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Die Würde des Menschen ist antastbar
 
 
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Die Würde des Menschen ist antastbar [Taschenbuch]

Ulrike M. Meinhof
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 10,90  
Taschenbuch, 1995 --  


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Wagenbach; Auflage: 59.-62. Tsd., (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803122023
  • ISBN-13: 978-3803122025
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 435.293 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ulrike Marie Meinhof
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese Ausgabe sammelt alle wichtigen Texte Ulrike Meinhofs aus den Jahren 1959 bis 1969: Beispiele eines entschiedenen Journalismus, der nicht von den Höhen der Macht skandiert, sondern den politischen Widerspruch aufzufinden versteht.
Diese Analysen und Polemiken lesen sich heute als ein Abriß deutscher Nachkriegsgeschichte und ihrer Deformationen: Sie analysieren die Unfähigkeit wirklicher Verarbeitung des Nazismus und die eilige Rekonstruktion der Macht, sie beschreiben das Verkümmern der Demokratie am Fall des Einzelnen - seine Würde wird antastbar -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Ulrike Meinhof, geboren 1934 in Oldenburg, von 1959 - 1969 Mitarbeiterin bei "konkret". 1970 ging sie in den Untergrund, wurde 1972 verhaftet und starb im selben Jahr im Gefängnis in Stammheim.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verstehen lernen 22. April 2007
Format:Taschenbuch
"Die Würde des Menschen ist antastbar" ist eine Auswahl aus dem Werk der Journalistin und späteren RAF-Terroristin Ulrike Meinhof. Alle in diesem Buch zu findenden Beiträge wurde in der studentisch-links geprägten Zeitschrift "konkret" während der Jahre 1959 bis 1969 veröffentlicht.

Wenige Monate nach dem Veröfflichungsdatum des letzten Artikels dieses Buches tauchte Ulrike Meinhof in den Untergrund ab und begann von dort aus am bewaffneten Kampf gegen den Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland teilzunehmen.

Nichts geschieht grundlos, vor allem nicht so ein radikaler Schritt wie ihn die erfolgreiche Journalistin und Autorin vollzog. Genau so könnte man den Gewinn beschreiben, den man als Leser aus diesem Buch ziehen kann. Von Artikel zu Artikel erkennt man deutlicher wie die Frustration und die Resignation gegenüber der Realität des gesellschaftlichen und politischen Systems zunehmen, sei dies nun in Bezug auf den Muff des Adenauer-Konservativismus oder die Debatte um eine nukleare Bewaffnung der BRD. Dabei ist vor allem symptomatisch, dass die Kritik Meinhofs stellvertretend für die eines großen Teils der Linken ungehört verhallte, so dass diese sich letztlich extremisierte und den Kampf gegen die als US-hörig wahrgenommende Regierung mit bewaffneten Mitteln fortsetzte.

Die Themen der Artikel beschäftigen sich hierbei aber auch noch mit weiteren politischen Themen ihrer Zeit von den Notstandsgesetzen der Bundesregierung über die Möglichkeiten der Kooperation mit dem Ostblock bis zu dem brutalen Vorgehen der deutschen Polizei gegen Studentenunruhen. Löblicherweise wurden in diese Ausgabe aber auch gesellschaftliche Artikel wie zum Beispiel über Heimkinderpädagogik, den Einfluss der Springerpresse auf die öffentliche Meinung und eine Reflektion über die Bedeutung des 20.Juli aufgenommen, die es dem Leser so ermöglichen ein facettenreicheres Bild von der sozialen Utopie Meinhofs zu erhalten.

Ein Vorteil wie auch ein Nachteil der Ausgabe kann es dabei sein, dass die Texte weitestgehend unkommentiert bleiben und so nur für sich stehen. So sehr dies zwar der Neutralität des Werkes zuträglich ist, so sehr macht dies es dem Leser schwer die Texte mit eventuellen konkreten Einschnitten in der Lebenswelt der Autorin in Verbindung zu bringen. Es empfiehlt sich also, sich vor dem Lesen dieses Buches ein gewisses Vorwissen über den Lebenslauf der Autorin anzueignen. Sehr zu empfehlen dafür wäre zum Beispiel eine Meinhof-Biografie, mit deren Hilfe man die Intensität der Texte nocheinmal deutlich steigern kann.

Wäre ein umfangreicherer Kommentar gegeben so hätte dieses Werk sicherlich fünf Sterne verdient, aber auch so bekommt diese gelungene Zusammenstellung immerhin noch vier, da sie dem Leser hilft den Weg der Linken und der Autorin in den Widerstand zu verstehen, sowie die politischen Überzeugungen und Gegensätze der damaligen Zeit zu reflektieren.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Motivation nachvollziehen 22. November 2005
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eine Zusammenstellung von 39 Essays von Ulrike Meinhof aus der Zeit 1959-69, die in der linken Studenten-Zeitschrift "konkret" erschienen. 1970 ging Meinhof dann mit der RAF in den Untergrund. In Zeiten von zunehmendem Terrorismus in der ganzen Welt, bei dem zumeist ausführlich die Auswirkungen, nicht aber die Ursachen diskutiert werden, hilft dieses Buch, die Ursprünge des damaligen deutschen Terrorismus nachzuvollziehen.

Meinhof (1934-79), die die letzten Kriegsjahre bewusst miterlebt hatte, zeigt sich als politisch sehr engagierte Frau mit einem ausgeprägten Sinn für Demokratie und Pazifismus. Was trieb eine solchen Menschen in den Terrorismus? Diese Entwicklung wird in den Artikeln deutlich. Vertritt sie zunächst nur die Meinung, dass die Deutsche Regierung unter Adenauer und Ehrhardt sich zu einseitig auf die USA ausrichte und russisch-kommunistische Interessen boykottiere (u.a. die Abrüstungsangebote Chruschtschovs), so wird sie schrittweise aggressiver, als der Kalte Krieg eskaliert, Politiker die Welt mit Atombomben aufrüsten und ihrer Meinung nach das Grundgesetz ausgehöhlt wird (Notstandsverordnung). Weitere Artikel kritisieren die Benachteiligung von Frauen, Heimkindern und Sonderschülern.

Ihre Meinung fand breitere Zustimmung in der 68er-Bewegung, die sich vor allen Dingen gegen den Vietnamkrieg und die Angriffe auf die Zivilbevölkerung richtete sowie gegen die angeblich manipulative Berichterstattung ("Hetze") der Springer-Presse. Meinhof wirft den USA einen Imperialismus vor, so ähnlich, wie er von anderen Autoren heute wegen des Einmarsches in den Irak vorgeworfen wird, und der Deutschen Regierung US-Hörigkeit und Desinformation. An einer Stelle setzt Meinhof den Abwurf von Atombomben und Napalm auf Städte mit der Vergasung von Menschen im Dritten Reich gleich. In der Unterdrückung von Demonstrationen u.a. über Wasserwerfer, Gummiknüppel und Schüsse sieht sie einen autoritären Polizeistaat, der wahre Demokratie unterdrückt. In Gedenken an die Widerstandskämpfer des 20.Juli 1944 (einer ihrer Artikel) muss sie es zuletzt in fatalem Schluss als ihre demokratische Pflicht angesehen haben, vom Wort zur Tat zu schreiten und in den Untergrund zu gehen.

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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von deathdealer92618 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Diesen Teil eines Satzes habe ich mir unter den vielen herausgepickt, da ich finde, dass er auch als Titel dieses Buches herhalten könnte. In diesem Band sind insgesamt 39 Aufsätze und Polemiken enthalten, die Ulrike Meinhof zwischen 1959 und 1969 für die Zeitschrift "konkret" verfasst hat. Zum größten Teil ist es ein Zeitzeugnis der damaligen politischen Verhältnisse. Die Politik Adenauers, Strauß', die Kratzbuckelei in Richtung USA, die anfängliche Sympathie für die SPD, die sich später in Skepsis gegenüber selbiger verwandelte, Lohnkämpfe (ein Arbeitskräftemangel herrschte vor!!!), Naziprozesse und die Unfähigkeit gerecht mit der Vergangenheit umzugehen, das möglichst schnelle Wiederaufbauen der Macht, Kennedy, Nixon, SDS und und und. Ulrike Meinhof befasste sich aber immer mit der Gesamtsituation und dazu zählen auch soziologische und pädagogische Verhältnisse. Soll heissen: z.B. findet man hier Aufsätze über die Verhaltensweisen der Gesellschaft beim Fall Bartsch (Kindermörder), die Perspektiven von Kindern aus sozial schwachen Familien und die Emazipation.
Ein sehr gutes Buch, das man selten weglegen wird. Es ist ein großartigs Zeitporträt, welches äußerst scharf und eloquent formuliert ist. Die Autorin redet nie um den berühmten heissen Brei herum, sie deckte Widersprüche und Mißstände auf und "übersetzte" das, was die Politiker zwischen den Zeilen sagten oder schrieben. Ich finde sogar, dass man ein wenig den Hang zum Terrorismus, der ja wie bekannt folgte, nachvollziehen kann. Nicht nur von Ulrike Meinhof, die sich in einem der Aufsätze sogar noch als Gegnerin der Warenhausbrandstifung (Täter u.a. Baader und Ensslin) zu erkennen gibt, nein, eigentlich von allen. Oder anders gesagt: Man wundert sich, dass nicht ALLE zu "Terroristen", zumindest aber zu Gegnern der Regierung wurden.
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Wirklich lohnenswerte Lektüre!
Vorweg: Ich habe mich zum Kauf des Buches nach einigen Rechergen zu den 68ern, der RAF und besonders zur Person Ulrike Meinhof, entschieden um vielleicht etwas mehr über diese... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Ein Kunde veröffentlicht
Genial
Ulrike Meinhof als Essay Schreiberin bzw. Journalistin war genial. Mit diesem Buch beweist man das. Jeder einzelner Aufsatz ist stilistisch einfach nur super gut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2010 von Bettina Bürkle
Das literarische Vermächtnis einer hochintelligenten Frau
Ulrike Meinhof ist eine Freidenkerin gewesen, eine hochintelligente, couragierte Frau. Dies geht eindeutig aus ihren Kolumnen hervor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2010 von Sokodeath
Entwicklung
Beim Lesen dieser Aufsätze und Kolumnen von Ulrike Meinhof wird einem die innere Entwicklung dieser Frau zur Staatsfeindin Nr. 1 ziemlich deutlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Rolf Stamm
Detaillierter Einblick in die dt. Geschichte
Das Buch ist für Meinhof-Interessierte eine exzellente Zusammenstellung von Aufsätzen. Diese gehen sehr ins Detail und beziehen sich oft auf das aktuelle Tagesgeschehen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. September 2002 von Thomas Kahle
Für linksorientiert und Meinhof-Fans ein muss!
Ulrike Meinhof schrieb dieses Buch, als ihre Karriere als Journalistin wohl ihren Höhepunkt hatte. Lesen Sie weiter...
Am 31. März 2001 veröffentlicht
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