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Die Wölfe der Zeit, Der Kampf um das Herzland
 
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Die Wölfe der Zeit, Der Kampf um das Herzland [Gebundene Ausgabe]

William Horwood
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 605 Seiten
  • Verlag: Weitbrecht Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522719212
  • ISBN-13: 978-3522719216
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 603.048 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit ewigen Zeiten schon ist das Ende des dunklen Jahrtausends prophezeit worden. ein neues Zeitalter soll beginnen: Die Wölfe der Zeit müssen sich gegen feindliche Wolfsrudel und gewissenlose Menschen verteidigen. Ihr Kampf ist zugleich ein Ringen um die Erkenntnis der eigenen Bestimmung.

Autorenportrait

William Horwood wuchs in Oxford an der Themse auf, dem Fluss, der auch Kenneth Grahame zu "Der Wind in den Weiden" inspiriert hat. Horwood studierte Wirtschaftswissenschaften und Geographie. In den 60er und frühen 70er Jahren war er als Journalist für verschiedene englische Zeitschriften tätig, von 1971-1978 war er Ressortleiter der Daily Mail, bevor er sich als freischaffender Autor in seiner Geburtsstadt Oxford niederließ. Seine elf Romane, die er seit 1979 geschrieben hat, haben sich in England allesamt zu Longsellern entwickelt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die "Bibel" nicht nur für Natur- und Wolfsfreunde!, 19. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Wölfe der Zeit, Der Kampf um das Herzland (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch läßt einen nicht mehr los - selbst Leute, die mit Wölfen an sich nicht so viel am Hut haben. Mit Spannung habe ich die Fortsetzung der Reise ins Herzland erwartet - und die Erwartung wurde sogar noch getoppt, was ich eigentlich kaum für möglich gehalten habe! Eine kritische aber wahre Beobachtung dieser Welt und der Verhaltensweisen ihrer menschlichen Bewohner, die auf dramatische Weise an die Zeit des 2. bzw. 3 (?!) Weltkrieges erinnert. Aber dieses Buch läßt einen auch vor allem Hoffnung schöpfen auf eine bessere Welt ohne Vorurteile gegen Wesen, die einem unbekannt sind und bedrohlich erscheinen (auch aus der Sicht der Tiere). Verleihen oder empfehlen lohnt sich also, um auch (vorerst) Nichtinteressierte zu überzeugen!

Und plötzlich sieht man nachts aus dem Fenster, beobachtet die Sterne und versucht, die alten Wolfswege in ihnen zu erkennen...

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Toller 2. Teil, 4. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Wölfe der Zeit, Der Kampf um das Herzland (Gebundene Ausgabe)
Auch der zweite Teil von "Die Wölfe der Zeit" ist total spannend. Hat man erst einmal damit angefangen, läßt einen dieses Buch einfach nicht mehr los. Ich darf jedoch nicht verschweigen, das der zweite Teil wesentlich dunkler und bedrückender als der erste Teil ist. Uns wird gnadenlos vor Augen geführt, was passieren kann, wenn wir Menschen in unserem Größenwahn weitermachen. Da die Erde uns nicht braucht, wird sie sich irgendwann von uns "Störern" befreien. Und die Wölfe , die von uns Menschen so lange verfolgt wurden, werden dann die neuen Führer werden.
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5.0 von 5 Sternen Mystisch, mythisch, fatalistisch, 23. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wölfe der Zeit, Der Kampf um das Herzland (Gebundene Ausgabe)
Der britische Fantasy-Autor William Horwood wurde am 12. Mai 1946 als jüngstes von fünf Geschwistern in Oxford geboren. Horwood studierte an der Bristol University Geographie und Wirtschaftswissenschaften, wo er mit einem Bachelor of the Arts abschloss. Weltweite Bekanntheit errang der Autor durch seinen im Englischen als 'Book of Silence' betitelten Zyklus. Dieser erzählte die Liebesgeschichte zweier Maulwürfe in einem Maulwurfsystem, in welchem das Denken, Handeln und Überleben nur durch ausgeprägte spirituell-mystische Gesetze möglich wurde. Im Deutschen krankte der Zyklus, welcher unter dem Titel 'Der Stein von Duncton' zu einem Roman zusammengefasst wurde, an der schwachen Übersetzung.

Seine ursprünglich als drei Teile geplante Saga 'The wolfes of time', wurde im Deutschen in den zwei Romanen 'Die Reise ins Herzland' und 'Der Kampf um das Herzland' veröffentlicht. Der gegenwärtige Zweiteiler ist also Horwoods bisher letzte, grosse Erzählung im Genre der phantastisch-tierischen Literatur. Erfreulich dabei, dass dieser mit einer wesentlich besseren Übersetzung überzeugen kann.

Die Geschichte beginnt anno Domini 2023 nach dem alten gregorianischen Kalender. Das dunkle Jahrtausend ist angebrochen. Europa versank im Krieg. 1994 wurde in Prag das neonationalistische, christliche Bündnis ausgerufen. Interne Fehden, Kriege. Bodenerosion, Landschaftszerstörung, Unterbrechung der Nahrungsketten folgten. Zerstörung und Anarchie. Seuchen und Krankheiten überschwammen die Zivilisation. 2011 bis 2013 wurde das Leben für die meisten Völker zur Hölle. Ganze Gemeinden wurden durch thermische Strahlung oder durch Druckwellen von Atombomben ausgelöscht. Hitler hatte scheinbar sehr ehrgeizige Nachfolger gefunden. Trümmer und Ruinen übersähen nun das Land. Umherziehende Vagabunden und streunende Tiere, die ums Überleben kämpfen, werden zur allgegenwärtigen Gefahr. Überlebende haben sich zu Stämmen geeint, um eigenen Zukunftswegen zu folgen. Der deutsche Mathias Wald aus dem Schwarzwald, der in dieser Zeit eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und den Wölfen verspürt und schamanistischen Traditionen folgt, begibt sich auf eine spirituelle Wanderschaft, um sich selbst zu finden. Dabei ist seine Identitätssuche und sein Weg eng mit dem der Wölfe verbunden.

William Horwoods Erzählung ist in einer Alternativwelt angesiedelt. Adolf Hitler war nach wie vor an der Macht, der Holocaust war Realität. Unzählige, grausige Massaker waren geschehen, wie sie Tatsache sind. So schildert der Autor beispielsweise das Massaker am 9. Juni 1944 in Oradour in eindringlichen und erregenden Worten. Aber im Gegensatz zu realen Begebenheiten tobten grosse Kriege bis ins frühe 21. Jahrhundert. Ein Diktator, dessen Name nicht bekannt ist, ist der Initiator des nationalistisch-christlichen Bündnisses, das er von seinem Prager Stützpunkt aus koordiniert. Dieses Bündnis setzte seine Hoffnung in all jene Enteigneten, wovon es Zahlreiche gab. Die Welt, die Horwood als Hintergrund gewählt hat, steht am Rande des Abgrunds. Industrie- und Verwaltungszentren sind am Boden. Völliges Chaos, Opportunismus, egoistischer Überlebenstrieb, Sadismus beherrschen den Alltag. Eine Welt, die vor vielen Jahren durchaus denkbar gewesen wäre, aber nach heutigen Massstäben wohl nicht mehr realistisch ist. Das Bild, das Horwood aber zeichnet, genügt seinen Ansprüchen und wirkt sicherlich glaubwürdig genug für seine Intention, zu zeigen, wenn die Welt sich ändern solle, muss im Menschen ein spiritueller Wandel vonstatten gehen und begriffen werden, dass Tier, Mensch und Natur unmittelbar miteinander verbunden sind und unweigerlich miteinander zugrunde gehen, wenn keine Rückbesinnung zu Natur stattfindet.

Horwood erzählt eine Geschichte, in der das Überleben nur durch spirituelle Gesetze möglich wird. Indem man gelernt hat, den feinen Zusammenhang von Psyche und Natur zu erkennen und so mit der Natur im Einklang zu leben imstande ist. Im Rudel der Wölfe des Herzlandes ist eine starke, mystische Verbindung zu ihrem Wolfsgott merkbar, nach dessen Überlieferungen, Gesetzen und Hinweisen diese leben. Durch Träume, Visionen und Rituale nimmt das Rudel den Kontakt mit ihrem Gott auf und lässt sich massgebend von ihm leiten. Die Wölfe spüren, dass das Gleichgewicht der Natur langsam aus den Fugen gerät und vertrauen der Weisheit ihres Gottes. Der Hauptprotagonist Mathias Wald kennt den Wolfsgott ebenfalls und ist entschlossen, auf seine innere Stimme zu horchen, mit den Wölfen zu wandern. Einen gemeinsamen Weg mit ihnen in die Zukunft zu suchen. Denn die Wölfe sind für ihn Symbol eines neuen Zeitalters, aber auch Symbol der ursprünglichen, urtümlichen Weisheit der Natur, als Schutzpatrone dieser mit den Eigenschaften der Gelassenheit, Selbstbeherrschung und Furchtlosigkeit.

Horwood spannt in seinem Roman grundsätzlich zwei grosse Handlungsstränge. Zum Einen schildert er das Geschehen aus der Sicht des Menschen Mathias Wald, auf der anderen Seite aus jener des Herzland-Wolfsrudels. Diese Handlungsstränge nähern sich mit zunehmendem Fortgang einander an. Zu den zwei Handlungsfäden von Tier und Wolf existiert jeweils ein ihm entgegengerichteter, der etwas weniger ausführlich ist. Somit wirkt das Ganze wie ein Gleichnis von Gut und Böse, Ambivalenzen von Wolf und Mensch. Dies scheint Horwood nicht ohne Grund so angelegt zu haben, projiziert der Mensch auf den Wolf doch schon seit jeher die ambivalente Einstellung als verehrtes, starkes und überlegenes Tier, zum anderen als aggressive, gefürchtete Bestie. Der Autor verleihte den Wölfen nicht so sehr unterschiedliche Charakterkonturen. Er lässt sie stets als Kollektiv agieren, da sie streng nach festen, spirituellen Gesetzen leben. Dem Autor ging es offenbar mehr um die Kultur, das soziale Zusammenleben, um zu überleben. Die Mystik, Mythologie und Spiritualität. Man darf aber sagen, dass die Kontur, welche dem Diktatoren verliehen wurde, etwas arg nach dem Schwarz-Weiss-Muster gestrickt ist, obwohl niemand zu Zeiten von Adolf Hitler diesem wirklich positive, menschliche Seiten angedeihen lassen hätte.

Fazit: Für Liebhaber der tierisch-phantastischen Literatur ist dieses Werk lesenswert. Als Einstiegslektüre in die phantastisch-tierische Literatur ist es umso besser geeignet. Das Leben der Wölfe wird sehr realistisch von Horwood beschrieben, hingegen wirken die Menschen sicher etwas stereotyp.
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