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Die Wälder am Fluss.
 
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Die Wälder am Fluss. [Taschenbuch]

Joe R. Lansdale , Mariana Leky
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 366 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 1 (21. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832183302
  • ISBN-13: 978-3832183301
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 212.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Joe R. Lansdale gilt mit seinen über 20 Romanen in den USA und anderen Ländern schon lange als Kultautor, wobei er hierzulande immer noch das triste Dasein eines Geheimtipps fristet, der leider seit Jahren von Verlag zu Verlag weitergereicht wird. -- Verkehrte Welt.

Die Wälder am Fluss ist die Geschichte des zwölfjährigen Jungen Harry Crane, der 1934 während der Depressionszeit zusammen mit seiner kleinen Schwester „Tom“ in den osttexanischen Sumpfgebieten aufwächst. Die beiden Kinder finden eines Tages, als sie sich in der anbrechenden Dunkelheit in den Sumpfwäldern verirrt haben, die grausam zugerichtete Leiche einer schwarzen Frau. Voller Panik flüchten sie nach Hause, die Angst vor dem mysteriösen „Ziegenmann“ im Nacken, der in ihren Augen allein für die bestialische Tat verantwortlich sein kann.

Doch ihr Vater, der in ihrem kleinen Heimatort Marvel Creek nicht nur Hilfssheriff, sondern auch Frisör ist, schenkt der Mär vom Sumpfmonster zuerst keinen Glauben. Doch dann findet er anhand der Beschreibung der Kinder tatsächlich die Tote. Schon bald ahnt er, dass er es offenbar mit einem verrückten Serienmörder zu tun hat, da kurze Zeit später weitere Leichen (nun auch weißer Frauen) gefunden werden. Im aufgeheizten Klima voller Verdächtigungen beginnt in der kleinen Südstaatengemeinde Hass und Rassismus zu entflammen.

Über Die Wälder am Fluss mag man viele Vergleiche anstellen, ob man darin nun die Stimmung in Harper Lees Wer die Nachtigall stört ... wieder finden oder sich mit dem Südstaatendrama an Faulkners Romane erinnert fühlen will. Lansdale erzählt die Geschichte des zwölfjährigen Harry Crane rückblickend aus der Gegenwart des inzwischen achtzigjährigen. Der amerikanische Autor, der schon in verschiedensten Genres glänzte und dabei Herausragendes leistete, gelingt mit diesem ebenso poetischen wie tragischen Familienroman ein genauso ungewöhnliches wie beeindruckendes Werk.

Gerade wegen ihrer historischen Verankerung in der Zeit der Großen Depression atmet diese Geschichte teilweise mehr Aktualität und Humanität als das beflissenste Sozialdrama oder Sittengemälde der Gegenwart. Die Wälder am Fluss ist nicht nur ein verdammt gutes Buch, das sich atmosphärisch und voller Poesie über den Mainstream der Spannungsliteratur erhebt, sondern auch eine jener sehr seltenen Perlen, die der Kriminalliteratur zu fortwährendem Glanz verhilft. --Christian Koch

Pressestimmen

"Für so etwas braucht es eine seltene Begabung - Lansdale hat körbeweise davon." (New York Times Book Review)
"Ein erschreckend begnadeter Erzähler." (Washington Post Book Review)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D. Wolter VINE™-PRODUKTTESTER
Ein Kaff im Osten Texas während der Depressionszeit. Der Ku Klux Klan kontrolliert die ländliche Gegend und schafft seine eigenen Gesetze. Als eine schwarze Prostituierte verstümmelt im Wald gefunden wird, meint man den Mörder in einer dürftig zusammen gezimmerten Holzhütte am Fluss entdeckt zu haben und greift zur Selbstjustiz. Natürlich ermordet man den Falschen, während der Mörder noch frei herumläuft. Ist es der Ziegenmann, den der zwölfjährige Harry und seine jüngere Schwester Tom auf ihren Streifzügen durch die Wälder gesehen haben?

DIE WÄLDER AM FLUSS erzählt eine Geschichte über das Ende der Unschuld, die Zeit des Erwachsenwerdens und den Zusammenhalt einer Familie in schlechten Zeiten.
Der Roman ist weder ein Psychothriller, noch ein Horrorroman oder ein Krimi. Von allem gibt es in dosierter Form ein wenig. Aber Joe Lansdale hat sich entschieden, seine dramatischen Szenen mit großer Nüchternheit und ohne Pathos zu erzählen. Seine Sätze sind kurz, die Dialoge realistisch, der Stil manchmal fast dokumentarisch. An den schwachen Stellen sind seine Beschreibungen vielleicht etwas zu kurz. Harrys Schwester Tom ist leider etwas farblos geraten, aber es gibt Charaktere, die trotz der knappen Beschreibungen lebhaft in Erinnerung bleiben werden.
Überraschend für Lansdale Fans mag sein, dass Lansdale in diesem Roman auf seinen gewohnt zynischen Ton verzichtet hat. Stattdessen dürfen wir noch einmal Kinder werden und auf den Streifzügen durch die Wälder und beim Klettern über morsche Brücken die Geheimnisse des Lebens neu entdecken.

Im Vergleich zu Harper Lees WER DIE NACHTIGALL STÖRT stört und Twains TOM SAWYER nicht ganz so meisterhaft erzählt, aber trotzdem sehr lesenswert.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bisher mein bestes Buch 13. Februar 2006
Normalerweise schaue ich mir nur DVD's an oder verbringe meine Freizeit mit mehr oder weniger anspruchsvollen Computerspielen. Bücher lese ich kaum; oft nur in der Schule. Nunja ich habe hier eben einen Hinweis mit "To Kill a Mockingbird" gesehen und dachte, da mir der Film sehr gefiel und ich schon das sehr gute und grausame "Nightrunner" von Lansdale kannte, probiere ich mal das Buch anzulesen. Und tatsächlich: Ich habe vor 3 Tagen angefangen und schon am dritten Tag, als ich das erste Drittel durch hatte, musste ich das Buch zu Ende lesen und habe den Rest in einem Stück in 5 - 6 Stunden hintereinander förmlich verschlungen. Der Grund war auch, dass ich die vielfältigen Verzweigungen nicht vergessen wollte. Das Buch hat mehrere parallele Handlungsstränge. Kein Mensch ist heroisch dargestellt und Sie alle haben Ihre menschlichen Fehler. Nichts ist klischeehaft, und entgegen den Sherlock Holmes Büchern ist hier die Spur nicht immer eindeutig. Landsdale hat den richtigen Mix aus komplexerer Atmosphäre, verbundenen Hintergrundsgeschichten und flüssigem Lesefluss gefunden. Lacher gibt es auch noch. Man fiebert mit, ist oft dem Jungen einen Schritt voraus, manchmal aber auch nicht. Am Ende war ich doch schon etwas traurig und dachte die Personen gut gekannt zu haben. Das Buch ist definitiv besser als Harry Potter, Sherlock Holmes und gefällt mir gar besser als die Mankellbücher und ist frischer zu lesen als die Tom Sawyer / Huckleberry Finn Bücher. Kann ich nur jedem empfehlen, der sich über seine Umwelt Gedanken macht! Alle 5sternigen Bewertungen sind absolut gerechtfertigt. Einzig und allein, doch dafür kann Lansdale nicht, die Übersetzung hapert an einigen Stellen (englische Begriffe wurden gelassen, ganz wenige Grammatikfehler), ist aber von der Stimmung her insgesamt hervorragend gelungen! Bravour!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend 10. September 2005
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Joe R. Landsdale hat einen wunderbaren Adoleszenzroman geschrieben, der - wie das offensichtliche Vorbild von Harper Lees: "Wer die Nachtigall stört" (ebenfalls wunderbar) in den Südstaaten der USA in den Jahren 1933 und 1934 spielt, also zu jener Zeit der großen Depression, bevor die Reformmaßnahmen des neu ins Amt gekommenen Präsidenten Franklin D. Roosevelt mit seinem "New Deal" anfingen, zu wirken.

Protagonist ist der zu jener Zeit elfjährige Harry, der - nun im Altersheim - in einer Art Rückblick die Ereignisse jener Zeit erzählt. Am Ufer macht er zusammen mit seiner Schwester Tom(alia) eine furchtbare Entdeckung: er findet eine mit Stacheldraht an einen Baum gefesselte Leiche einer Schwarzen. Verdächtig ist der sogenannte Ziegenmann, eine unheimliche mythische Figur, die im Wald ihr Unwesen zu treiben scheint. Schritt für Schritt müssen die Kinder die Lösung finden, die sie schließlich - zusammen mit ihrem Vater auch finden.

Doch dieses Buch ist zwar ein Kriminalroman, aber - wie bei großer Literatur immer - er ist auch genre-übergreifend. Wie das hervorragende Nachwort von Volker Neuhaus zu recht konstatiert, lässt sich das Buch, welches der Welt von Mark Twain und Huckleberry Finn näher ist als unserer heutigen, auf vier Ebenen lesen: Die "Wälder am Fluss" sind zum einen Adoleszenzroman, also die Geschichte eines heranwachsenden Jungen, die von ihm selber erzählt wird. Insofern steht sie in der Tradition von Tom Sawyer, aber auch Harper Lees oben erwähntem Meisterwerk. In dem Roman geht es um das Ende der Kindheit - die Welt der Erwachsenen wird erreicht - die frühere unbeschwerte Zeit ist mit der Entdeckung des Mordes unwiederbringlich verloren. Sodann ist das Buch ein Gesellschaftsroman, in dem in Anlehnung an Faulkner ein Portrait des Südens und seiner sozialen Probleme gegeben wird. Der Ku-Klux-Clan terrorisiert die Südstaaten, die einstmals reichen Farmer aus diesen Staaten verarmen und müssen nach anhaltenden Missernten und der Depression neue Arbeit suchen, da sie ihre Hypotheken nicht mehr abzahlen können. Der Roman ist auch - in Anlehnung an A. Blackwood - ein glänzender Schauerroman mit einer mysteriösen faszinierenden Gestalt, dem Ziegenmann, im Mittelpunkt, sehr an Algernon Blackwoods Erzählung: "Der Wendigo" erinnernd. Auf der vierten Ebene ist es ein veritabler Kriminal- bzw. Detektivroman, bei dem es um die Aufklärung von Verbrechen geht.

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt und gehört zu den besten Romanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Auch die Charaktere sind differenziert und lebensecht gezeichnet. Kurz: ein Meisterwerk! Unbedingt lesen!

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