Wolfgang Frank gelingt es, den Leser unmittelbar in den Bann der U-Bootschlachten des zweiten Weltkrieges zu ziehen. Seine reiche Sprache und sein Erzähltalent lassen einen das Buch kaum weglegen. Über den "Thriller" hinaus wird aber eine Fülle an Informationen geboten, die die Besonderheit der U-Bootwaffe und ihre Schlüsselstellung im 2. Weltkrieg begründen. Glück und Leid der U-Bootmänner gehen einem direkt unter die Haut, das Schicksal des Einzelnen wird faßbar und nachvollziehbar. Was dem Autor zum damaligen Zeitpunkt anscheinend noch nicht bekannt war, ist die Entschlüsselung des kompletten Funkverkehrs der U-Boote durch die Engländer seit 1941. Auch wird zugunsten der Lesbarkeit wenig auf die technischen Errungenschaften des U-Bootbaues eingegangen. Hervorragend aber wird das Verhältnis Dönitz' zu seiner U-Bootwaffe wiedergegeben. Auf unnötige Heroisierung wird verzichtet, und auch sonst ergeht sich der Autor nicht in politischen Deutungen oder Analysen: seine Leidenschaft gilt den U-Booten und den Mannschaften, und ihr Schicksal läßt einen bis zur letzten Seite nicht los. Es bleibt der Eindruck der Trauer um die Sinnlosigkeit des vollkommenen Einsatzes vieler Tausender Männer mit all ihrem Idealismus und ihrer Hingabe.