit diesen Erkenntnissen etwas anfangen soll!

Damit zeigt mir dieses Buch wieder einmal, dass die VWL in keinster Weise den Namen einer exakten Wissenschaft verdient, da aus ihren Ergebnissen (diplomatisch gesagt) so gut wie keine brauchbaren Prognosen und Empfehlungen für uns als Menschen ergeben...

Das Buch bietet einen interessanten Ansatz zur Erklärung unserer Zwangssituation...MEHR ABER AUCH NICHT!!! Für mich als jemanden der wissen will, wieso etwas ist wie es ist, vor allem aber, wie man diesen Zustand zu einem "besseren" verändern könnte, ist dieses Buch absolut unbefriedigend und eine klare Enttäuschung!!!
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