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3.0 von 5 Sternen
Leider viel zu zäh., 28. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Wachsmalerin: Das Leben der Madame Tussaud (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben, die Idee zu dieser Geschichte ist hervorragend. Der Anfang liest sich ja auch noch sehr gut, aber im 2. Drittel des Buches kommt man doch zu der Überlegung; lese ich jetzt weiter oder nicht. Ich habe weitergelesen bis zum bitteren Ende und muss sagen: Es zieht sich. Die Französische Revolution wird zum Hauptbestandteil mit all seinen Hinrichtungen. Für Marie anscheinend kein so großes Problem mit all den abgeschlagenen Köpfen, mit denen Sie zu tun hat.Es wäre schöner gewesen, weniger Köpfe , dafür mehr Lebensgeschichte der Marie. Zum Ende hat sie ruck zuck geheiratet, zwei Kinder bekommen und ist nach England gegangen. Und das auf v i e r schnellen Seiten.
Schade, aber der Stoff hätte mehr hergegeben.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Wachsmalerin, 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Wachsmalerin: Das Leben der Madame Tussaud (Gebundene Ausgabe)
Wer in der Schule Geschichtsunterricht als elende Paukerei empfunden hat, kann seine Wissenslücken in den letzten Jahren zunehmend mit dem Lesen historischer Romane schließen. Wie schön, dass neben Ausländerinnen wie Gabaldon oder Donati auch mal wieder eine deutsche Autorin debutiert und reussiert, zumal wenn die Daten und Fakten so präzise recherchiert sind. Danke, Sabine Weiß, dass in den letzten Nächten Madame Tussaud, Danton, Robespierre und seine königliche Hoheit höchstselbst durch mein Schlafzimmer spaziert sind. Hoffentlich erscheint bald die Fortsetzung, dann schlage ich mir mit Begeisterung wieder 3 Nächte um die Ohren. Und das mit gutem Gewissen, schließlich lerne ich ja nur Geschichte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Interessanter Roman mit Schwachstellen, 6. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Wachsmalerin: Das Leben der Madame Tussaud (Gebundene Ausgabe)
Auf das Buch war ich recht neugierig, da ich demnächst nach London fliege und mir natürlich das Wachsfigurenkabinett anschauen werde. ;-)
"Die Wachsmalerin" lässt sich leicht lesen und liefert einiges an Hintergrundwissen über die Französische Revolution. Ich fand es sehr spannend, das alles noch einmal in einem Roman zu lesen, was ich mal in der Schule gelernt hatte (und schon wieder vergessen hatte). Besonders gut kommt meiner Meinung nach die Wut des einfachen Volkes rüber und die Unterschiede zwischen den gemäßigten Revolutionären und den radikalen. Besonders die Willkürherrschaft ist eindrücklich geschildert und man kann mit richtig mit den Hauptpersonen mitleiden, denn es hat wirklich jeden auf ein einfaches Wort eines anderen hin gereicht.
Auch über die Kunst des Wachsbildens erfährt man etwas.
Die Figuren an sich sind sehr liebevoll gestaltet. Maries Onkel, der sich vom überzeugten Royalisten zum noch überzeugteren Revolutionär wandelt und der immer bemüht ist, nur ja nichts falsch zu machen, damit man ihm nichts anhaben kann. Marie selber, die ihre wahren Gedanken oft verbergen muss, da sie im Herzen Royalistin ist. Ebenso der Maler David, Maries erste große Liebe, und ihre Freundin Laure. Alle diese Figuren wirken überzeugend und das macht das Buch lebenswert.
Warum nur drei Sterne? Einen Stern Abzug gibt es für das enttäuschende Ende. Die Jahre nach der Schreckensherrschaft werden auf ein paar Seiten knapp abgehandelt, dabei war Maries Leben noch lange nicht vorbei.
Der andere Stern für ein paar Kleinigkeiten: Zum einen sind gerade am Anfang relativ große Zeitsprünge von einem Absatz zum anderen. Das ergibt nur Momentaufnahmen aus Maries Leben und stört den Lesefluß meiner Meinung nach. Zudem habe ich den teilweise stattfindenden Wechsel zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsform beim Lesen störend empfunden, vor allem, wenn alle paar Sätze gewechselt wird.
Fazit: Das Buch ist interessant und auf jeden Fall lesenswert, wenn man die Schwachstellen in Kauf nehmen kann.
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